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Vereinfachter Antrag ALG 2 - Selbständigkeit - Auszug bei Eltern Ü25?

 Von 
MarkusC
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Vereinfachter Antrag ALG 2 - Selbständigkeit - Auszug bei Eltern Ü25?

Hallo und einen schönen guten Abend,

folgende Sachlage. Mein Bruder hat Anfang des Jahres eine Selbständigkeit begonnen. Trennung von der Freundin und aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und bei unserer Mutter untergekommen auch um Kosten zu sparen, bewusst da er die Selbständigkeit anstrebte.

Die Anfangsmonate der Selbständigkeit verliefen wie geplant gut. Seit dem ersten Lockdown gehen die Geschäfte zurück. Seit dem zweiten Lockdown noch wesentlich stärker. Der Jahresgewinn liegt nun unter 2400 Euro. Das Geschäft hat sich allerdings bewiesen, daran liegt es nicht. Bis Oktober war mein Bruder noch geringfügig angestellt, leider ebenfalls wegen C betriebsbedingt gekündigt.

Unserer Mutter (Rentnerin) und ich haben ihn so gut wie es eben geht finanziell unterstützt. Alle Ersparnisse sind nun aufgebraucht.. und das Schlimmste es "kriselt" sehr stark zwischen ihm und meiner Mutter. Normal war ein Auszug schon lange vorgesehen allerdings aus genannten Gründen nicht möglich.

Wir haben versucht uns zu informieren. Aufgrund der aktuellen Lage ist schwierig persönlich Beratung zu erhalten, daher hoffe und bitte ich um Ihre Hilfe.

Er ist nun in der Vorbereitung den "Vereinfachter Antrag" auf ALG2 zu stellen. -Formular: "https://www.arbeitsagentur.de/datei/ba146399.pdf" - Wir sehen darin die einzige noch bleibende Möglichkeit?! Alle anderen C Hilfen stehen ihm laut Aussage Gründungsberater nicht zu.

Nun wissen wir bei einigen Punkten nicht was wir eintragen sollen. Ich versuche ihm dabei zu helfen. Wir wollen natürlich alles wahrheitsgemäß schildern uns allerdings auch kein Eigentor schießen.


Frage 1 -
Mein Bruder zahlt offiziell keine Miete an meine Mutter. Hat aber soweit er konnte mit Einkäufen und Ähnlichem "ausgeglichen"/ unterstützt. Nun soll unter Punkt 3 Kosten für Unterkunft und Heizung eingetragen werden /bzw. Anlage HG Punkt 5. "Angaben zu den Kosten der Unterkunft". Wäre es Ratsam den "Ausgleich" zu beziffern und einzutragen?


Frage 2 -
Unter 4 Hauptantrag "Ich fühle mich gesundheitlich in der Lage, eine Tätigkeit von mindestens drei Stunden täglich auszuüben."- Ist es notwendig hier Ja oder Nein anzukreuzen?

Frage 4 -
Mein Bruder ist im Grunde zu stolz und hätte viel früher Unterstützung beantragen sollen. Ich nehme an das erst ab Antragstellung gerechnet wird und rückwirkend kein Anspruch besteht?


Frage 5 -
Würden meinem Bruder Zuschüsse für eine eigene Wohnung zustehen? Und ggf. Zuschüsse für einen Umzug? Unsere Mutter und er wohnen aktuell in Mülheim an der Ruhr, mein Bruder würde gerne wieder nach Ratingen ziehen, in welcher Stadt wäre der zur Sicherung des Lebensunterhalts zu stellen?

Frage 6 -
Da noch kein Jahresabschluss vorliegt. Wird der Gewinn aus der Selbständigkeit am besten durch die Gewinn- und Verlustrechnung oder durch eine Einnahmen-Überschussrechnung dargestellt. Müssen alle Zahlen erkennbar sein oder kann/soll man Posten schwärzen?



