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Anwältin möchte von mir Ideen, was sie schreiben soll

21. September 2022 Thema abonnieren
 Von 
Hustelinchen123
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Anwältin möchte von mir Ideen, was sie schreiben soll

Hallo zusammen, es geht um einen Verkehrsunfall. Die Schuldfrage ist geklärt, mein Schaden wurde komplett bezahlt. Es geht noch um die Schmerzensgeldforderung. Meine Anwältin möchte von mir immer wieder Vorschläge, was sie auf die Einlassungen/Stellungnahmen der gegnerischen Versicherung schreiben soll.
Ist das ein übliches Vorgehen?

Was denn, so teuer?

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Garfield73
Status:
Lehrling
(1799 Beiträge, 616x hilfreich)

Wie soll die Anwältin denn Deine Schmerzen und Verletzungen beurteilen?

Signatur:

Nachdenken ist wie googeln .... nur krasser!

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
cirius32832
Status:
Master
(4891 Beiträge, 1176x hilfreich)

Zitat (von Hustelinchen123):
Ist das ein übliches Vorgehen?


Ja

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Hustelinchen123
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Es geht nicht um meine Schmerzen, sondern um die Beurteilung des Gutachtens zum Unfallverlauf, Aufprallgeschwindigkeit etc. Ich bin kein Gutachter und kann das demnach nicht beurteilen. Sie erwartet von mir schriftliche Hinweise, was sie dem Gutachter antworten soll. Ich erwarte von einem Anwalt, dass er selbst recherchiert, wann ein Airbag sich öffnet, wie man die beigefügten Bilder interpretiert etc.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
bostonxl
Status:
Bachelor
(3224 Beiträge, 498x hilfreich)

Zitat (von Hustelinchen123):
Ich bin kein Gutachter und kann das demnach nicht beurteilen. Sie erwartet von mir schriftliche Hinweise, was sie dem Gutachter antworten soll. Ich erwarte von einem Anwalt, dass er selbst recherchiert, wann ein Airbag sich öffnet, wie man die beigefügten Bilder interpretiert etc.
Und ein Anwalt ist auch kein Gutachter!

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
drkabo
Status:
Wissender
(14098 Beiträge, 8561x hilfreich)

Zitat:
Es geht nicht um meine Schmerzen, sondern um die Beurteilung des Gutachtens zum Unfallverlauf, Aufprallgeschwindigkeit etc. Ich bin kein Gutachter und kann das demnach nicht beurteilen.

Sie waren aber beim Unfall dabei - die Anwältin nicht.

Zitat:
Ich erwarte von einem Anwalt, dass er selbst recherchiert, wann ein Airbag sich öffnet, wie man die beigefügten Bilder interpretiert etc.

Man kann das Gutachten akzeptieren - dann muss man nicht viel zurückschreiben.
Wenn man mit dem Gutachten aber nicht einverstanden ist, muss man entweder darlegen, dass (a) der Gutachter etwas falsch bewertet hat oder (b) der Gutachter von falschen Voraussetzungen ausgeht.

(a) Setzt voraus, dass Ihre Anwältin gleich qualifiziert ist wie der Gutachter, sonst könnte sie ja nicht beurteilen, ob der Gutachter etwas falsch gemacht hat. Das wird nicht der Fall sein. Das würde sich auch nicht ändern, wenn die Anwältin selbst etwas recherchiert.*
(b) Ob der Gutachter von den richtigen Voraussetzungen ausgeht, kann nur jemand beurteilen, der beim Unfall dabei war.

* Mit hat mal ein Staatsanwalt sinngemäß folgende Story erzählt: Er sei von einer Institution, die berufsmäßig Gutachten erstellt, im Zuge einer Kundenzufriedenheitsbefragung gefragt worden, ob er mit der Qualität der gelieferten Gutachten zufrieden sei. Er habe geantwortet, dass er die Qualität nicht beurteilen kann - denn um die Qualität der Gutachten beurteilen zu können, müsste er es ja selbst besser wissen als die Gutachter. Und wenn er sich fachlich in dem Bereich so gut auskennen würde, dass er die Qualität der Gutachten bewerten könne, bräuchte er keine Gutachten mehr in Auftrag geben.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105870 Beiträge, 37832x hilfreich)

Zitat (von Hustelinchen123):
Ist das ein übliches Vorgehen?

Ja



Zitat (von Hustelinchen123):
Ich erwarte von einem Anwalt, dass er selbst recherchiert, wann ein Airbag sich öffnet, wie man die beigefügten Bilder interpretiert etc.

Das ist nicht die Aufgabe eines Anwaltes.
Aber man kann ihn - gegen entsprechende Zusatzvergütung - damit beauftragen, falls er das will.
In der Regel wird er dann aber einen Sachverständigen beauftragen die Bilder zu "interpretieren"

Im übrigen recherchiert der Anwalt ja, so gar bei der besten Quelle, dem Unfallbeteiligten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
AR377
Status:
Praktikant
(696 Beiträge, 166x hilfreich)

Zitat (von Hustelinchen123):
Ich bin kein Gutachter und kann das demnach nicht beurteilen.
Zitat (von bostonxl):
Und ein Anwalt ist auch kein Gutachter!
Dann braucht die Partei einen eigenen Gutachter damit sie mit der Gegenseite, die bereits einen Gutachter hat, auf Augenhöhe steht.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25913 Beiträge, 4871x hilfreich)
Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#9
 Von 
Brit2
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 9x hilfreich)

Der Anwalt braucht die Zuarbeit - hier sind nützlich u.a. die Kopie aller Patientenakten z.B. wann war man beim Arzt, welche Diagnose/Prognose/Medikamente an dem Tag, bildgebende Aufnahmen ... auch ein zusammenfassendes Kurzgutachten vom Facharzt ist hilfreich. Kopie eingereichter Rezepte, Zuzahlungen ...
Was der Anwalt zu schreiben hat, sollte er schon selbst ausformulieren. Die Zuarbeit des Mandanten benötigt er als Anlage dazu. Möglicherweise liegt hier auch nur ein Kommunikationsproblem vor.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
AR377
Status:
Praktikant
(696 Beiträge, 166x hilfreich)

Zitat (von Brit2):
Möglicherweise liegt hier auch nur ein Kommunikationsproblem vor.
Mindestens liegt ein Problem vor, wenn jemand anwaltlich vertreten ist und zudem um Ratschläge eines Laienforums ersucht.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Brit2
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 9x hilfreich)

Aber sicher doch. Nur wird das Problem stets dem Mandanten zugeschoben. Berufskrankheit.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Rechtsanwalt Thomas Bohle
Status:
Schüler
(450 Beiträge, 405x hilfreich)

Die Anwältin möchte sicherlich keine "Vorschläge, was sie schreiben soll" (denn auch dafür würde sie haften), sondern bittet vermutlich um Stellungnahme zu den gegnerischen Schreiben.

Wenn die Gegenseite z.B. behauptet, die Verletzung kann nicht schon schlimm gewesen sein, weil der Anspruchsteller an einer Sportveranstaltung aktiv teilgenoimmen hat, man auf facebook ihn hat ordentlich feiern und tanzen sehen, und, und und ... sollte man schon bei seiner Mandantschaft nachfragen, ob das stimmt, damit man dann weiß, was man antworten soll.

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