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Welche Rechte habe ich bei der LTA der DRV?

 Von 
FrauStressfrei
Status:
Praktikant
(535 Beiträge, 128x hilfreich)
Welche Rechte habe ich bei der LTA der DRV?

Mir wurde aufgrund gesundheitlicher Probleme eine Leistung zur Teilhabe bewilligt. Dann kam der erste Beratungstermin. Da ich vom Ausbildungsberuf her Altenpflege gelernt habe wollte ich gerne eine Umschulung als Kauffrau für Gesundheitswesen machen. Ich bin 48 muss also noch 19 Jahre arbeiten.
Jedoch wurde mir das gleich ausgeredet. Es hieß, ich hätte 3 Möglichkeiten 1. ich finde einen Arbeitgeber der mich leidensgerecht einstellt. Dieser würde dann 3-6 Monate mein Gehalt ersetzt bekommen 2. einen 3 monatige Maßnahme, deren Sinn mich nicht erschloss. Also irgendsowas unsinniges, was auch Hartz4 Empfänger machen ( ich war noch nie arbeitslos) oder 3. irgendwelche Hilfsmittel die mir den Job leichter machen.
Das ist doch absurd!!!
Jedenfalls will ich das alles nicht. Notfalls suche ich mir selbst einen Job, zb in der Beschäftigung für Senioren, da muss ich nicht so zupacken.
Noch bin ich krankgeschrieben, aber irgendwann kommt der Punkt der Entscheidung.
Jetzt meine Frage an euch: wo kann ich erfahren, welche Rechte ich hab. Hab ich wirklich kein Recht auf eine Umschulung bzw. entsprechende Fortbildungen? Die Fortbildung für die Seniorenbeschäftigung geht zb nur 12 Monate.
Sowas würde auch Sinn machen.
Wie kann ich das durchboxen? Gibt es da § ? Wie gesagt, bewilligt ist die Teilhabe. Nur die Form und Ausführung ist strittig

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Job SGB Umschulung Teilhabe


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sonnen8licht
Status:
Beginner
(113 Beiträge, 63x hilfreich)

Grundsätzlich hat man Anspruch auf alle möglichen Leistungen, die es bei LTA gibt. Die Ablehnung einzelner Massnahmearten wie Umschulung muss, wenn sie explizit beantragt wurden, begründet werden.
Das wird dem Träger dann schon schwerfallen. Allein aus Altersgründen abzulehnen wäre rechtswidrig. Die schriftliche Entscheidung darüber fordern wäre sinnvoll.

Je nachdem, wo die gesundheitlichen Einschränkungen liegen, wäre die 12monatige Fortbildung auf jeden Fall denkbar.
Die meisten Alltagsbegleiter müssen auch mal in der Pflege mit zupacken und nicht nur für Beschäftigung sorgen etc.
Vollzeitbeschäftigung in diesem Bereich ist selten.
Muss alles bedacht werden.

Ob man mit 48-50 Jahren noch dem Stress einer neuen Ausbildung/Umschulung von 2 Jahren gewachsen ist, muss man zunächst für sich entscheiden.
Bei einer Ablehnung einer solchen Massnahme käme ja noch weitere Wartezeit hinzu durch Widerspruch und ggf. Klage.
In der Zwischenzeit muss man zusehen, durch welche Leistungen man noch finanziell abgesichert ist.

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#2
 Von 
sonnen8licht
Status:
Beginner
(113 Beiträge, 63x hilfreich)
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#3
 Von 
Kamur
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 8x hilfreich)

Ich hatte selbst mal einen LTA bei der DRV und wollte auch eine Umschulung machen, hat aber nicht funktioniert.

Die wichtigste Frage vorab:

Welcher Art war die letzte Tätigkeit bevor es zum Gesundheitsproblem gekommen ist?

Die DRV bezahlt Umschulungen nur dann, wenn der letzte Arbeitsplatz eine Facharbeiterstelle war. Hatte man das nicht, dann wird es sehr schwer eine Umschulung durchzubekommen und das wird dann letztendlich vor Gericht gehen. Die Chancen damit durchzukommen, liegen allerdings bei 30-50%. Mein Anwalt hatte mir davon abgeraten.

Wenn man keine Facharbeiterstelle hatte, dann bekommt man von der DRV nur Maßnahmen zur Qualifizierung bezahlt. Das kann dann z.B. auf dem erlernten Beruf eine Weiterbildung sein (so wie bei mir), um damit dann einen leidensgerechten Job zu finden.

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#4
 Von 
sonnen8licht
Status:
Beginner
(113 Beiträge, 63x hilfreich)

Zitat (von Kamur):

Die DRV bezahlt Umschulungen nur dann, wenn der letzte Arbeitsplatz eine Facharbeiterstelle war. Hatte man das nicht, dann wird es sehr schwer eine Umschulung durchzubekommen und das wird dann letztendlich vor Gericht gehen.

Das ist grundsätzlich richtig.
Gefördert wird nur eine Massnahme auf gleichwertigem Bildungsniveau, welches man zuvor hatte. Ausnahmen gibt es aber auch hier.

Bei einer gelernten Altenpflegerin kann man jedoch von Facharbeiterabschluss ausgehen.

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