Kinderzuschlag - Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung ...

8. Oktober 2022 Thema abonnieren
 Von 
guest-12330.12.2022 17:35:06
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Kinderzuschlag - Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung ...

Hallo liebe Forumsmitglieder ,

vielleicht kann mir jemand von euch weiter helfen bzw. ist/war in einer ähnlichen Situation . Es geht um folgendes :
Bei der Berechnung des Kinderzuschlags zählen Sonderzahlungen wie das Weihnachts - und Urlaubsgeld zum Einkommen dazu . Bei mir ist es jetzt so , dass von den jeweiligen Sonderzahlungen Beträge zur betrieblichen Altersversorgung vom Arbeitgeber einbehalten und an eine Pensionskasse überwiesen werden , d.h. ich erhalte nicht die volle Summe Weihnachts - und Urlaubsgeld .
Jetzt meine Frage :
Werden diese Beiträge berücksichtigt , d.h. , von den jeweiligen Sonderzahlungen abgezogen oder nicht ?
Beiträge zu einer Riesterrente werden beispielsweise berücksichtigt .
Kann mir dazu jemand was sagen ? Von der für uns zuständigen Familienkasse habe ich trotz 2 maliger schriftlicher Anfrage bis heute noch keine Erläuterung bekommen .

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten .
Es grüßt recht freundlichst
Waldhimbeere

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
smogman
Status:
Student
(2746 Beiträge, 901x hilfreich)

Beim Kinderzuschlag ist das Bruttoeinkommen maßgebend.

Zitat (von Waldhimbeere):
Werden diese Beiträge berücksichtigt , d.h. , von den jeweiligen Sonderzahlungen abgezogen oder nicht ?
Da es sich hierbei um geförderte Altersvorsorgebeiträge nach § 82 EStG handeln dürfte, die Absetzungsbeträge im Sinne von § 11 SGB II wären, dessen Anwendung in § 6a Abs.1 Nr.2 BKGG aber explizit ausgeschlossen ist, erfolgt keine Berücksichtigung.

Zitat (von Waldhimbeere):
Beiträge zu einer Riesterrente werden beispielsweise berücksichtigt .
Wie kommst du zu dieser Annahme?

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#2
 Von 
guest-12330.12.2022 17:35:06
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von smogman):
Wie kommst du zu dieser Annahme?

Habe ich hier gelesen :
https://www.kinderzuschlag.org/einkommen-vermoegen/#Nicht-anrechenbares-Einkommen-aufgrund-seiner-Zweckbestimmung
"Von den zu berechnenden Bruttoeinkünften werden Steuern und Sozialversicherung, als auch gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsbeiträge, wie z. B. die Kfz-Haftpflichtversicherung abgezogen. Auch Beiträge zur Riester-Rente sind vom Einkommen abzugsfähig, ebenso wie Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit, ein pauschalisierter Freibetrag für Erwerbstätige, Unterhaltszahlungen (soweit bereits festgestellt) und Zahlungen zu einer Ausbildungsförderung, wenn sie ein Kind betreffen."


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#3
 Von 
smogman
Status:
Student
(2746 Beiträge, 901x hilfreich)

Zitat (von smogman):
Absetzungsbeträge im Sinne von § 11 SGB II wären, dessen Anwendung in § 6a Abs.1 Nr.2 BKGG aber explizit ausgeschlossen ist, erfolgt keine Berücksichtigung.
Korrektur: gemeint war § 11b SGB II

Zitat (von Waldhimbeere):
Habe ich hier gelesen :
https://www.kinderzuschlag.org/einkommen-vermoegen/#Nicht-anrechenbares-Einkommen-aufgrund-seiner-Zweckbestimmung
Meine Antwort bezog sich auf die Mindesteinkommensgrenze, die für den Bezug von Kinderzuschlag erforderlich ist.

