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arbeitslos & bei freund lebend

24.4.2005 Thema abonnieren
 Von 
berlin82
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
arbeitslos & bei freund lebend

hi!

letztes jahr im september musste ich (22) leider aus gesundheitlichen gründen, nach 2 monaten, meine ausbildung abbrechen.
bereits im august bin ich mit meinem freund (21, wir sind nicht verheiratet, verlobt ect.) zusammen gezogen.

nun meine frage: steht mir geld (arbeitslosengeld) zu? denn ich habe keinerlei einkommen und von irgendwas muss ich doch leben!?

danke für die hilfe im vorraus!

-----------------
"----> ..berlin82!"

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17755 Beiträge, 7900x hilfreich)

Das hängt davon ab, ob Sie jetzt und auch voraussichtlich in Zukunft arbeitsfähig sind.

Wenn nicht, ist das Sozialamt für Sie zuständig.

Wenn Sie arbeiten können, ist die Arbeitsgemeinschaft (üblicherweise in der Arbeitsagentur angesiedelt) für Sie zuständig: Gehen Sie zur Arbeitsagentur und stellen Sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld II.

Sollten Sie in einer Bedarfsgemeinschaft mit Ihrem Freund leben (d.h. Sie leben in einer auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft, wirtschaften gemeinsam und haben ein Konto), dann wird die Behörde Ihren Freund für den Unterhalt heranziehen, und je nach Einkommen soll der zahlen.

Wie sich die Situation darstellt,
wenn Ihr Freund eindeutig schriftlich erklärt, dass er weder bisher für Sie finanziell aufkommt und dies auch nicht in Zukunft vor hat.....
wird wohl gerade gerichtlich geklärt.

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#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28652 Beiträge, 8643x hilfreich)

So ist es.

Ergänzend zur Klarstellung:

Die von "hamburgerin" genannten Dinge sind nur Beispiele. Es ist also nicht so, daß ihr auf jeden Fall keine Bedarfsgemeinschft seid, nur weil ihr 2 Konten habt, aber sonst die Charakteristika der sog. "Not- und Einstandsgemeinschaft" erfüllt sind.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#3
 Von 
berlin82
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

aber das amt kann doch meinen freund nicht zwingen, dass er mich durchfüttert.. ich möchte auch gar nich von ihm leben.. das kann ihm doch keiner zumuten!

-----------------
"----> ..berlin82!"

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#4
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17755 Beiträge, 7900x hilfreich)

und genau deshalb klagen ja einige und haben auch schon kleine Erfolge erzielt.

So hat das Sozialgericht Saarbrücken gerade entschieden, dass nicht der Antragsteller beweisen müsse, dass er nicht in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt. Sondern vielmehr müsse die Behörde beweisen, dass eine solche Gemeinschaft besteht. (AZ:S 21 AS 3/05 )

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#5
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17755 Beiträge, 7900x hilfreich)

und genau deshalb klagen ja einige und haben auch schon kleine Erfolge erzielt.

So hat das Sozialgericht Saarbrücken gerade entschieden, dass nicht der Antragsteller beweisen müsse, dass er nicht in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt. Sondern vielmehr müsse die Behörde beweisen, dass eine solche Gemeinschaft besteht. (AZ:S 21 AS 3/05 )

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