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Lastenzuschuss Mehrfamilienhaus

15.5.2020 Thema abonnieren Zum Thema: Einkommen Sohn Vater
 Von 
Maline
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 0x hilfreich)
Lastenzuschuss Mehrfamilienhaus

Ein befreundetes Ehepaar hat ein Haus gekauft mit abgetrennter Einliegerwohnung.
Es bewohnt die Hauptwohnung mit dem gemeinsamen 8jährigen Söhnchen.
Die kleine Einliegerwohnung wurde an den 29 jährigen Sohn des Mannes aus erster Ehe vermietet. Seperaten Zähler, der Sohn zahlt direkt an die Versorger und Müll, Grundsteuer ect via Betriebskosten plus Miete an das Ehepaar. Also Bruttokalt 470 Euro davon sind 320 nettokalt. Gas,Strom Wasser zahlt der Sohn an die Energieversorgung direkt als Vertragspartner.

Das Ehepaar zahlt an die Bank 1000 Euro Raten 2%Tilgung.

Sie möchten nun Lastenzuschuss beantragen bei der Wohngeldbehörde.

Der Ehemann verdient 2100 netto im Handwerk. Die Frau ist Hausfrau und arbeitet nicht. .
Es gibt Kindergeld für den Kleinen. Eventuell wollen sie Kinderzuschlag auch beantragen, aber zuerst Lastenzuschuss.

Zum Einkommen kommen dann ja auch die Mieteinnahmen von 470 Bruttokalt.

So die Fragen:

1. Gehört der erwachsene Sohn als Mieter der ELW bei Vater und Stiefmutter zu deren Haushalt, oder ist er ein eigener? Muss er als Mitbewohner oder Mieter angegeben werden?

2.Die Miete die der junge Mann zahlt ist ja Einkommen des Vaters und Stiefmutter. Wird da die Bruttokaltmiete als Einommen angerechnet oder Netto-Kaltmiete da von den 470 der Vermieter Müll, Grundsteuer ect an die Kommune zahlen muss. Versteuern muss der Vermieter das auch. Was von den 470 Euro Bruttokalt ist als Einkommen zu berücksichtigen?

Ich danke Euch.


-- Editiert von Maline am 15.05.2020 15:44

-- Editiert von Maline am 15.05.2020 15:44

Signatur:

Ich danke von Herzen Mepeisen, DStein und Albarion für ihre tolle Hilfestellung!

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Einkommen Sohn Vater


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12319 Beiträge, 1913x hilfreich)

zu 1. Je nach Einkommen kann der Mieter der ELW selbst Wohngeld beantragen. Der Mieter hat einen eigenen Haushalt und zahlt Miete an seinen Vermieter.

zu 2. Der 3-Personen-Haushalt kann Lastenzuschuss für die Eigentums-Hauptwohnung beantragen.
470,- sind als Einkommen aus Vermietung zu berücksichtigen. Die Verbrauchskosten G-W-Elt zahlt der Mieter selbst.

Wenn keine weiteren Wohnungen in dem Haus sind, ist es ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung.

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#2
 Von 
Maline
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 0x hilfreich)

@Anami
Vielen Dank, für die Antworten.

In den 470 Bruttokalt, die der erwachsene Sohn an die Eltern an Miete zahlt sind 350 die reine Nettokaltmiete und die 120 Rest der Anteil den der Sohn nicht direkt an die Rechnungsersteller zahlt, die der Vater auf ihn umlegt. Müllgebühren an die Stadt. Abwasser und Niederschlagswasser, Grundsteuer, Gebäudeversicherung.
Sind diese 120 Mieteinkommen? Der Vater muss sie ja weiterreichen an die Kommune und Versicherungsunternehmen.


