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Sperre trotz

 Von 
Jeanette123mitglied
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Sperre trotz

Hallo,

in 2018 hatte ich einen Anspruch auf ALG1 über 12 Monate. Erhalten habe ich dies allerdings nur 9 Monate, da ich ab Okt. 2019 wieder gearbeitet habe. Nach meinem Kenntnisstand bleibt der Andpruch auf die restlichen 3 Monate für 5 Jahre bestehen.
Wie ist nun die Rechtslage wenn ich meinen Arbeitsvertrag kündige ? Erhalte ich das ALG von 2018 ? Oder bekomme ich aufgrund der Kündigung dennoch zuerst eine Sperre von 3 Monaten? Und liegt das im Ermessen des Beabeiters?

Vorab schon mal vielen Dank.

Liebe Grüße,
Jeanette


-- Editiert von Moderator am 21.08.2019 13:57

-- Thema wurde verschoben am 21.08.2019 13:57

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Kündigung Arbeitsvertrag Anspruch ALG


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Gelehrter
(10734 Beiträge, 1725x hilfreich)

Deine Jahreszahlen stimmen nicht.

Zitat (von Jeanette123mitglied):
Nach meinem Kenntnisstand bleibt der Anspruch auf die restlichen 3 Monate für 5 Jahre bestehen.
Nicht ganz.
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__161.html
Absatz 2.
Zitat (von Jeanette123mitglied):
Wie ist nun die Rechtslage wenn ich meinen Arbeitsvertrag kündige
Wenn du jetzt kündigst, keinen wichtigen Grund dafür hast, setzt die Arbeitsagentur nach § 159 (1) SGB III eine Sperrzeit von 12 Wochen ein. Für die Kündigung DIESES Jobs.
Danach würdest du Anspruch auf die 3 (Rest)monate plus den Anspruch aus der jetzigen Beschäftigung haben. In der musst du mind. 1 Jahr sv-pflichtig beschäftigt sein.

Falls du also Oktober 2018---bis jetzt arbeitest, solltest du erst das Jahr vollmachen. Um neuen Anspruch zu haben.

Zitat (von Jeanette123mitglied):
Und liegt das im Ermessen des Beabeiters?
Nein, das sagt das Gesetz. Der alte Anspruch geht dir nicht verloren. Aber durch eigene Kündigung ohne wichtigen Grund verhältst du dich versicherungswidrig--- deshalb die Sperrzeit.

Hast du evtl. einen neuen Job ? Dann würde sich die Sperrzeit verkürzen.
Hast du evtl. einen wichtigen Grund für Eigenkündigung? Dann würde es keine Sperrzeit geben. Der wichtige Grund muss auch von der Arbeitsagentur als solcher anerkannt werden.

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#2
 Von 
Jeanette123mitglied
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Anami,
stimmt, meine Jahresangabe war falsch . Vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ich dachte ich komm vielleicht mit dem Restanspruch um die Sperre rum. Dann muss ich sie ggfs. akzeptieren.
Danke nochmals.
Jeanette

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#3
 Von 
sonnen8licht
Status:
Schüler
(189 Beiträge, 96x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Wenn du jetzt kündigst, keinen wichtigen Grund dafür hast, setzt die Arbeitsagentur nach § 159 (1) SGB III eine Sperrzeit von 12 Wochen ein. Für die Kündigung DIESES Jobs.
Danach würdest du Anspruch auf die 3 (Rest)monate plus den Anspruch aus der jetzigen Beschäftigung haben.

Das ist so nicht richtig.

Eine Sperrzeit mindert die Dauer des eigentlichen Leistungsbezuges. Denn der Anspruch auf Alg1 besteht ja dem Geunde nach, er ruht jedoch während der Sperrzeit.

Bei 12 Wochen Sperrzeit und 3 Monaten Restanspruch auf Alg1 reduziert sich die tatsächliche Auszahlung auf rund 1 Woche.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Gelehrter
(10734 Beiträge, 1725x hilfreich)

Ich hab mich falsch ausgedrückt.
Bei eigener Kündigung folgt eine Sperrzeit, korrekt. Die frisst den alten Anspruch fast auf. Ja. Korrekt.
Deshalb empfahl ich, das Jahr (Okt.18-Okt.19) vollzumachen und erst dann zu kündigen, damit daraus dann neuer ALG-Anspruch kommt. Für 12 Monate Beschäftigung dann mindestens 6 Monate.

Oder nicht?

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#5
 Von 
sonnen8licht
Status:
Schüler
(189 Beiträge, 96x hilfreich)

1. Ein unverbrauchter Restanspruch an Alg1 bleibt 4 Jahre lang bestehen, nicht 5.

2. Hat man in der Zwischenzeit einen neuen Anspruch wie von Anami als Möglichkeit geschildert erarbeitet, kommt dieser obenauf. Darauf sollte man bei Erhalt des Bescheides achten.

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