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Wohngeld als nichteingetragener Mieter

 Von 
Ina76123
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Wohngeld als nichteingetragener Mieter

Wir haben das Haus von Oma seit 4Jahren an eine Frau und ihre zwei Kinder vermietet, die damals von ihrem gewalttätigem Freund geflüchtet ist.
Es lief alle immer problemlos über den Jobcenter mit der Miete.

Im Sommer letzten Jahres hat sie ihn geheiratet und er ist mit in das Haus gezogen.
Alles unter Absprache mit uns.
Sie steht im Mietvertrag und für ihn hab ich ein Schreiben verfasst, dass er mit dem Inhalt des Mietvertrages einverstanden ist.
Alle Parteien waren einverstanden und haben unterschrieben.

Jetzt möchte er einen Wohngeldantrag stellen und sagt, dafür müsse er im Mietvertrag stehen.
Ist das richtig?
Ich möchte ihn nicht so gerne im Mietvertrag stehen haben, aufgrund der Vorgeschichte.
Ich möchte nur wissen,ob es tatsächlich so ist .Er kann doch als Ehemann und Verdiener Wohngeld beantragen, wenn er die Mietbescheinigung von uns hat,oder?

Danke im voraus!




-- Editiert von Moderator am 16.03.2020 15:10

-- Thema wurde verschoben am 16.03.2020 15:10

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mietvertrag Haus richtig Wohngeld


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(77443 Beiträge, 33359x hilfreich)

Zitat (von Ina76123):
Ich möchte ihn nicht so gerne im Mietvertrag stehen haben,

Da er einen Mietvertrag mit euch hat, ist das eigentlich egal.



Zitat (von Ina76123):
Jetzt möchte er einen Wohngeldantrag stellen und sagt, dafür müsse er im Mietvertrag stehen.
Ist das richtig?

Nein, das ist falsch. Er muss nur Mietvertrag mit euch haben und denn hat er ja.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12191 Beiträge, 1893x hilfreich)

Zitat (von Ina76123):
Jetzt möchte er einen Wohngeldantrag stellen und sagt, dafür müsse er im Mietvertrag stehen.
Ist das richtig?
Ja, Wohngeld erhält evtl. nur ein Mieter.
http://www.gesetze-im-internet.de/wogg/__3.html
Aber:
Die Frau kann doch den Wohngeldantrag für die Familie stellen. Sie steht im Mietvertrag. Sie wäre dann die Wohngeldberechtigte.

Die Familie wird keinen Anspruch auf Leistungen des JC mehr haben, wenn der Mann genügend für 4 verdient.
Übrigens: Es gibt entweder Wohngeld oder Hartz 4 für diese Familie.

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30073 Beiträge, 12156x hilfreich)

Wie sich die Familie (Mieter) mit den Ämtern auseinander dividiert, das kann dem Vermieter doch egal sein.

wirdwerden

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#4
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

@ HvS

Wieso hat er einen Mietvertrag? Er hat lediglich einen Zettel unterschrieben dass er mit dem Mietvertrag einverstanden ist, es kommt doch darauf an, was genau in diesem bzw auf diesen Zettel vereinbart wurde. Da müsste man den genauen Wortlaut gehen, deswegen kann man nicht beurteilen, zur Zeit, ob der Mann nun mit in den Mietvertrag aufgenommen wurde oder nicht. Ich schätze aufgrund der laienhaften Formulierung ist es durchaus möglich, dass das Tablet in unwirksam ist, was auch immer es bedeuten sollte.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(77443 Beiträge, 33359x hilfreich)

Zitat (von AltesHaus):
Wieso hat er einen Mietvertrag?

Er ist der Ehemann und hat schriftlich mitgeteilt, dass er mit dem Mietvertrag einverstanden ist. Das dürfte den tendenziell mieterfreundlichen Gerichten reichen ...



Zitat (von Anami):
Ja,

Schleicht und ergreifend falsch.

Aber das Gegenteil kann man dann doch sicherlich mit offiziellen Quellen wie Gesetzen oder Gerichtsurteilen belegen?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(520 Beiträge, 152x hilfreich)

Er hat sozusagen in den bestehenden Mietvertrag eingeheirstet. Es ist durch die Heirat quasi automatisch Bestandteil des Mitvertrages. Der unterschrieben Zettel ist überflüssig und nutzlos. Auch gegenüber dem Amt ist er Teil der Familie und kann Wohngeld beantragen. Wenn sie verschiedene Namen haben..Heiratsurlunde beilegen. Aber im vorliegenden Fall würde ich dieser Frau empfehlen selbst das Wohngeld zu beantragen und ihre Kontonummer angeben.

