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Schüler, 25 - kein BaföG aufgrund "Vermögen in Erbengemeinschaft", keine staatlichen Leistungen

23.8.2017 Thema abonnieren Zum Thema: 25 BAföG
 Von 
Loar
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Schüler, 25 - kein BaföG aufgrund "Vermögen in Erbengemeinschaft", keine staatlichen Leistungen

Guten Tag,

ich bin derzeit 25 Jahre alt und hole mein Abitur nach.
Im Vorfeld schloss ich eine Ausbildnug zum Kaufmann im Einzelhandel ab.

Da ich Teil einer Erbengemeinschaft bin und mir ein kleiner Anteil eines bebauten Grundstücks gehört, welches für mich allerdings totes Kapital ist, da ich weder in dem Objekt wohne noch Mieteinnahmen erziele, hat mir das BaföG Amt Bremen den Bezug von Schüler BaföG sehr schwer gemacht.

Ich solle zahlreiche Dokumente und Auszüge einreichen und das Objekt SCHÄTZEN lassen. (Hier übersteigt die Gebühr vermutlich bereits den Betrag von einem Jahr BaföG.)

Da ich bereits 25 Jahre alt bin, erhalte ich weiterhin kein Kindergeld oder Halbwaisenrente mehr.
Ich wohne alleine/in einer WG und das einzige Einkommen das mir nun zur Verfügung stände, wären 450€ aus einem Mini-Job, der gerade meine Miete deckt.

Bin ich nun gezwungen zu verhungern, oder kann ich hier Schritte einleiten?

-- Editier von Loar am 23.08.2017 19:37

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25 BAföG


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3784 Beiträge, 2163x hilfreich)

Na klar kannst du Schritte einleiten: der Spaß heißt "Teilungsversteigerung" und bedeutet, dass die Immobilie versteigert wird, um die Gemeinschaft aufzulösen.
Das beginnt mit einer Schätzung des Immobilienwertes. Mit dem können Banken schon abschätzen, wie viel für dich rausspringen wird, und dir entsprechend Kredit geben.

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#2
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3784 Beiträge, 2163x hilfreich)

Na klar kannst du Schritte einleiten: der Spaß heißt "Teilungsversteigerung" und bedeutet, dass die Immobilie versteigert wird, um die Gemeinschaft aufzulösen.
Das beginnt mit einer Schätzung des Immobilienwertes. Mit dem können Banken schon abschätzen, wie viel für dich rausspringen wird, und dir entsprechend Kredit geben.

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#3
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3784 Beiträge, 2163x hilfreich)

Na klar kannst du Schritte einleiten: der Spaß heißt "Teilungsversteigerung" und bedeutet, dass die Immobilie versteigert wird, um die Gemeinschaft aufzulösen.
Das beginnt mit einer Schätzung des Immobilienwertes. Mit dem können Banken schon abschätzen, wie viel für dich rausspringen wird, und dir entsprechend Kredit geben.

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#4
 Von 
mgrasek100
Status:
Praktikant
(504 Beiträge, 173x hilfreich)

Zitat (von quiddje):
Na klar kannst du Schritte einleiten: der Spaß heißt "Teilungsversteigerung" und bedeutet, dass die Immobilie versteigert wird, um die Gemeinschaft aufzulösen.
Das beginnt mit einer Schätzung des Immobilienwertes. Mit dem können Banken schon abschätzen, wie viel für dich rausspringen wird, und dir entsprechend Kredit geben.


Stichwort heißt VERWERTBARES Vermögen, dazu gehört die Erbengemeinschaft nach neueren Urteilen wohl gerade nicht !

"[43] c) Bei der abschließenden Bewertung, ob die Verwertung des ererbten Vermögens für den Kläger offensichtlich unwirtschaftlich im Sinne des § 12 Abs 3 Satz 1 Nr 6 1. Alternative SGB II war, sind die Besonderheiten mit einzubeziehen, die sich im Falle der Auflösung einer Miterbengemeinschaft ergeben. Vor diesem Hintergrund kann keine der unter 4. dargestellten Verwertungsalternativen von vornherein als offensichtlich unwirtschaftlich angesehen werden. Scheidet die wirtschaftlich sinnvollste Verwertungsmöglichkeit wegen rechtlich nicht zu beseitigender Hindernisse aus (hier etwa der freihändige Verkauf und die anschließende Aufteilung des Erlöses), kann der Hilfebedürftige sich nicht darauf berufen, die übrigen Verwertungsmöglichkeiten stellten sich allein deshalb.."

Ist Auslegungssache bzgl Teilungsversteigerubg da dieses Verfahren unwirtschaftlich ist und meist unzumutbar, anderer Weg erfordert Zustimmung der Miteigentümer die ja wohl net vorliegen

Denn "..Insbesondere die (gerichtliche) Geltendmachung des Auseinandersetzungsanspruchs verbunden mit der Verwertung des Grundstücks durch Zwangsversteigerung ist nicht in jedem Fall als Verstoß gegen die Regeln der wirtschaftlichen Vernunft anzusehen, wie der Kläger meint. .."

Das Wort "nicht in jedem Fall" ist schwammig
Weiter hilft das das Urteil des BVerfG dort steht was die verfassungsrechtlichen Grenzen sind, die beginnen wenn Verschleuderung anfängt das heißt keiner muss den "Ausverksuf" für Apple und Ei bei der Versteigerung einfach so hinnehmen

BSG, 27.01.2009 - B 14 AS 42/07 R

-- Editiert von mgrasek100 am 24.08.2017 20:08

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