Noch eine kleine Frage. Das Ehepaar musste einen zweiten Darlehensnehmer mit an Bord nehmen zur Finanzierung. Die Ehefrau ist nicht berufstätig und ohne Einkommen. Der Vater schafft Vollzeit. Der Sohn ist zweiter Kreditnehmer und muss wenn's Zahlungsprobleme gibt dann wohl gesamtschuldnerisch haften. Als Art Bürge. Die Bank wollte nen zweiten Kreditnehmeer.

Der Sohn ist aber nicht Miteigentümer und auch nicht im Grundbuch.

Ist er, da er Miete zahlt, Betriebskosten und selbst für die ELW Gas,Strom ect aufkommt mit seperaten Zählern ect auf ihn angemeldet, sein eigener Haushalt oder gehört er weil er mit im Kredit hängt doch Haushaltsmitglied der Eltern?
Es ist eine seperat abgetrennte Wohnung mit Küche und Bad.
Sonst keine weiteren Wohnungen in der Immobilie.

Sollte der Sohn besser ausziehen und die Eltern die ELW fremd vermieten an jemand Unbekanntes?

Liebe Grüße

Malin.E

Signatur:Ich danke von Herzen Mepeisen, DStein und Albarion für ihre tolle Hilfestellung!
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#3
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12319 Beiträge, 1913x hilfreich)

Zitat (von Maline):
Sind diese 120 Mieteinkommen?
Ja. Es ist Einkommen aus Vermietung. Die Wohngeldstelle wird das berücksichtigen. Mit Weiterreichen hat das nichts zu tun. Der Vermieter reicht doch zB auch Teile der Kaltmiete weiter, um die Kreditraten zu zahlen. Aber erst erzielt er Einkommen aus Vermietung.

Bitte zwischen Darlehen zur Hausfinanzierung und Wohngeldberechtigung unterscheiden. Das sind 2 Töpfe, die nichts miteinander zu tun haben.

Es gibt hier 2 Haushalte.
1x den Mieterhaushalt des Sohnes. Und dessen Einkommen.
1x den Elternhaushalt. Und deren Einkommen.

Beim Wohngeld/Lastenzuschuss zählt Einkommen.

Zitat (von Maline):
Sollte der Sohn besser ausziehen und die Eltern die ELW fremd vermieten an jemand Unbekanntes?
NÖ. Warum ?

Der Sohn als Mieter mit eigenem Haushalt kann Wohngeld beantragen. Ob es bewilligt wird, hängt von der Höhe seiner Wohnkosten und seinem Einkommen ab. Nicht vom Verwandtschaftsgrad oder seinen Schulden.

Ebenso können die Eltern Lastenzuschuss für ihre Hauptwohnung/ETW beantragen. Ob dieser bewilligt wird, hängt eben so von dem Einkommen und den Wohnkosten ab.

Ob es Sinn macht, überhaupt Wohngeld zu beantragen, kann man im Schnelltest für beide Haushalte prüfen.
zB mit diesem:
http://1ngo.de/web/Wohngeld.html

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#4
 Von 
Maline
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 0x hilfreich)

Wow vielen Dank für die superschnelle Antwort.
Gebe ich so weiter.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

PS. Der Sohn verdient fast 150 Euro brutto mehr als der Vater. Ist aber unverheiratet und ledig und hat noch keinen Nachwuchs. Ich glaub, der verdient zu viel.

Signatur:Ich danke von Herzen Mepeisen, DStein und Albarion für ihre tolle Hilfestellung!
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#5
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12319 Beiträge, 1913x hilfreich)

Zitat (von Maline):
Der Sohn verdient fast 150 Euro brutto mehr als der Vater.
Das ist für die Wohngeldberechnung irrelevant. Es wird doch sein Anspruch aufgrund seines Einkommens und seiner Miete berechnet.
Zitat (von Maline):
Ist aber unverheiratet und ledig und hat noch keinen Nachwuchs.
Auch das ist irrelevant.
Zitat (von Maline):
Ich glaub, der verdient zu viel.
Das kann er selbst prüfen. Dann kann er sich uU die Antragstellung sparen und der Wohngeldstelle die Prüfung und den Bescheid er-sparen.

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