Vielen Dank bereits für diejenigen die sich unserer Sache annehmen mag, ich weiss das gerade in der aktuellen Lage mehr den je gefragt wird!



Mit freundlichen Grüßen

Markus C.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mutter Frage Beantragen Unterstützung


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(16465 Beiträge, 2567x hilfreich)

zu 1: Wenn er keinen Mietvertrag mit der Mutter hat, und ihr auch nichts zahlt, dann hat er auch keine Kosten der Unterkunft/KdU. Dann kann dort keine Summe rein. Hat man einen Vertrag, dann ist nichts auszugeleichen, sondern die Summe einzutragen. zB pauschal X €.
zu 2: JA ankreuzen. ER ist doch erwerbsfähig.
zu 3: Wenn er den Antrag noch im Januar abgibt, wird der Anspruch ab 1.1.2021 geprüft.
zu 4: Wie alt ist er denn? Wenn er 25 oder älter ist, kann er sich eine angemessene Wohnung suchen, deren Kosten das JC übernehmen würde. Unter 25--- wird auch die Mutter nach Einkommen/Vermögen gefragt. Sie gelten dann als 2-Personen-BG.
zu 5: So schnell dürfte es mit einer eigenen Wohnung nicht gehen, also wäre zunächst die Antragstellung in Mülheim zu machen.
zu 6: Es genügt zunächst, möglichst schnell den Haupantrag= Formular VA zu stellen.

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#2
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12411 Beiträge, 4186x hilfreich)

Zitat:
Mein Bruder zahlt offiziell keine Miete an meine Mutter.

Solange er tatsächlich keine Miete zahlt, hat er insoweit selbstverständlich auch keinen Anspruch gegen das Jobcenter. Es ist aber jederzeit möglich, das Zusammenwohnen auf ein neues, dann aber bitte auch ernst gemeintes, vertragliches Fundament zu stellen. Es kann auch jetzt noch ein Untermietvertrag oder eine Kostenbeteiligungsvereinbarung geschlossen werden. Letzteres vermeidet vermutlich die ansonsten sehr häufig zu führende Diskussion über eine vorliegende, oder nicht vorliegende Erlaubnis zur Untervermietung. Auch wenn eine solche das Jobcenter nichts angeht, ist das Verlangen derselben bei Vorlage eines Untermietvertrages schon fast Standard.

Eine Kostenbeteiligungsvereinbarung sollte sich ausdrücklich auf die Unterkunftskosten, sowie ggf. anteilige Strom-, Telefon-, Internetkosten und ähnliches beziehen und bitte nicht in der Art abgefasst werden, "x beteiligt sich mir y % ans den wöchentlichen Einkäufen." Die "normalen" Einkäufe sollten besser getrennt voneinander, oder meinetwegen auch im regelmäßigen Wechsel erledigt, bzw. bezahlt werden.

Zitat:
Unter 4 Hauptantrag "Ich fühle mich gesundheitlich in der Lage, eine Tätigkeit von mindestens drei Stunden täglich auszuüben."- Ist es notwendig hier Ja oder Nein anzukreuzen?

Erwerbsfähigkeit ist eine der Grundvoraussetzungen für den Bezug von ALG II. Jedenfalls dann, wenn man nicht in einer Bedarfsgemeinschaft mit einer erwerbsfähigen Person lebt, was hier wohl nicht der Fall ist. Insofern ist die Frage selbstverständlich wahrheitsgemäß zu beantworten.

Zitat:
Ich nehme an das erst ab Antragstellung gerechnet wird und rückwirkend kein Anspruch besteht?

Rückwirkend nur bis zum 1. des Monats, in dem der Antrag gestellt wird, d.h. nachweislich beim Jobcenter eingeht.

Zitat:
Würden meinem Bruder Zuschüsse für eine eigene Wohnung zustehen? Und ggf. Zuschüsse für einen Umzug?

