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bafög ohne einkommensangaben der eltern

 Von 
Weirdalfonso
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
bafög ohne einkommensangaben der eltern

eine frage:
welch chance hat man auf erteilung von ausbildungsförderung, wenn man keine angaben über das einkommen der eltern machen kann? (z.b. weil diese sich weigern?). Kann man da irgendwas ohne gerichtsurteil machen? (wenn ich mir einen rechtsstreit leisten könnte, bräuchte ich keine ausbildungsförderung)

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Einkommen Eltern Urteil


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28456 Beiträge, 8533x hilfreich)

Ohne Urteil läßt sich da in der tat nichts machen, denke ich.

Was den "Rechtsstreit" betrifft, kannst Du Prozesskostenhilfe beantragen (wirst Du wohl in diesem Fall auch bekommen).

Ich weiß nicht wie es beim BaföG läuft, aber bei der Sozilahilfe ist es so, daß direkt das Sozialamt den Rechtsstreit gegen die Eltern führt, wenn diese die Auskunft verweigern. Der Unterhaltsberechtigte hat damit nichts zu tun. Das Sozialamt tritt in Vorleistung bezügl. der Zahlungen. Könnte mir denken, daß es beim Bafög ähnl. läuft.

-----------------
"Gruß, Bob
(Sozialarbeiter, Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#2
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9884 Beiträge, 1380x hilfreich)

Guten Abend,

da muss ich meinem Kollegen leider teilweise widersprechen. Bob, deine Annahme im letzten Absatz deines Beitrages sind hingegen zutreffend.

Auch ohne die Angaben der Eltern zu den Einkünften besteht die Möglichkeit der Erteilung von BaföG-Leistungen. Diese werden dann in Form eines Vorschusses und späteren BaföG-Zahlungen mittels eines fiktiven Gehalts geleistet. Anhaltspunkte dafür sind zB die Unterhaltsverpflichtung der Eltern. Zur Einkommensdarlegung sind die Eltern verpflichtet. Sollten sich diese weigern, so hat das BaföG-Amt Möglichkeiten, dieses durchzusetzen (zB Zwangsgeld). Das BaföG-Amt leistet somit für Sie vor. Den Regressanspruch gegen die Eltern hat dann das BaföG-Amt. Natürlich können Sie auch selbst klagen, jedoch ist dieses zeitaufwendig und kostenpflichtig.

Vorschussleistungen müssen Sie jedoch beantragen. Beantragen müssen Sie dann auch die folgenden BaföG-Leistungen. Sollte Ihnen dann, nach Offenlegung der Einkommensverhältnisse, zuviel gezahlt worden sein, wird Ihnen das wieder abgezogen. Beraten diesbezüglich können Sie sich bei jedem BaföG-Amt.


Mit freundlichen Grüßen,

- J. Roenner -


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#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28456 Beiträge, 8533x hilfreich)

Danke Bobo.

Eigentl. auch klar. Bei der Sozi, braucht man ja auch kein Urteil, bevor man Geld bekommt.

-----------------
"Gruß, Bob
(Sozialarbeiter, Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#4
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9884 Beiträge, 1380x hilfreich)

Hallo Bob,

genau, es ist wie bei der Sozialhilfe, wie du bereits angemerkt hattest. Deine Vermutung war also richtig.

Das mit dem "Widersprechen" war dann wohl eher etwas falsch meinerseits. Aber ich konnte das nachträglich nicht mehr ändern, nachdem ich den Beitrag gepostet hatte. Wollte es nur nochmal kurz für den Fragesteller darlegen und erläutern.

Viele Grüße,

- J. Roenner -


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