Sorry, ich hatte deiner Frage nicht entnommen, dass es um die Anrechnung des Einkommens auf einen grundsätzlich gegebenen Kinderzuschlag geht. Denn dort sind dann nach § 6a Abs.6 BKGG andere Maßstäbe anzusetzen und selbstverständlich auch die Absetzungsbeträge nach § 11b SGB II zu berücksichtigen.

Ob der Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge abzugsfähig ist, hängt davon ab, ob es sich um eine zertifizierte Altersvorsorge im Sinne von § 82 Einkommenssteuergesetz handelt. Das sollte deinen Unterlagen dazu entnehmbar sein. Rein arbeitgeberfinanzierte Vorsorge oder die Rürup-Rente fallen z.B. nicht darunter.

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#4
 Von 
guest-12330.12.2022 17:35:06
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo noch mal ,
zuerst mal vielen Dank für deine bisherigen Antworten und sorry , ich hatte vergessen zu erwähnen , dass wir schon Kinderzuschlagbezieher sind .

Zitat (von smogman):
Rein arbeitgeberfinanzierte Vorsorge

Auf die schnelle kann ich dazu nur sagen , dass von meinen Sonderzahlungen ein vereinbarter fester Betrag ( 428,- Euro ) von meinem Arbeitgeber an die Pensionskasse abgeführt wird und er einen Zuschuss ( 65,- Euro ) dazu gewährt und mit überweist.
Bei den letzten Berechnungen des Kinderzuschlags wurde dies nicht berücksichtigt sondern das volle Weihnachts - und Urlaubsgeld mit heran gezogen .
Grüße
Waldhimbeere

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#5
 Von 
guest-12330.12.2022 17:35:06
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo noch mal ,

Zitat (von smogman):
im Sinne von § 82 Einkommenssteuergesetz handelt.

ich habe jetzt nach geschaut und da steht :
"Direktversicherung nach § 3 Nr. 63 EStG"
Es handelt sich um eine Arbeitnehmerfinanzierte Versorgungszusage die jeweils halbjährlich aus Teilen der Sonderzahlungen "Weihnachtsgeld" und "Urlaubsgeld" bedient wird .

Beste Grüße
Waldhimbeere

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#6
 Von 
guest-12330.12.2022 17:35:06
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen ,
ich habe meine obige Frage noch mal schriftlich an die für uns zuständige Familienkasse gerichtet und - endlich mal - heute bekam ich folgende Antwort :
"Vom Einkommen abzusetzen sind Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder ähnlichen Einrichtungen , soweit diese Beiträge gesetzlich vorgeschrieben oder nach Grund und Höhe angemessen sind".
Damit kann ich leider auch nicht wirklich was anfangen und hat meiner Meinung nach meine Frage auch nicht so richtig beantwortet .
Ich glaube dass da einfach lustlose , unmotivierte und wahrscheinlich auch inkompetente und unfähige "Mitarbeiter" sitzen die gar nicht verstehen , was man denn wissen will bzw. um was es geht !
Ich habe meinem Schreiben ja extra die entsprechenden Paragraphen der jeweiligen Gesetze § 82 EStG , § 3 Nr. 63 EStG beigelegt aber scheint niemanden interessiert zu haben .

Beste Grüße
Waldhimbeere

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31525 Beiträge, 5571x hilfreich)

Kann man das Problem mal aus einer anderen Perspektive betrachten?
Ich denke vielmehr, dass DEIN Antrag mit DEINER entspr. Nummer immer dem gleichen 1 Mitarbeiter zugeordnet wird. Pech, wenn dieser 1 nun alle schlechten Eigenschaften hätte.

Zitat (von Waldhimbeere):
habe ich trotz 2 maliger schriftlicher Anfrage bis heute noch keine Erläuterung bekommen .
Anfragen muss die Famkasse nicht erläutern, sie erfüllt iaR keine Beratungs-und Gesetzes-Erläuterungs-Funktion. Wenn sie anders bescheidet---> geht schriftlich und nachweisbar Widerspruch gegen den Bescheid. Dafür hätte die Famkasse max. 3 Monate Frist.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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