Sozialamt passt Nebenkosten nicht an.

29. Juni 2023 Thema abonnieren
 Von 
PSrecht123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Sozialamt passt Nebenkosten nicht an.

Hallo zusammen.
Bin neu hier und hätte ein Frage:
Ich beziehe Frührente und Grundsicherung wegen hundert Prozent Erwerbsminderung.
Das Sozialamt passt meine stark gestiegenen Nebenkosten nicht mehr an. Ich habe nun das zweite Bewilligungsschreiben erhalten und es werden keine neuen Abschlagszahlungen von den Stadtwerken verlangt.
Hat hier jemand ähnliches erlebt und wie verhält sich dies bzgl. der 300€ stattlichen Unterstützung vom letzten Jahr und den 50 € die man seit Januar diesen Jahres mehr bekommt.
Danke schonmal.

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31568 Beiträge, 5575x hilfreich)

Zitat (von PSrecht123):
Das Sozialamt passt meine stark gestiegenen Nebenkosten nicht mehr an.
Bedeutet das ---nicht mehr--, dass das Amt früher nach Vorlage deiner BK-Jahresabrechnung dir mehr KDU zahlte?
Zitat (von PSrecht123):
Ich habe nun das zweite Bewilligungsschreiben erhalten und es werden keine neuen Abschlagszahlungen von den Stadtwerken verlangt.
Das 2. Bewilligungsschreiben? Bist du seit 2 Jahren beim Sozialamt?
Wofür zahlst du den Abschlag an die Stadtwerke. Für Strom und Gas ?

Der einmalige Energiepreis-Zuschuss vom Staat war einmalig. Den gibts dieses Jahr nicht nochmal.
Die 50,- mehr monatlich ab Januar sind der neue Regelbedarf ( jetzt 502 statt 449), aber für den Lebensunterhalt.
Nicht für die KDU/Wohnkosten.

Das Amt passt niedie höheren Kosten an. Das Amt zahlt dir vielleicht mehr, wenn deine Kosten steigen.

Schreib doch bitte mal: Wieviel kam früher für KDU--- wie viel kommt jetzt für KDU ?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39601x hilfreich)

Zitat (von PSrecht123):
es werden keine neuen Abschlagszahlungen von den Stadtwerken verlangt.

Und was soll dann angepasst werden?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
PSrecht123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Anami
Ich bin schon sehr viel länger beim Sozialamt.
Die Nebenkosten der Stadtwerke sind für Gas und Strom.
Bei den Kosten der Unterkunft ist seit zwei Jahren alles gleich geblieben, heisst ich bekomme das selbe Geld vom Sozialamt wie vorher.Den genauen Betrag kann ich später schreiben
Meine Nebenkosten sind aber von 36€ auf 138€ gestiegen + Nachzahlung in Höhe von 140€.

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#4
 Von 
PSrecht123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Also vielleicht verstehe ich da was falsch. Meine monatlichen Abschlageszahlungen für Gas und Strom haben sich von 36€ auf 138€ erhöht.Ich dachte mir, das die Nebenkosten jährlich wegen gestiegenen Energiekosten vom Amt angeglichen werden oder zahlt das Amt einen festen Betrag der nicht verändert wird?

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#5
 Von 
TazDummchen
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 50x hilfreich)

Das Sozialamt muss die Kosten für die Betriebskosten und fürs Heizen zusätzlich zur Nettokaltmiete vollständig übernehmen, soweit sie angemessen sind. Das betrifft entsprechend auch Nachzahlungen im Rahmen der jährlichen Beko-/Heizkostenabrechnungen.

Für die stark gestiegenen Energiepreise kannst du nichts. Soweit deine persönlichen Verbrauchswerte nicht unangemessen hoch sind, ist das Sozialamt klar in der Pflicht.

Den Haushaltsstrom musst du wie jeder andere aus dem Regelsatz bestreiten.