Signatur:
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#7
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12191 Beiträge, 1893x hilfreich)

Mal ganz neutral und sachlich:

1. Ein nachträglich zugezogener Ehemann ist nicht durch eine eigene Erklärung der Vermieterin gegenüber schon im Mietvertrag.
2. In dem Mietvertrag steht die Frau (evtl. auch die beiden mdj. Kinder). Der jetzt zum Ehemann gewordene frühere Schläger steht dort nicht drin.
3. Die Wohngeldstelle interessiert nicht, was die Vermieterin auf Zettel schreibt.
4. Eine Mietbescheinigung/Vermieterbescheinigung gibt der Vermieter dem Mieter.
5. Ein mieterfreundliches Gericht---ist noch nicht in Sicht. Zuerst will man Wohngeld. Als staatliche kommunale Leistung.

Falls ich etwas schlicht und ergreifend falsches geschrieben habe... möge der Ehemann mit dem Mietvertrag zur Wohngeldstelle gehen und (mit dem Zettel) Wohngeld für die Familie beantragen.

Zitat (von aspergius):
Es ist durch die Heirat quasi automatisch Bestandteil des Mitvertrages.
Ich nehme an, die Wohngeldstelle hat dem Ehemann anderes gesagt.
Zitat (von aspergius):
Aber im vorliegenden Fall würde ich dieser Frau empfehlen selbst das Wohngeld zu beantragen
Und warum, wenn ich fragen darf? Als automatischer Bestandteil wäre er doch auch wohngeldberechtigte Person.

https://wohngeldantrag.de/checkliste.html
Die Wohngeldstelle verlangt u.a. den Mietvertrag und die Vermieterbescheinigung.
http://www.gesetze-im-internet.de/wogg/__3.html
Absatz 1

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(77443 Beiträge, 33359x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Die Wohngeldstelle verlangt u.a. den Mietvertrag

Wenn sie das macht, wäre das rechtswidrig und man könnte dagegen klagen



Zitat (von Anami):
http://www.gesetze-im-internet.de/wogg/__3.html
Absatz 1

Lesen und verstehen - nirgendwo was von Mietvertrag vorlegen gefunden.



Zitat (von Anami):
Ein nachträglich zugezogener Ehemann ist nicht durch eine eigene Erklärung der Vermieterin gegenüber schon im Mietvertrag.

Korrekt - ist aber irrelevant, da der Sachverhalt hier ja nicht gegeben ist.



Zitat (von Anami):
2. In dem Mietvertrag steht die Frau (evtl. auch die beiden mdj. Kinder). Der jetzt zum Ehemann gewordene frühere Schläger steht dort nicht drin.

Falsch - und irrelevant ob er darin steht.



Zitat (von Anami):
3. Die Wohngeldstelle interessiert nicht, was die Vermieterin auf Zettel schreibt.

Doch das tut sie sehr wohl.
Und sollte es sie nicht interessieren, könnte man sie bei sachverahltsrelevantem Inhalt auf Kenntnisnahme verklagen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#9
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12191 Beiträge, 1893x hilfreich)

Dann möge die Fragestellerin als Vermieterin dem Ehemann doch übermitteln, wie du das siehst. Und was der Ehemann tun sollte.
Klagen, wenn die Wohngeldstelle nicht mitspielt...

Ich bin gespannt, was draus wird.

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#10
 Von 
Ina76123
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Wohngeldstelle sagte zu mir am Telefon: Es soll doch einfach die Mieterin den Wohngeldantrag stellen.
Sie steht im Mietvertrag und alles ist paletti.

So habe ich es der Mieterin mitgeteilt.
Ich bekam Floskeln ,wie :Mein Mann bezahlt die Miete aber....Ich habe es auch schon versucht...

Ich habe klipp und klar mitgeteilt, dass er nicht in den Mietvertrag geschrieben wird.

Nach dem Besuch der Wohngeldstelle haben sie sich nicht mehr gemeldet....

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#11
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12191 Beiträge, 1893x hilfreich)

Zitat (von Ina76123):
Es soll doch einfach die Mieterin den Wohngeldantrag stellen.
Genau.
Zitat (von Ina76123):
Nach dem Besuch der Wohngeldstelle haben sie sich nicht mehr gemeldet....
Kann dir egal sein. Hauptsache, du bekommst monatl. die vereinbarte Miete.
Die Mieter können bei Bedarf selber klagen...

Evtl. verzichten sie jetzt lieber auf Wohngeld...das muss schließlich keiner nehmen...

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