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Wegen Dauerkrankheit Urlaubsanspruch ausgezahlt, Anrechenbarkeit auf ALGII

14.11.2019 Thema abonnieren
 Von 
Müller12
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Wegen Dauerkrankheit Urlaubsanspruch ausgezahlt, Anrechenbarkeit auf ALGII

Hallo liebe Community, mich plagt folgender Sachverhalt.
Meine Frau ist seit Januar krankgeschrieben und hat zum 31.12.2019 gekündigt und beginnt am 01.01.2020 eine neue Stelle. Sie bezieht seit September ALGII. Da sie in 2019 keinen Urlaub genommen hat, muss der Arbeitgeber die Urlaubstage auszahlen. Soweit so gut.

Nun die Frage: Wird der Betrag aus 30 Tagen Urlaub, bezahlt/überwiesen durch Arbeitgeber am 15.12.2019, auf der ALGII angerechnet und müssten wir somit einen großen Betrag zurückzahlen? Oder wird das nicht angerechnet und wir müssen uns u.a. steuerlich keine Sorgen machen?

Danke für die Hilfe :)
Liebe Grüße


-- Editiert von Moderator am 14.11.2019 15:56

-- Thema wurde verschoben am 14.11.2019 15:56

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(30454 Beiträge, 16413x hilfreich)

Wird der Betrag aus 30 Tagen Urlaub, bezahlt/überwiesen durch Arbeitgeber am 15.12.2019, auf der ALGII angerechnet Ja, natürlich.
und müssten wir somit einen großen Betrag zurückzahlen? Das ist anzunehmen.
Oder wird das nicht angerechnet und wir müssen uns u.a. steuerlich keine Sorgen machen? Was genau hat das jetzt mit Steuern zu tun?

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23375 Beiträge, 4593x hilfreich)

Warum meinst du, dass die Abrechnung des AG zum 15.12. kommt?
Ja, die Abgeltung der Urlaubstage ist Einkommen aus der Erwerbstätigkeit.
Ja, es wird angerechnet auf das Alg2 .
.

Zitat (von Müller12):
Sie bezieht seit September ALGII.
Sie? Du auch, also ihr beide, oder?
Braucht ihr ab dem 1.1. noch ergänzendes Alg2?

Die Rückerstattung kann man, je nach Höhe, uU auch in Raten erledigen. Dazu sollte man den Bescheid des JC ganz genau und komplett lesen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Müller12
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Warum meinst du, dass die Abrechnung des AG zum 15.12. kommt?

Da bekommt sie immer ihr Gehalt! Sprich das wird vor dem Jobwechsel die letzte Gehaltsabrechnung vom alten AG sein. Würde es was bringen, wenn wir die Auszahlung auf 2020 schieben? Sie arbeitet dann regulär und somit wäre das Gehalt erst im nächsten Jahr gezahlt und somit nicht mehr anrechenbar auf ALG2 2019?

Ja, die Abgeltung der Urlaubstage ist Einkommen aus der Erwerbstätigkeit.
Ja, es wird angerechnet auf das Alg2 .
.
Zitat (von Müller12):
Sie bezieht seit September ALGII.
Sie? Du auch, also ihr beide, oder?
Braucht ihr ab dem 1.1. noch ergänzendes Alg2?

Nein, nur sie alleine. Und ebenfalls nein bei weiteren ALG2 Bezug, weil regulärer VZ Job.

Die Rückerstattung kann man, je nach Höhe, uU auch in Raten erledigen. Dazu sollte man den Bescheid des JC ganz genau und komplett lesen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12723 Beiträge, 4324x hilfreich)

@Müller:

Zur Ergänzung:

Es darf maximal soviel vom Jobcenter zurückgefordert werden, wie für Dezember an Leistungen erbracht wurde, aber natürlich auch nicht mehr, als das einmalige Einkommen aus der Urlaubsabgeltung.

Kann man mit dem Arbeitgeber nicht vereinbaren, dass das Geld erst im Januar gezahlt wird? Dann wäre gar nichts zurückzuzahlen.

Gruß,

Axel

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Müller12
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

,

Zitat (von AxelK):


Kann man mit dem Arbeitgeber nicht vereinbaren, dass das Geld erst im Januar gezahlt wird? Dann wäre gar nichts zurückzuzahlen.

Axel


Das wäre die Gretchenfrage... und eigentlich auch meine Laienhafte Vermutung! Das wäre klasse, wenn das so klappen würde.
Ich kenne das von meiner Firma so, aber beim öffentlichen Dienst (Krankenhaus) bin ich mir nicht so sicher... müsste man sich mal an HR wenden.
Danke für den Impuls!

0x Hilfreiche Antwort

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