Ich verstehe die Threadüberschrift so, dass Dein Bruder über 25 Jahre ist. Dann hat er jederzeit und ohne besondere Begründung das Recht, das "Hotel Mama" wieder zu verlassen und eine eigene Wohnung zu beziehen. Die angemessenen Kosten müssten vom dann zuständigen Jobcenter übernommen werden.

Aufgrund der gegebenen Umzugsnotwendigkeit wären auch angemessene Umzugskosten zu übernehmen. Fraglich ist allerdings, ob die Kosten auch für einen - konkret nicht notwendigen - Umzug von Mülheim nach Ratingen übernommen werden. Ich würd's aber auf einen Versuch ankommen lassen.

Zitat:
Da noch kein Jahresabschluss vorliegt. Wird der Gewinn aus der Selbständigkeit am besten durch die Gewinn- und Verlustrechnung oder durch eine Einnahmen-Überschussrechnung dargestellt.

Die Einnahme-/Überschussrechnung nebst Belegen sollte ausreichend sein.

Zitat:
Müssen alle Zahlen erkennbar sein oder kann/soll man Posten schwärzen?

Was bitte soll denn da an den Zahlen geschwärzt werden? Dein Bruder muss seine Bedürftigkeit und demzufolge auch die Höhe seines Einkommens nachweisen. Mit (teilweise) geschwärzten Belegen dürfte dieser Nachweis kaum zu führen sein.

Bei Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit wird übrigens ein (prognostisches) Durchschnittseinkommen gebildet und monatlich ein gleich hoher Betrag vorläufig auf den Leistungsanspruch angerechnet. Das gleiche gilt später auch für die endgültige Festsetzung, die nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes erfolgt. Aber Achtung: Aufgrund der aktuell verlängerten Sonderregelungen des § 67 SGB II erfolgt derzeit keine abschließende Festsetzung von Amts wegen, sondern nur auf Antrag. Den Antrag sollte Dein Bruder zu gegebener Zeit nur dann stellen, wenn das tatsächlich Durchschnittseinkommen geringer gewesen ist, als das vorläufig angerechnete.

Gruß,

Axel

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#3
 Von 
MarkusC
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die ausführlichen und sehr hilfreichen Antworten!
Einige Sachverhalte waren für uns noch nicht ganz klar.

Zitat (von Anami):

zu 4: Wie alt ist er denn? Wenn er 25 oder älter ist, kann er sich eine angemessene Wohnung suchen, deren Kosten das JC übernehmen würde. Unter 25--- wird auch die Mutter nach Einkommen/Vermögen gefragt. Sie gelten dann als 2-Personen-BG.


Sie haben richtig es erkannt, er ist 34 Jahre alt. Bei der Recherche ist mir aufgefallen, dass zwischen U25 und Ü25 unterschieden wird.

Zitat (von Anami):

zu 6: Es genügt zunächst, möglichst schnell den Haupantrag= Formular VA zu stellen.

Sprich die gesamten Anlagen kann er nachreichen, nehme ich an?

Zitat (von AxelK):

....Letzteres vermeidet vermutlich die ansonsten sehr häufig zu führende Diskussion über eine vorliegende, oder nicht vorliegende Erlaubnis zur Untervermietung.....


Ein Untermietvertrag liegt vor allerdings ohne vereinbarten Mietzins.

Zitat:

Bei Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit wird übrigens ein (prognostisches) Durchschnittseinkommen gebildet und monatlich ein gleich hoher Betrag vorläufig auf den Leistungsanspruch angerechnet.


Sprich: Er muss im Antrag EKS für jeden Monat das gleich hohen Betriebseinnahmen angeben?
Dies gilt dann auch für die normalerweise variierendem Ausgaben?
Würde etwas dagegen sprechen den Gewinn auf genau 0 zur berechnen, dies entspricht leider aktuell annähernd zutrifft. Oder läufe er dann Gefahr das Gewerbe unter Umständen abmelden zu müssen, da keine Wirtschaftlichkeit besteht?

