Wie lange darf ein Wohngeldantrag dauern?

9. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
ip580649-32
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Wie lange darf ein Wohngeldantrag dauern?

Hallo,

Ich beziehe schon seit ca 2 Jahren Wohngeld. Im März diesen Jahres lief die Bewilligung aus und ich musste einen Weiterbewilligungsantrag stellen, welcher in der Bearbeitung eigentlich nicht hätte lange dauern dürfen, da sich bei mir zu diesem Zeitpunkt nichts geändert hatte. Erst im Mai bekam ich Post, welche Unterlagen fehlen würden. Diese habe ich unverzüglich nachgereicht. Ab da tat sich gar nichts mehr. In der Zwischenzeit hat sich bei mir viel geändert, da ich im Juni Zwillinge entbunden habe.
Im September rief ich bei der Stadt an und fragte nach, wie lange es denn noch dauern würde. Da sagte man mir, ich solle mich noch gedulden, da mein Antrag im Stapel noch nicht weit oben liegen würde. Die Dame sagte mir auch, dass ich alle neuen Unterlagen wie zB die Geburtsurkunden der neuen Kinder auch noch einreichen soll. Auch das tat ich unverzüglich.
Stand jetzt, 09. November 2023 habe ich weiterhin noch immer nichts von meinem Antrag aus dem März gehört und logischerweise auch kein Geld erhalten. Da ich nun nur noch Elterngeld erhalte bin ich eigentlich schon sehr auf das Geld angewiesen, sonst würde ich es ja auch nicht beantragen.
Meine Frage ist nun, wie lange darf das ganze denn wirklich noch dauern und bekomme ich das ganze Geld für diesen langen Zeitraum wirklich nachgezahlt?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von ip580649-32):
wie lange darf das ganze denn wirklich noch dauern
Man kennt die Überlastung der Wohngeldstellen. Ich sehe noch keine Untätigkeit der Behörde, gegen die man vorgehen könnte.

Dass man im Mai noch Unterlagen von dir wollte, zeigt, dass man deinen WBA schon in Bearbeitung hatte.
Dann hat sich bei dir im Juni durch die Zwillinge Relevantes verändert, was du aber wohl nicht zeitnah mitgeteilt hast. Es sind ab xxJuni 2 Haushaltsmitglieder mehr geworden.
Erst im September....konnte die Wohngeldstelle mit aktuellen Nachweisen das Wohngeld neu zu berechnen.

Da dein WBA rechtzeitig gestellt wurde und inzwischen die aktuellen Nachweise vorliegen, sollte das Wohngeld ab 04/23 auch nachgezahlt werden, sofern du mit +2 Personen noch Anspruch hast.
Zitat (von ip580649-32):
Da ich nun nur noch Elterngeld erhalte
Dazu aber doch inzwischen auch Kindergeld von mtl. 500,-€, oder auch noch nicht?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
ip580649-32
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja klar, bekomme Kindergeld aber Kinder sind sehr teuer zumal mir ja auch ein erheblicher Teil vom Lohn und das Wohngeld bereits seit März fehlt.

War sehr wahrscheinlich ein dummer Fehler, aber ich hab die Geburt der Kinder „mit Absicht" erst nicht angegeben, weil der Antrag ja quasi noch in der Schwebe war und ich dachte, wenn ich jetzt noch Änderung hinterher schicke kommt beim Amt alles völlig durcheinander und der Antrag wird nie fertig.
Ich hab auch völliges Verständnis dafür, dass die Ämter überarbeitet sind und hab ja jetzt auch schon echt lange Geduld gehabt, aber irgendwie sitzt man trotzdem auf heißen Kohlen und wartet jeden Tag auf den Bescheid.

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#3
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(13035 Beiträge, 4437x hilfreich)

Zitat:
Man kennt die Überlastung der Wohngeldstellen.


Was jedoch grundsätzlich keine Rechtfertigung der langen Bearbeitungsdauern rechtfertigt.

Zitat:
Ich sehe noch keine Untätigkeit der Behörde, gegen die man vorgehen könnte.


Ich schon. Auch für die Wohngeldstelle ist - jedenfalls in der Theorie - an die gesetzlichen Bearbeitungsfristen gebunden. Drei Monate nach Antragstellung kann insoweit Untätigkeitsklage vor dem Verwaltungsgericht erhoben werden (§ 75 VwGO). Nicht mit jeder Anforderung/Vorlage weiterer Unterlagen wird die Frist neu in Gang gesetzt.

Zitat:
Meine Frage ist nun, wie lange darf das ganze denn wirklich noch dauern und bekomme ich das ganze Geld für diesen langen Zeitraum wirklich nachgezahlt?


Grundästzlich müsste der Antrag innerhalb von drei Monaten beschieden werden. Nach Ablauf dieser Zeit kannst Du Klage vor dem Verwaltungsgericht erheben, die - anders als im Sozialrecht - auch nicht allein auf Bescheidung des Antrags, sondern auf die Verpflichtung der Behörde zur Leistungserbringung gerichtet sein kann.

Es ist allerdings durchaus zu befürchten, dass eine Klage nicht wirklich zu einer Beschleunigung führen wird, weil die Verwaltungsgerichte nicht viel weniger überlastet sind, als die Wohngeldstellen.

Das einzig gute ist, dass Du das Wohngeld für die gesamte Zeit nachgezahlt bekommen wirst, wenn denn weiterhin ein Anspruch besteht.

Zitat:
Da ich nun nur noch Elterngeld erhalte


Hast Du keinen Anspruch auf Arbeitslosen- oder Bürgergeld? Wobei beim Bürgergeld insoweit Vorsicht geboten ist, alsdass eine Wohngeldnachzahlung dort angerechnet wird.

Gruß,

Axel

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von ip580649-32):
und ich dachte, wenn ich jetzt noch Änderung hinterher schicke kommt beim Amt alles völlig durcheinander und der Antrag wird nie fertig.
Das war vermutlich falsch gedacht. Durcheinander kommt doch nichts. Es ändert sich nur die Berechnung für das Wohngeld. Es sind nun 2 Personen mehr und das Einkommen hat sich auch geändert.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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