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Krankenkasse hat mich für 2018/19 für den Höchstsatz angemeldet - verlangt fünfstellig Geld von mir

2. Februar 2022 Thema abonnieren
 Von 
Nnutzer123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Krankenkasse hat mich für 2018/19 für den Höchstsatz angemeldet - verlangt fünfstellig Geld von mir

Sie hatten mir Briefe dazu geschickt, die ich aber nicht alle geöffnet hatte. 2018 war ein schwieriges Jahr für mich. Meine Ex hat sich von mir getrennt zeitgleich mit einem tödlichen Unfall eines guten Freundes. Ich hatt mein Studium abgebrochen, meine Arbeit eingestellt und auf nichts mehr reagiert. Das ging sehr lange. Als ich irgendwann ein paar Briefe geöffnet hatte, habe ich den Betrag gelesen, der damals schon fünfstellig war und habe den Schock sofort ausgeblendet. Ich kann mich an mehr nicht erinnern, aber ich bin heute und lange schon gesetzlich versichert wie jeder andere auch.
Was die Krankenkasse aber gemacht ist, sie hat mich für den Höchstatz angemeldet. Das sind ca 1000€ im Monat!!. Der Betrag hat sich summiert auf einen lächerlich hohen fünfstelligen Betrag, der mein komplettes Leben zerstören wird, weil ich mich damals nicht gemeldet hatte. Ich habe da angerufen und nachgefragt, sie könnten den Betrag angeblich nicht stornieren bzw. mich nicht rückwirkend als gesetzlich versichert anmelden anstatt frewillig versichert, was der Höchstsatz ist, was doch nicht sein kann?? Ich bin heute Auszubildender mit 26, habe niemals irgendwo als selbstständiger gearbeitet, geschweige denn das Geld dafür einen so lächerlich hohen Betrag zu zahlen. Habe zu der Zeit gar nicht gearbeitet bzw später erst als Teilzeitkraft und danach als Vollzeitkraft im Restaurant. In der Vollzeitbeschäftigung bin ich auf maximal 1150 Netto gekommen.
Ich verstehe nicht, wieso die das nicht ändern wollen, ich habe kein Geld dafür. Die werden das auch nicht von mir kriegen, weil ich es nicht habe!! Auch nicht in den nächsten 10 oder 15 Jahren werde ich das niemals abbezahlen können. Unmöglich.

Ich weiss nicht was ich machen soll wirklich. Ich wollte zum Amtsgericht, um da einen Beratungshilfeschein einzuholen, mit dem ich einen Anwalt bezahlen kann. Damit der mir hilft. Diese Lage muss doch änderbar sein!? Es muss..

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(106019 Beiträge, 37848x hilfreich)

Zitat (von Nnutzer123):
Ich verstehe nicht, wieso die das nicht ändern wollen,

Zum einen ist es ja nicht deren Problem, wenn Du erst so einen Mist baust und das dann in all den Jähen nicht geregelt bekommst.
Zum anderen ist das halt so von Gesetz vorgesehen.



Zitat (von Nnutzer123):
ich habe kein Geld dafür.
Zitat (von Nnutzer123):
Die werden das auch nicht von mir kriegen, weil ich es nicht habe!! Auch nicht in den nächsten 10 oder 15 Jahren werde ich das niemals abbezahlen können. Unmöglich.

Man möchte also direkt nach der Ausbildung in ALG II gehen bzw. immer im Niedrigstlohnsektor arbeiten, bis zur Rente? Ja, dann viel Spass im Leben ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12830 Beiträge, 4361x hilfreich)

@Nnutzer:

Für welchen Zeitraum genau werden Beitragszahlungen von Dir gefordert? Wie war in der Zeit Deine private/berufliche Situation? Also ab wann hast Du nicht mehr gearbeitet? Wann wurde das Studium abgebrochen? Wie alt warst Du zu der Zeit? Wovon hast Du Deinen Lebensunterhalt bestritten? Seit wann arbeitest Du wieder?

Die Schreiben, die Du von der Krankenkasse erhalten hast, waren sicherlich solche, in denen Dir mitgeteilt wurde, dass Du nicht (mehr) versicherungspflichtig beschäftigt bist und deshalb nunmehr freiwillig pflichtversichert bist. Klingt paradox, nennt sich aber so. Das bedeutet letztendlich, dass Du weiterhin pflichtversichert warst, die Beiträge aber selbst hättest zahlen müssen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurdest Du in den Schreiben auch aufgefordert, die Höhe Deines Einkommens anzugeben und nachzuweisen, damit die Beitragshöhe berechnet werden kann. Hast Du hierauf nicht reagiert, erfolgt die Festsetzung der Höchstbeiträge. Bis dahin also ein völlig normaler Vorgang.

Hast Du die ganzen Schreiben (auch die ungeöffneten) aus den Jahren 2018/2019 noch, oder wurden die entsorgt? Kannst Du noch sagen, wann Du erstmals ein Schreiben (einen Bescheid) erhalten hast, in dem eine konkrete Summe von Dir gefordert wurde? Das Schreiben der Krankenkasse, welches Du zuletzt erhalten hast und wegen dem Du Dich jetzt hier meldest, von wann ist das und was genau ist das für ein Schreiben?

Ich befürchte, dass hier sämtliche Widerspruchsfristen längst abgelaufen sind, was dann auch dazu führen würde, dass hier wohl keine Beratungshilfe gewährt wird. Aber beantworte bitte erstmal die Fragen. Danach sehen wir weiter.

Gruß,

Axel

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14996 Beiträge, 5579x hilfreich)


Zitat (von Nnutzer123):
Ich verstehe nicht, wieso die das nicht ändern wollen,
Wie AxalK das bereits geschildert hat. Die ändern das nicht weil alles richtig gelaufen ist. Du hast durch dein Vogel-Strauß Verhalten den Karren so richtig in den Dreck gefahren.
Wenn es um die Jahre 2018/2019 geht, dann sehe ich hier auch nicht wirklich noch eine Chance dagegen vorgehen zu können.
Bei 2 Jahren wären das also maximal 24.000€ (plus Zinsen und Gebühren). Du solltest den ganzen Fall mit einem Rechtsanwalt detailliert aufarbeiten, evtl. sieht der ja noch eine Möglichkeit da raus zu kommen. Alleine wird dir das nicht gelingen. Klar kostet der erstmal Geld, aber das ist evtl. sehr gut angelegtes Geld.
Im ersten Moment neige ich dazu zu sagen, dass du diesen Betrag wirst zahlen müssen. Kommt aber auch noch darauf an wie du die Fragen aus dem Post vorher beantwortest.

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