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Krankengeld Aussteuerung und ALG1

18. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
serice
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)
Krankengeld Aussteuerung und ALG1

Hallo.
Wenn jemand Ende August ausgesteuert wird und laut Agentur für Arbeit Nahtlosigkeitsarbeitslosengeld erhält, wie berechnet sich die Höhe? Bzw. Aus welchem Gehalt?
Derjenige war bis Mai letzten Jahres arbeiten, dann krank(Kündigung kurz vor Ende Probezeit). JANUAR bis Anfang März 22 (wieder gekündigt in der Probezeit)wieder arbeiten, seitdem wieder krank. Rehaantrag ist genehmigt, sie wird im Juni 23 stattfinden.
Die Agentur für Arbeit wollte nur die Daten vom letzten AG haben....dort habe ich gerade mal 2 Monate Lohn bezogen, sogar mit sogenannten Krankengeld, weil in den ersten 4 Wochen krank.
Warum wird dann nicht auch das Gehalt des vorletzten AG genommen, wo man knapp 6 Monate arbeiten war?
Danke schonmal und liebe Grüße

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Zitat (von serice):
Die Agentur für Arbeit wollte nur die Daten vom letzten AG haben...
Berücksichtigt werden 30 Monate vorher. Rahmenfrist nach § 143 SGB III.
Zitat (von serice):
Warum wird dann nicht auch das Gehalt des vorletzten AG genommen, wo man knapp 6 Monate arbeiten war?
Weil man dieses Daten nicht vorgelegt hat?
Falls schon ein Bewilligungsbescheid vorliegt, könnte man innerhalb 1 Monat Widerspruch erheben und die Daten für die vorherigen Beschäftigungen vorlegen.

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ist nur meine Meinung.

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#2
 Von 
serice
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Agentur hat gesagt, das man nur vom letzten AG berechnet.
Kann man da auch nur die Lonscheine vom vorletzten AG abgeben? Er füllt prinzipiell nix aus, wartet immer, bis er Strafe angedroht bekommt. Hat man in den letzten Monaten mindestens 10 mal mitbekommen...

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#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Zitat (von serice):
Die Agentur hat gesagt,
Hat sie das auch geschrieben?
Hast du einen schriftlichen Bescheid von der Agentur? Nach § 145 SGB III?







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ist nur meine Meinung.

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#4
 Von 
serice
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo. Ja dies liegt schriftlich vor.
Gestern fand ein Kontakt mit der Agentur für Arbeit statt....eine andere Mitarbeiterin. Sie sagte, es wird 30 Monate zurückgeschaut, wobei aber nur die letzten 12 Monate zählen? Sie war entsetzt über den schriftlichen Bescheid.
Die arbeitsbescheinigung muss nun noch zu dem einen AG und dann ist alles ok.
Eine Frage noch....dürfte bis zur Reha eine neue Arbeit aufgenommen werden? Oder ist dann die Reha futsch?
Bis Juni ist noch sehr lange hin.

-- Editiert von User am 19. August 2022 20:24

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#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Ich hatte das gestern wieder gelöscht, weil ich nicht wusste, ob der Bescheid vorliegt.

Die Rahmenfrist von 30 Monaten gilt. Nach § 143 SGB III.
Und in diesen 30 Monaten müssen mind. 12 Monate sv-pflichtige Beschäftigung vorliegen. Nach § 142 SGB III
Ja.
Also dann Widerspruch schriftlich gegen den Bewilligungsbescheid erheben.
Darin auch mitteilen, dass der vorletzte AG seit Monaten mehrfach aufgefordert wurde und nichts vorlegt. Darum bitten, dass die Agentur das jetzt macht.

Vom vorletzten AG die Arbeitsbescheinigung trotzdem selbst nochmal fordern.
Am besten dem gleich das Formular mitschicken und eine 14tägige Frist setzen.
https://www.arbeitsagentur.de/datei/arbeitsbescheinigung_ba013140.pdf

Welcher Träger will denn erst im nächsten Jahr eine Reha für dich?
DRV ? KK?
Was für eine Reha soll das werden?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#6
 Von 
serice
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)

Die DRV.
Der Antrag wurde in einer psychiatrischen Tagesklinik gestellt. Es soll mein Gesundheitszustand verbessert oder wiederhergestellt werden lau dem Bescheid.
Es liegen verschiedene Arten vom Krankheiten vor. Von 2 Bandscheibenschäden, nicht voll belastbarer rechter Arm, Depressionen etc.
Die Klinik hat leider bis Juni keine freien Kapazitäten mehr.

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#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Dann spricht nichts gegen ein Arbeitsverhältnis. Nach Ende des ALG sowieso nicht.