Zitat:

Das gleiche gilt später auch für die endgültige Festsetzung, die nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes erfolgt. Aber Achtung: Aufgrund der aktuell verlängerten Sonderregelungen des § 67 SGB II erfolgt derzeit keine abschließende Festsetzung von Amts wegen, sondern nur auf Antrag. Den Antrag sollte Dein Bruder zu gegebener Zeit nur dann stellen, wenn das tatsächlich Durchschnittseinkommen geringer gewesen ist, als das vorläufig angerechnete.

Verstehe ich das richtig, dass er die prognostizierten Betriebseinnahmen für den vorläufigen Antrag entsprechend höher ansetzen sollte für den Fall der Fälle?
Wenn das tatsächliche Durchschnittseinkommen dann, wenn auch nur wenige Euro höher ausfällt, wird der Antrag nicht verlängert, korrekt?

Vielen herzlichen Dank dass Sie sich die Zeit für uns nehmen! Das bedeutet uns wirklich viel!

Viele liebe Grüße von meinem Bruder und mir !

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#4
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(16465 Beiträge, 2567x hilfreich)

Zitat (von MarkusC):
dass zwischen U25 und Ü25 unterschieden wird.
Ja. Er ist mit 34 also eine eigene 1-Personen-BG. Das Einkommen der Mutter spielt nun keine Rolle.
Zitat (von MarkusC):
Sprich die gesamten Anlagen kann er nachreichen,
Ja. Er kann sie aber auch gleich mit einreichen, wenn er es noch im Monat Januar schafft.
Zitat (von MarkusC):
Ein Untermietvertrag liegt vor allerdings ohne vereinbarten Mietzins.
Schwer nachvollziehbar. Was steht denn da überhaupt drin? Kann man da jetzt was ändern?
Zitat (von MarkusC):
Er muss im Antrag EKS für jeden Monat das gleich hohen Betriebseinnahmen angeben?
Nein. in der vEKS Vorausschau=vorläufig kann er prognostisch einschätzen, wie sich die Einnahmen ändern. zB Eisverkäufer--- hat vermutlich in den Sommermonaten mehr Einnahmen. zB Skiliftbetreiber oder Rodelverleiher eher mehr im Winter...
Zitat (von MarkusC):
Würde etwas dagegen sprechen den Gewinn auf genau 0 zur berechnen,
Nein, berechnen muss man noch nichts...Es ist ja zunächst Prognose... Wenn er nichts einnimmt und nur Ausgaben hat, hat er Verlust...
Nein, das Gewerbe müsste keinesfalls abgemeldet werden. Es geht hier noch lange-lange nicht um Wirtschaftlichkeit. Es geht hier um Sozialleistungen, die wegen coronabedingter *Nebenwirkungen* und/oder Startschwierigkeiten nötig werden.

Die Angabe höherer prognostizierter Einnahmen/vEKS führt dazu, dass das JC diese Einnahmen *annimmt* und dein Bruder weniger hilfebedürftig wird=weniger Alg2 erhält.
zB vEKS mit mtl. 200,----> Ergebnis: Alg2 höher als vEKS mit mtl. 400,-
In der abschließenden Berechnung/aEKS zeigt sich erst, ob das JC zu viel oder zu wenig gezahlt hatte.

Zitat (von MarkusC):
wird der Antrag nicht verlängert, korrekt?
Nein. Falsch. ER wird vielleicht noch einen Weiterbewilligungsantrag stellen---für weitere 6 Monate.
Ergibt die aEKS (zB nach 6Monaten), dass seine Einnahmen so hoch waren, dass er kein Alg2 mehr benötigt, würde der WB-Antrag nur abgelehnt.

Aus Erfahrung und unabhängig von der Pandemie: Allzu optimistische Einschätzung der Geschäftsentwicklung führt zu erhöhten bürokratischen Aufwand und dem fortwährenden *Tanz auf Messers Schneide*.
Das JC holt sich auf jeden Fall jeden Cent zu viel gezahlt wieder zurück.