-- Editiert von User am 29. Juni 2023 14:45

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#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31568 Beiträge, 5575x hilfreich)

Zitat (von PSrecht123):
Die Nebenkosten der Stadtwerke sind für Gas und Strom.
Wenn es Stromkosten für die Haushaltsenergie ist, dann zahlt dafür das Amt nichts. Diese Stromkosten sind im Regelbedarf enthalten.
Wenn es Stromkosten für Heizenergie sind,( elektr. Heizung), dann gehören diese zu den KDU, die das Amt zahlen sollte.

Zitat (von PSrecht123):
Meine Nebenkosten sind aber von 36€ auf 138€ gestiegen + Nachzahlung in Höhe von 140€.
Das dürften sehr viele schon erlebt haben. AB WANN sind diese Abschläge gestiegen?
Ab wann wollte dein Vermieter 138,- mtl. haben?

Hast du diese Erhöhung des Abschlags, die dein Vermieter will, dem Amt mitgeteilt?
Hat das Amt dir dazu was geschrieben?
Hast du die Jahresabrechnung für 2022 schon von deinem Vermieter erhalten?

Das Amt zahlt nicht einfach so mal soviel, wie der Vermieter will.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#7
 Von 
PSrecht123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Das habe ich mir eben auch gedacht.
Mir war unklar, wieso die Jahresabrechnung der Stadtwerke bezgl. der Nebenkosten immer beim Folgeantrag verlangt wurde und die letzten zwei Jahre eben nicht mehr…
Richtet sich denn die Obergrenze der angemessenen Heizkosten nach der Quadratmeterzahl der Wohnung und wo kann man das einsehen?

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#8
 Von 
TazDummchen
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 50x hilfreich)

Wenn die Abschläge für die Betriebs- und/oder Heizkosten steigen, reicht man das umgehend beim Sozialamt ein und beantragt die Übernahme. Dasselbe analog bei Nachzahlungen infolge Jahresabrechnungen. Daraufhin erhält man einen Bescheid in seinem Sinne oder aber man kann Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen und ggf. später sogar beim SG klagen.

Zitat (von PSrecht123):
Mir war unklar, wieso die Jahresabrechnung der Stadtwerke bezgl. der Nebenkosten immer beim Folgeantrag verlangt wurde und die letzten zwei Jahre eben nicht mehr…
Vllt. wollte das Amt auf elegantem Weg vermeiden, die gestiegenen Kosten und Nachzahlungen übernehmen zu müssen, die aufgrund der hohen Inflation, insbesondere bei Wärmeenergie, zu erwarten waren?

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#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31568 Beiträge, 5575x hilfreich)

Zitat (von PSrecht123):
und die letzten zwei Jahre eben nicht mehr…
Die müssen nicht extra immer wieder vom Amt verlangt werden. Du bist doch dort schon länger Kunde.
Wenn du mehr KDU wegen höherer Kosten willst, musst du das vom Amt fordern. Und dazu eben die Abschlagserhöhung vom Vermieter dem Amt vorlegen. Und sowieso jedes Jahr die BK-Abrechnung vorliegen.
Sonst zahlt das Amt stur wie früher.
Zitat (von PSrecht123):
Richtet sich denn die Obergrenze der angemessenen Heizkosten nach der Quadratmeterzahl der Wohnung und wo kann man das einsehen?
Nein, die richtet sich nach der Art des Energieträgers für die Heizung. (Gas oder Öl oder Fernwärme oder Strom).
Einsehen für deinen Ort kannst du das evtl. hier in dieser Sammlung:

https://harald-thome.de/informationen/bundesweite-dienstanweisungen-kdu.html

Oft steht nichts zu den Heizkosten dabei.

Aber dein Amt muss dir die Angemessenheitsgrenzen auch für Heizkosten auf jeden Fall ---auf Anfrage/Antrag--- nennen.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#10
 Von 
PSrecht123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Gut, dass meiste habe ich jetzt verstanden und möchte mich für alle Antworten und Meinungen bedanken.
Dankeschön

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