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gesetzl. KK --> Übergang studentisch zu arbeitnehmer

 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1201 Beiträge, 166x hilfreich)
gesetzl. KK --> Übergang studentisch zu arbeitnehmer

Hallo,

von der gesamten Sozialgesetzgebung habe ich leider keine wirkliche Ahnung. Daher stelle ich mein Anliegen mal.

Es geht sich um meinen Sohn. Er absolviert gerade sein 14. Fachsemester. Damit fällt er ab dem 01.09.2019 aus der studentischen Krankenversicherung raus.
Wie es der Zufall so will, beendet er sein Studium gerade und tritt zum 01.09.2019 eine Arbeitnehmerstelle an und würde damit ohnehin in die einkommensabhängig zu bemessende Krankenversicherung fallen (also die 14,6%+Zusatzbeitrag).
Und weil der Zufall gerade wirklich sehr sehr doof und groß ist steht er auch noch kurz vor einer größeren OP. Eine solche, der ein etwas gravierenderes Problem zu Grunde liegt. So würden Gesundheitprüfungen (bspw. für private Krankenversicherungen z.B. eher negativ ausfallen. Daher soll es (vorerst) die gesetzliche Pflichtversicherung bleiben. Sein Einkommen ab dem 01.09 beträgt ca. 50.000€ p.A.

Die bestehende Versicherung erhebt mit den höchsten existierenden Zuasatzbeitrag. Er möchte gerne in eine andere wechseln. Zudem hat sie zumindest nicht den besten Ruf.
Nun hat die alte Versicherung ein Schreiben geschickt, binnen dessen man in einer 14-tägigen Frist ab Zugang den Austritt erklären kann. Dazu muss man den Nachweis einer neuen Versicherung erbringen.
Weil wir gerade beim Zufall waren. Aufgrund eines Umzugs ist der Brief verloren gegangen und erst jetzt wieder aufgetaucht. Die Frist wäre morgen verstrichen. JA ich weiß, selber Schuld! Aber nun soll das beste draus gemacht werden.

Nun zu meinen Fragen:
1. Die Aufnahme in eine andere KV kann nicht aufgrund der vorliegenden gesundheitlichen Probleme abgelehnt werden, korrekt?
2. Kann er per E-Mail/Fax den Austritt aus der alten KV erklären, und den Nachweis der neuen nachreichen. Er hat sich bereits bei der neuen zur Aufnahme ab dem 01.09.2019 "beworben" aber natürlich so schnell noch keine positive Rückmeldung. Diese wird wohl erst in den nächsten Tagen eintreffen.
3. Kann er durch dieses Vorgehen irgendwie aus dem Versicherungsschutz herausfallen?
Ich denke an folgendes: Der alten Versicherung wird der Austritt erklärt und die neue lehnt einen Eintritt ab. Oder wäre der Worst-Case, dass man dann automatisch in einen schlechten Tarif der alten rutscht?
Dieser Punkt macht mir am meisten Sorgen. Ich hoffe da kennt sich jemand aus und kann mir Hinweise geben. DANKE!


-- Editiert von NaibaF123 am 16.07.2019 16:53

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Studium KV Andere vorgehen


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Gelehrter
(11020 Beiträge, 1764x hilfreich)

zu 1. mW nicht.
zu 2. Ja. Kann er machen. Die KV muss innerhalb von 2 Wochen die Kündigung bestätigen.
zu 3. Ich meine, für 1 Monat zwischen 2 V-Verhältnissen entsteht keine Lücke im V-Schutz.

Zitat (von NaibaF123):
Oder wäre der Worst-Case, dass man dann automatisch in einen schlechten Tarif der alten rutscht?
Nein, bei der alten, Stud-KV kann er nicht mehr versichert werden.
Höchstens als Pflichtversicherter.
Die neue GKV hat dann hoffentlich einen geringeren Zusatzbeitrag. Aber wäre das insgesamt gravierend?

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#2
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1201 Beiträge, 166x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Die neue GKV hat dann hoffentlich einen geringeren Zusatzbeitrag. Aber wäre das insgesamt gravierend?

Ja und nein. Der Unterschied beträgt 14€ im Monat. Auf 18 Monate "Mindestlaufzeit" bei einer Versicherung also insgesamt 250€. Das wird ihn bei dem Einkommen sicher nicht umbringen, aber schon ärgern, dass man sich eben nicht rechtzeitig gekümmert hat.

Zitat (von Anami):
Nein, bei der alten, Stud-KV kann er nicht mehr versichert werden.

Das ist uns soweit auch klar. Ich meinte auch eher, dass er in der alten Versicherung dann eben ganz normal nach 14,6%+Zusatzbeitrag eingestuft wird.

Zitat (von Anami):
Höchstens als Pflichtversicherter.

Ich habe es noch nicht ganz verstanden, was es mit dem Pflichtversicherter auf sich hat. Irgendwie wird der Terminus für unterschiedliche Kontexte verwendet, so mein Eindruck.

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#3
 Von 
Anami
Status:
Gelehrter
(11020 Beiträge, 1764x hilfreich)

Er wird als Arbeitnehmer dann pflichtversichertes Mitglied einer GKV.
AG und AN teilen sich dann (fast) hälftig die KV-Beiträge.

Es gibt andere Personen, die nicht pflichtversichert sind, sondern sich freiwillig versichern müssen. Selbständige zB. ----die zahlen ihre KV-Beiträge selbst und komplett.
Und noch andere... Familienangehörige (Ehepartner, Kinder), die in der GKV in der Familienversicherung versichert werden.
Das sind die 3 *Tarife* bei den GKV.

Wenn dein Sohn in der GKV bleibt, in der er als Student war, wird er dann dort auch Pflichtversicherter---nämlich dann als AN.
Wenn er bei der GKV nun kündigt und zum 1.9. in eine andere GKV wechselt, wird er dort Pflichtversicherter, evtl. mit einem geringeren Zusatzbeitrag. Da er sich dort schon *beworben* hat, wird er wissen, wie hoch der Zusatzbeitrag dort sein wird.

Nun sollte dein Sohn ganz normal bei der *alten* kündigen. Die wird dann schon schreiben, ab wann und wie das geht.
Was hat das mit Mindestlaufzeit zu tun? Man wechselt seine KV doch hoffentlich alle 15 Monate...

Wichtig ist doch wohl, dass der KV-Schutz durchgehend erhalten bleibt, oder?


PKV---Private KV----ganz andere Abteilung. Hier unwichtig.

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#4
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1201 Beiträge, 166x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Da er sich dort schon *beworben* hat, wird er wissen, wie hoch der Zusatzbeitrag dort sein wird.

natürlich weiß er das - sonst wäre meine Fragen hier ja obsolet.

Zitat (von Anami):
Was hat das mit Mindestlaufzeit zu tun? Man wechselt seine KV doch hoffentlich alle 15 Monate...

Naja, es scheint so zu sein, als wäre man 18 Monate an seine Krankenkasse gebunden, sprich man kann immer erst nach 18 Monaten Mitgliedschaft wechseln.

Zitat (von Anami):
Wichtig ist doch wohl, dass der KV-Schutz durchgehend erhalten bleibt, oder?

Das war das Ziel meiner Frage. Und wenn dieses Ziel sogar durch geringere Zusatzbeiträge zu erreichen ist, ist es ja um so besser.



-- Editiert von NaibaF123 am 16.07.2019 19:13

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