Aber solange du ALG bekommst, wird dein Verdienst nur mit einem Freibetrag von 165,- mtl. berücksichtigt. Alles andere würde angerechnet, und du musst unter den 15 Wochenstunden bleiben.
Da käme wohl nur ein ganz kleiner Minijob in Frage.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#8
 Von 
serice
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo. Heute kam ein vorläufiger ALG1 Bescheid. Grund ist das die amtsärztliche Untersuchung aussteht. Wenn mir dann nichts zusteht, muss ich alles zurückzahlen.
Jetzt meine Frage...was hätte ich denn noch beantragen sollen? Also, wenn ich eventuell alles zurückzahlen soll, hätte ich ja die ganze Zeit keinen Anspruch gehabt...warum auch immer.
Könnt ihr mir helfen?
Reha ist ja beantragt und bewilligt, Termin steht auch fest. Haben die alles schon.
Krankenschein wollen die von mir nicht haben, der wurde mir zurückgegeben.

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#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Am 19.8. lag dir schon ein ALG-Bescheid zur Nahtlosigkeitsregelung nach § 145 SGB III vor.

Wann kam der bei dir an?
Was stand dort drin?
Was solltest du selbst tun?
Von wann bis wann wurde dir ALG bewilligt?

Zitat (von serice):
Heute kam ein vorläufiger ALG1 Bescheid.
-Was steht dort drin (außer einer evtl. Rückzahlung)?
-Steht dort eine Frist drin, bis wann du antworten sollst?
-Hast du eine amtsärztliche Untersuchung beantragt? zb beim Ärztlichen Dienst der Agentur? ÄD der BA?

Die DRV ist kein Amtsarzt. Die DRV entscheidet nur über die Reha.



-- Editiert von User am 30. August 2022 13:49

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#10
 Von 
serice
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)

Heute kam der bescheid, das eben alles nur vorläufig ist. Der Bescheid von heute wurde aber bereits am 10. August erstellt und kam heute an. Dort steht auch, daß eben der nachfolgende ALG1 Bescheid nur vorläufig ist. Und der war ja schon weit vorher da. Denke mal liegt an der Post?
Ich soll mich nicht äußern...nur widersprechen, falls ich mit dem Bescheid nicht einverstanden bin.
Der Alg1 Bescheid wurde für 360 Tage vorläufig bewilligt.
Die Arbeitsagentur hat meine Krankenakte angefordert und meine Befunde verlangt, die ich selber habe. Die gingen zum Amtsarzt. Der soll mir einen Termin schicken und dort soll ich zum Gutachten.
Die ganzen Unterlagen habe ich am 10.07. Abgegeben.
So ein durcheinander. Und keiner möchte meinen krankenschein. Ist das gängig?

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#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Dass diese Bescheide jetzt vorläufig sind, ist normal. Darüber brauchst du dir keine Gedanken machen.

Zitat (von serice):
Die gingen zum Amtsarzt. Der soll mir einen Termin schicken und dort soll ich zum Gutachten.
OK. Das kannst du der Agentur trotzdem zur Kenntnisnahme mitteilen, denn die warten ja auf das Gutachten vom Amtsarzt.

Zitat (von serice):
So ein durcheinander.
Ja. Da ist wohl der Wurm drin.
Das liegt evtl. auch an deinem vorletzten AG? Vielleicht hat die Agentur nun endlich diese Arbeitgeberbescheinigung erhalten. Sind denn jetzt alle Beschäftigungsmonate berücksichtigt?
Zitat (von serice):
Und keiner möchte meinen krankenschein.
Das ist jetzt so. Und auch o.k. Du bist doch --langzeitkrank--
Du müsstest nur das Ende der Arbeitsunfähigkeit der Agentur mitteilen.

Aber beachte bitte:
Bist du krank mit *Krankenschein*, geht das mit dem Arbeiten nicht. Auch nicht minimal.
Lässt du dich *gesund schreiben*, um zu arbeiten, fällst du aus der Nahtlosigkeitsregelung heraus.


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#12
 Von 
serice
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)

Dankeschön. Ja alle Zeiträume sind berücksichtigt;-)
Nun sitze ich an den Rehasachen, da geht es schon weiter. Woraus berechnet sich das übergangsgeld bei der nahtlosigkeitsregelung? 68 Prozent von was? Vom Arbeitslosengeld?
Ich melde mich ja beim Amt für die Zeit der Reha ab, da stellt das Amt ja die Zahlungen für die Zeit der Reha ein.
Wer zahlt dann? Rentenversicherung oder Krankenkasse?

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Zitat (von serice):
Nun sitze ich an den Rehasachen, da geht es schon weiter.
Die DRV hat dir für Juni 2023 eine med. Reha in Aussicht gestellt. Diese Reha wird von der DRV bezahlt.
Das Übergangsgeld zahlt dir auch die DRV, iaR für 6 Wochen.

Das Übergangsgeld beträgt für Versicherte ohne Kinder 68 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgelts.

Du brauchst dich bei der Agentur nicht abmelden.
Dein ALG ist für 1 Jahr/360 Tage bewilligt. Es endet doch etwa Anfang März 23, (egal ob du zur Reha gehst oder nicht).

Deine Reha beginnt voraussichtlich im Juni 23.
Es entsteht also eine *Geld-Lücke* von März bis Juni.
Dann kommt Übergangsgeld von der DRV.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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