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#5
 Von 
MarkusC
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank Anami, das hilft uns sehr!

Zitat (von Anami):

Aus Erfahrung und unabhängig von der Pandemie: Allzu optimistische Einschätzung der Geschäftsentwicklung führt zu erhöhten bürokratischen Aufwand und dem fortwährenden *Tanz auf Messers Schneide*.
Das JC holt sich auf jeden Fall jeden Cent zu viel gezahlt wieder zurück.

Könnten Sie bitte zu dem Teil nochmal erläutern, was den bürokratischen Aufwand nach sich zieht. Vielleicht anhand unseres Beispiels.

Mein Bruder hat nun den Jahresabschluss vorbereitet und errechnet, dass er im Jahr 2020 im Schnitt rund 7300 Euro Einnahmen und im Schnitt rund 7200 Ausgaben (inkl. Investitionen) hatte.
Mein Bruder wollte die Zahlen gleich so als Prognose übernehmen.
Allerdings lese ich aus Ihren Postings heraus, dass dies nicht der "geschickteste" Weg sei.

Und wie verhält es sich mit den Eintragungen der Höhe der Einnahmen/Ausgaben der einzelnen Monate in der vEKS.
Da er erst weniger als ein Jahr im Geschäft ist, lässt sich eine Schwankung schwierig voraus sagen, somit wollte er für jeden Monat Einnahmen/Ausgaben in derselben Höhe eintragen.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort.

Vielen Dank und einen schönen Abend!

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#6
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(16465 Beiträge, 2567x hilfreich)

Zitat (von MarkusC):
Mein Bruder wollte die Zahlen gleich so als Prognose übernehmen.
Wenn er diese Prognose stellt, dann hat er voraussichtlich im Jahr 2021 auch nur 100,- Gewinn pro Monat.
Das ist natürlich sehr auffällig, aber wenn die Einnahmen durch derartig hohe Ausgaben geschluckt werden, dann ist das so. Kein gutes Geschäftsmodell für die Zukunft, würde ich sagen.
Die Investitionen sind ja in 2020 getätigt worden---die dürften doch im ersten HJ 2021 nicht mehr als Betriebsausgaben in voller Höhe erscheinen, oder?

Es geht ganz sicher nicht um *geschickt* oder ungeschickt.
Die Gestaltungsräume sind im SGB II nicht groß, denn man ist hilfebedürftig für das Notwendigste, weil man selbst nicht schafft, was man braucht.

Bürokratischer Aufwand: Einnahmen und Ausgaben sind nachvollziehbar zu dokumentieren, dem JC die beiden EKS vorzulegen, evtl. sind andere Nachweise zu erbringen. Belege-Belege-Belege--- ähnlich dem Finanzamt.
Man hört öfter mal, dass Selbständige eigentlich einen Mitarbeiter nur zur Befriedigung der JC-Wünsche benötigen, weil sie selbst nicht mehr zum eigentlichen Geschäft kommen. Manch einem liegt die Büroarbeit mehr, dem anderen weniger...

Natürlich lassen sich Einnahmen/Ausgaben schwer voraussagen, dazu gibt es ja die vorläufige/vorausschauende EKS als Prognose und dann nach 6 Monaten---die "Quittung"/die abschließende EKS als Rückschau.
Dann wird ausgeglichen, d.h. geprüft, hat das JC zu viel oder zu wenig bezahlt in diesen letzten 6 Monaten?

ICH würde als Neuling und am Tropf des JC keine optimistische Einnahmen/Ausgaben-Darstellung machen. Wenn auch noch die Pandemie ein Hemmschuh ist, dann erst recht nicht.

ICH würde anfangs monatlich etwas mehr vom JC bekommen wollen und das dann uU später zurückzahlen...als umgekehrt.
ICH würde anfangs also die Einnahmen etwas pessimistischer/zurückhaltender beziffern...oder eben die Ausgaben begrenzen.

Es kommt natürlich sehr auf die Art des Geschäfts an---

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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