Wohngeld ohne schriftlichen Mietvertrag

21. Juni 2023 Thema abonnieren
 Von 
CSL
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Wohngeld ohne schriftlichen Mietvertrag

Hallo zusammen,

Zu meiner Frage.

Ist ein Mietvertrag in schriftlicher Form für die Beantragung von Wohngeld zwingend erforderlich?

Zum Sachverhalt.

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus das meinen Eltern gehört.
Neben uns wohnen die Vermieter und noch weitere Mieter "nicht Familienmitglieder" in verschiedenen Wohnungen des Hauses.

Wir zahlen die Wohnungs,- und Hausnebenkosten ( die Abrechnung wird von einem externen Unternehmen erstellt) nachweislich per Überweisung an den Vermieter.
Eine Miete für die Wohnung selbst zahlen wir nicht.
Einen schriftlichen Mietvertag haben wir nie geschlossen, da dieser gesetzlich nicht vorgeschrieben ist und wir diesen aufgrund unseres Verhältnisses auch nicht brauchten.
Die Wohnung ist als Eigenbedarf deklariert, das ist auch alles offiziell und auch auf der Steuererklärung usw. angegeben.
Es wurden alle Nachweise und benötigten Unterlagen an die Wohngeldstelle geschickt. Inklusive der geforderten Mietbescheinigung aus der alle relevanten Daten auch die Zahlung und Aufschlüsselung der Nebenkosten hervor geht.
Jetzt verlangt die Wohngeldstelle noch einen Mietvertrag, obwohl ich bereits angegeben habe das wir keinen schriftlichen Mietvertrag geschlossen haben. Kann der Antrag nun abgelehnt werden obwohl ja das Mietverhältnis durch alle angaben belegbar ist?

Danke für eure Antworten

Grüße
CSL

-- Editiert von User am 21. Juni 2023 19:06

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3445 Beiträge, 546x hilfreich)

Zitat (von CSL):
Eine Miete für die Wohnung selbst zahlen wir nicht.

Warum dann Wohngeld?

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
CSL
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Wir sind Wohngeld berechtigt. Sonst hätten wir den Antrag nicht gestellt.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von CSL):
Es wurden alle Nachweise und benötigten Unterlagen
Offenbar nicht.
https://www.wohngeld.org/antrag#Erforderliche_Unterlagen_und_Nachweise
Zitat (von CSL):
Die Wohnung ist als Eigenbedarf deklariert,
... ist nicht relevant, aber sie wird mietfrei genutzt. Die Wohngeldstelle hat keinen Wert für die Nettokaltmiete.
Zitat (von CSL):
Kann der Antrag nun abgelehnt werden
Ja.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
CSL
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
ist nicht relevant, aber sie wird mietfrei genutzt. Die Wohngeldstelle hat keinen Wert für die Nettokaltmiete.


wie versteht man dann diese Aussage vom BMWSB:
Die Bruttokaltmiete ergibt sich aus der Nettokaltmiete zuzüglich der kalten Betriebskosten.

Bei Nachfrage erhielt ich die Antwort, dass wenn man nur die Nebenkosten zahlt auch Wohngeld erhält.
Hinzu kommt das die Heizkostenkomponente zum fortlaufenden Bestandteil im Wohngeld geworden ist.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von CSL):
Die Bruttokaltmiete ergibt sich aus der Nettokaltmiete zuzüglich der kalten Betriebskosten.
Ja, das ist so, das wird nicht bezweifelt. NKM+kalte BK= BKM. Dazu dann noch die HK = BWM.
Zitat (von CSL):
Wir sind Wohngeld berechtigt. Sonst hätten wir den Antrag nicht gestellt.
Wer hat dir das vorher bestätigt? Aber du kannst auch auf die Ablehnung warten und dann Widerspruch erheben.
Zitat (von CSL):
Bei Nachfrage erhielt ich die Antwort, dass wenn man nur die Nebenkosten zahlt auch Wohngeld erhält.
Von wem hast du diese Aussage? Ich nehme an, die Wohngeldstelle, die deinen Antrag vorliegen hat, kennt ihre Parameter und auch die Neuerungen seit 2023.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39596x hilfreich)

Zitat (von CSL):
Jetzt verlangt die Wohngeldstelle noch einen Mietvertrag,

Die Wohngeldstelle möge bitte substantiiert darlegen, welche Rechtsgrundlagen die Vorlage eines Mietvertrages notwendig machen.



Zitat (von CSL):
Ist ein Mietvertrag in schriftlicher Form für die Beantragung von Wohngeld zwingend erforderlich?

Nö.
Denn da finden sich in den wenigsten Fällen die notwendigen Angaben, extra deshalb wurde das Konstrukt der Mietbescheinigung geschaffen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Gwen1511
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 1x hilfreich)

Ein schriftlicher Mietvertrag ist nicht zwingend notwendig.
Die Vermieterbescheinigung mit den Aufschlüsselungen sollte reichen.

Und ja die Aussage die man dir gegeben hat, dass man, wenn man nur Nebenkosten zahlt Wohngeld beantragen kann ist richtig.
Ihr zahlt so gesehen eine Nutzungsentschädigung für das Bewohnen der Wohnung. Mit dieser kann auch Wohngeld beantragt werden.

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