Sperrfristen beim Bezug von ALG I

31. Mai 2022 Thema abonnieren
 Von 
pinter
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)
Sperrfristen beim Bezug von ALG I

Liebes Forum,

angenommen eine Person erwägt den Wechsel aus dem öffentlichen Dienst im Bundesland 1 in den öffentlichen Dienst im Bundesland 2. Da die Person Kündigungsfristen einhalten muss, kann sie nur zum Quartalsende kündigen. Bis zur Beschäftigungsaufnahme in Bundesland 2 vergehen nach Quartalsende noch 2,5 Monate. Eine andere Möglichkeit, als wie beschrieben zu kündigen, besteht nicht. Die Anstellung in Bundesland 1 ist unbefristet, die in Bundesland 2 wäre zunächst auf ein Jahr befristet (mit der Aussicht auf Entfristung nach sechs Monaten). Es gibt unter anderem familiäre Gründe (Kinderwunsch), die zum Wechsel des Bundeslandes bewegen.

Muss die Person dann mit einer Sperre beim Bezug von ALG I rechnen oder liegt ein relevanter Grund vor, den die Arbeitsagentur wohlwollend berücksichtigen kann, sodass die Person für die 2,5 Monate ALG I empfangen kann?

Vielen Dank!
Pinter

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16347 Beiträge, 9246x hilfreich)

Dient der Wechsel des Bundeslands dazu, mit dem Partner zusammen zu ziehen / eine bislang vorhandene getrennte Haushaltsführung zu beenden?

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#2
 Von 
pinter
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, wenn alles klappt, wäre das so angedacht

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39619x hilfreich)

Zitat (von pinter):
Es gibt unter anderem familiäre Gründe (Kinderwunsch), die zum Wechsel des Bundeslandes bewegen.

Da man seinen Kinderwunsch in allen unseren Bundesländern verwirklichen kann, wird man das schon etwas substantiieren müssen will man Problem vermeiden.

Und man sollte das ganze zuvor mit dem zuständigen Sachbearbeiter abklären / abstimmen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16347 Beiträge, 9246x hilfreich)

Siehe
https://www.steuertipps.de/altersvorsorge-rente/finanzen/lsg-keine-arbeitslosengeldsperre-wegen-zusammenzug-mit-lebensgefaehrten

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#5
 Von 
pinter
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Infos.

- Die Partnerin lebt in München und der Partner in Berlin. Pendeln ist daher nicht wirklich möglich.
- Die räumliche Trennung besteht jetzt auch schon mehrere Jahre und war bedingt durch Studium/Referendariat des Partners.
- Der Partner hat ein Jobangebot in München bekommen, sodass die räumliche Trennung beendet werden könnte.

Denkt ihr, dass man das einem Sachbearbeiter so kommunizieren kann?

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39619x hilfreich)

Zitat (von pinter):
Die Partnerin lebt in München und der Partner in Berlin. Pendeln ist daher nicht wirklich möglich.

Berlin Hbf Abfahrt 07:15, München Hbf Ankunft 16:55
Erstaunlicherweise nur 3 Umstiege ... und das ganz für nur 9 EUR / Monat pauschal ...



Zitat (von pinter):
Denkt ihr, dass man das einem Sachbearbeiter so kommunizieren kann?

Ich würde da noch die Gründung der Familie mit reinbringen, das hat einen hohen Stellenwert in der Argumentation.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31617 Beiträge, 5580x hilfreich)

Zitat (von pinter):
Denkt ihr, dass man das einem Sachbearbeiter so kommunizieren kann?
Man soll sich 3 Monate vor Beschäftigungsende bei der AfA arbeitsuchend melden.
In diesem Zusammenhang kann man auf die Gründe der Eigenkündigung verweisen und sich vorher in den Fachl. Weisungen über den § 159 SGB III informieren.

Ab Seite 13 finden sich wichtige Gründe, die einer Sperrzeit entgegenstehen.
https://www.arbeitsagentur.de/datei/fw-sgb-iii-159_ba015166.pdf

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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