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1,8 Geschäftsgebühr §§ 13,14 RVG Nr2004 - Warum keine 1,3

26. Mai 2006 Thema abonnieren
 Von 
toluma
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
1,8 Geschäftsgebühr §§ 13,14 RVG Nr2004 - Warum keine 1,3

Hallo,

Hatte einen Schmerzensgeldfall bei dem ich zahlen muss. 400 Euro wg Hundebiss

Muss auch die Anwaltsrechnung zahlen.

Jetzt hat der Anwalt meines "Gegners" eine 1,8 fache Geschäftsgebühr berechnet. meine google Recherchen haben ergeben das er das nicht darf da die Tätigkeit eigentlich nicht umfangreich oder schwierig ist. er müsste eine 1,3 berechnen

wie soll amn sich da am besten verhalten, ist dies ein Verstoss gegen RVG, wie wäre so ein Verstoss zu ahnden.

Habe den Anwalt drauf angesprochen er erwiderterte "da müssen se eine Erstberatungsgebühr bein nem kollegen (190€ netto)zahlen und sich dann nochmal bei mir melden, des hab ich wegen des geringen streitwerts gemacht."

Es dreht sich hierbei um das Prinzip, nicht um Geld. Kann man sich da bei einer "aufsichtsbehörde" beschweren.

Vuielen Dank für eure Antworten

Toluma

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
thosim
Status:
Student
(2139 Beiträge, 380x hilfreich)

Woher wollen Sie denn die Erkenntnis nehmen, daß die Tätigkeit des RA nicht umfangreich oder(!) schwierig oder beides war? War die Tätigkeit umfangreich oder schwierig, steht ein Gebührenrahmen von 1,3 bis 2,5 zur Verfügung. Die Mittelgebühr betrüge dann 1,9.

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#2
 Von 
toluma
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

ähmm ja eigentlich hat der studiert öffnet eine Schmerzensgeld tabelle sucht einen wert und schreibt seinen brief oder täusch ich mich.

Für mich war das auch kein ding - bibliothek - 3 minuten becksche schmerzensgeld gelesen - und dann einen vergleichbaren (auch annäherend den wert des Anwalts) gefunden.

Briefe schreiben gehört doch zum daily business eines anwalts.

was könnte daran noch umfangreich und schwierig sein, er hat seine Atteste und ein geschilderten vorfall.

Mich stört immens die Aussage "ich habe 1,8 wegen des geringen Streitwerts berechnet"

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Ludwig

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
thosim
Status:
Student
(2139 Beiträge, 380x hilfreich)

quote:
ich habe 1,8 wegen des geringen Streitwerts berechnet



Sie werden sicher nachvollziehen können, daß es aus diesem Forum heraus ohne hinreichende Angaben kaum überprüfbar ist, ob eine Sache umfangreich oder schwierig oder beides war.

Die zitierte Äußerung eines RA, sollte sie denn tatsächlich so formuliert worden sein, kann allerdings eine 1,8 Gebühr in keiner Weise rechtfertigen. Da haben Sie wohl Recht.

Setzen Sie sich nochmals mit dem Gegenanwalt in Verbindung, weisen Sie darauf hin, daß er eine 1,3 Gebühr nach dem Gegenstandswert abzurechnen hat, da es sich um eine Angelegenheit von mittlerer Art und Güte handelt, Sie bzw. Ihre Tierhalterversicherung einer Zahlung über diese Gebühr hinaus äußerst kritisch gegenüberstehen würden.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 341x hilfreich)

bzgl. des hundebisses müssten sie ja haftpflichtversichert sein, daher wäre zunächst die empfehlung die rechnung an die versicherung weiterzuleiten soll diese sich mit dem rechtsanwalt rumärgern.

steht dieser weg nicht offen würde ich die rechnung auf 1,3 kürzen, bezahlen und gleichzeitig anregen bzgl. des restbetrages klage einzureichen (112,75-88,22=24,53) und mitteilen gegen einen mahnbescheid widerspruch einzulegen. soll er für diese summe doch seitenweise begründungen schreiben (gerichte wollen erhöhte gebührenansätze nämlich gut begründet haben). Das einzige was der Anwalt für sich anführen kann ist, dass es mit den meisten Versicherungen sogennannte Rationalisierungsabkommen gibt die auf eine 1,8 Geschäftsgebühr laufen - dafür aber auch den Verzicht auf etwa anfallende Vergleichgebühren beinhalten und sich daher nicht als Indikator eignen.
Der Vollständigkeit halber aber der Hinweis, dass sich das Prozesskostenrisiko für einen solchen Prozess auf 75 Eur (Gerichtskosten) + 87 (Anwaltskosten) = 162 Eur beläuft.

Im übrigen können sie sich an die Anwaltskammer wenden, diese vermittelt aber meines Wissens nach nur bei Streitigkeiten zwischen Anwalt und Mandant ein Telefonat wäre es aber evtl. wert.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
thosim
Status:
Student
(2139 Beiträge, 380x hilfreich)

quote:
Kann man sich da bei einer "aufsichtsbehörde" beschweren.



Ach wissen Sie Toluma, üben Sie sich in Nachsicht. Wie man Ihnen hier erzählt hat, stehen Ihre Chancen ja gar nicht schlecht. Vielleicht handelt es sich bei dem gegnerischen Anwalt um irgendeinen Berufsanfänger, die ja heutzutage bedauerlicherweise den Anwaltsmarkt überschwemmen, dessen Kenntnisse im Kostenrecht an der Nulllinie angesiedelt sind, der hier bestenfalls über wenig Erfahrung/Kenntnisse verfügt.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Rechtspfleger
Status:
Praktikant
(578 Beiträge, 214x hilfreich)

quote:
War die Tätigkeit umfangreich oder schwierig, steht ein Gebührenrahmen von 1,3 bis 2,5 zur Verfügung. Die Mittelgebühr betrüge dann 1,9.


DAs kann ich so nicht stehenlassen.
Die Einführung der Schwellengebühr von 1,3 begründet eben gerade keine gesonderten gebührerahmen für einfache und schwere sachen.

Der gebührenrahemn beträgt als weiter 0,5 bis 2,5.

Und wenn die Sache zwar schwierig, aber im übrigen nur unterdurchschnittlich war, würde das allenfalls eine 1,5 fache Mittelgebühr rechtfertigen.

Wobei ich nach der Schilderung weder eine schwierige noch eine umfangreiche SAche erkennen kann.

gruß
Rpfl.

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#7
 Von 
thosim
Status:
Student
(2139 Beiträge, 380x hilfreich)

Sie haben Recht. Die abweichende Auffassung von Braun ist wahrscheinlich kaum vertretbar.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Rechtspfleger
Status:
Praktikant
(578 Beiträge, 214x hilfreich)

quote:
Sie haben Recht. Die abweichende Auffassung von Braun ist wahrscheinlich kaum vertretbar.


Zumindest steht er damit meines Wissens ziemlich allein da. (Ich kannte diese abweichende Auffassung bsiher garnicht, wie ich zugeben muss).

gruß
Rpfl.

0x Hilfreiche Antwort

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