Praktikum und ALG (§136 SGB III)

8. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
ssn
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)
Praktikum und ALG (§136 SGB III)

Hallo,

ich studiere z.Z. in Teilzeit und habe bis Ende Juli auch in Teilzeit gearbeitet. Ich habe mich für 20h / Woche als arbeitssuchend gemeldet.

Jetzt habe ich (auf Grund von Verzögerungen) einen Bescheid der Arbeitsagentur erhalten, dass ich ab dem 1.8.2023 ALG gem. §136 SGB III erhalte.

Aber ich habe auch ab dem 1.11.2023 bis zum 4.1.2024 eine Art Praktikumsvertrag (für ein Pflichtpraktikum, Vergütung 511€/Monat) -- und zwar für 39h/Woche. Das Institut macht das halt nur so -- die inoffizielle Vereinbarung ist, dass ich (anstatt 9 Wochen in Vollzeit) länger in Teilzeit arbeite.

Ich hab' das Thema Praktikumsvertrag/Arbeitsagentur leider etwas verschwitzt...meine Fragen wären:


- Da der Praktikumsvertrag auf 39h/Woche läuft, müsste ich den jetzt wohl an die Arbeitsagentur melden, oder?
- Was sind denn eventuelle "Zuverdienst"-Grenzen für die Arbeitsagentur?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32680 Beiträge, 17209x hilfreich)

Die Zuverdienstgrenze liegt bei 165 Euro.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
Frieder01
Status:
Beginner
(134 Beiträge, 25x hilfreich)

Wenn du Vollzeit arbeitest gibt es kein Problem mit dem Zuverdienst, sondern mit dem Begriff Arbeitslosigkeit. Du bist im Sinne des Gesetzes nicht mehr arbeitslos und kannst somit kein Alg erhalten. Allerdings ist es nach meiner Meinung so, dass es nach der tatsächlichen Ausübung des Praktikums geht. Und hier ist zu beachten, dass bei 15 Std./Wo. oder mehr Arbeitslosigkeit nicht vorliegt, Alg also abgelehnt wird. Liegst du darunter, sehe ich hinsichtlich Alg kein Problem. Aber dann gilt natürlich die Zuverdienstgrenze.

Im Moment ist noch nicht viel passiert. Das Alg für November 2023 wird erst Ende des Monats ausgezahlt. Insofern ist die Meldung an die Agentur zwar spät (sollte vor Beginn erfolgen) es treten aber keine Konsequenzen ein, wenn du die Agentur in den nächsten Tagen verständigst. Konsequenz ist natürlich die Ablehnung des Alg ab 01.11.2023, wenn du bei mindestens 15 Std./Wo. liegst.

Signatur:

Ich äußere hier meine laienhafte Erfahrung. Genaues geht nur über Anwalt oder Behörde.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
ssn
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für den guten Überblick übers Thema.

Dass 39 Std/Woche im Praktikumsvertrag stehen, obwohl das nicht der Realität entspricht, ist blöd gelaufen.

Ich hab's jetzt der Arbeitsagentur gemeldet, d.h. werde in den zwei Monaten des Prakikums wohl kein ALG erhalten.

Dafür war die Arbeitsagentur bei der Sperrfrist großzügig -- trotz Kündigung durch mich (nicht vom Arbeitgeber) habe ich jetzt den Bescheid erhalten, dass ich direkt ab August (auch nachträglich) ALG erhalte. Von einer dreimonatigen Sperrfrist steht da nix. Ich werde da nicht weiter nachfragen, um keine schlafenden Hunde zu wecken.

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