Anwalt nicht zuständig für diesen Bereich

29. August 2016 Thema abonnieren
 Von 
fb448722-74
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Anwalt nicht zuständig für diesen Bereich

Hallo Freunde und zwar folgendes.

Meine Krankenversicherung hat mir eine Rechnung wegen BeitragsRückstände geschickt.
Darum geht es mir aber nicht konkret.

Mit dieser Mahnung war ich nicht einverstanden und wollte anwaltliche Hilfe suchen.

Und jetzt geht es los. Ich habe einen Anwalt genommen auf Rat eines bekannten, da der Anwalt gut sein sollte.
Im Nachhinein hat es sich herausgestellt das dies nicht der Fall war und ich ganz unzufrieden war mit der Leistung des Anwaltes.
Einer der Gründe war es zb das der Anwalt irgendwie die ganze sache immer in die Länge gezogen hat um meiner Meinung nach nur Geld für die lange Prozedur von mir zu verlangen .
Anstatt meiner Versicherung eine Frist zu setzen und klarzustellen das wenn sie die Frist nicht einhalten und Antworten, die ganze sache vor Gericht landen würde, gab es irgendwie immer ein hin und her schreiben zwischen meinem Anwalt und meiner Versicherung, ohne aber das was konkretes verlangt wurde. Ala "mein Mandant möchte die Forderung nicht bezahlen" Antwort der KV : "doch er muss" Antwort meines Anwaltes : "ne muss er nicht" Antwort KV "doch muss er wohl" also ein hin und her schreiben wo nicht konkret was verlangt wurde.

Was ich noch dreist vom anwalt finde, ist das ich ihm gesagt habe das ich eine Rechtsschutz Versicherung habe und ich gerne den Anwalt durch die Versicherung bezahlen möchte. Ich habe dem Anwalt an diesem Tag meine unterlagen (7-8 Seiten) des Vertrages der Rechtsschutz versicherung gegeben (welches ich beim Gespräch mit meinem Anwalt zue Sicherheit mitgenommen hatte). Dies hat er sich kopiert und hat gemeint das er die Versicherung anschreibt und dann die kosten für ihn von meinem Rechtsschutz nehmen würde. 150 € war Selbstbeteiligung (die er sofort verlangte an dem tag welches ich auch ihm bezahlt habe)

So dann zwei Wochen später bat mein Anwalt mich zum persönlichen Gespräch um mir dann mitzuteilen das der Rechtsschutz erst den Anwalt übernimmt wenn es vor einem Sozialgericht kommt.
Dann habe ich mir gedacht, toll du dummer Anwalt warum hast du dir dann die ganzen Unterlagen des Vertrages meiner Rechtsschutz Versicherung kopiert wenn du sie nicht mal durchgelesen hast, denn wenn er sich den Vertrag durchgelesen hätte, hätte er ja sehen müssen das der Rechtsschutz die kosten nicht übernimmt, nur im Falle wenn es zu Gericht kommt.

Dann habe ich mich richtig im netz über diesen Anwalt informiert und musste feststellen, das mein Fall gar nicht in seinem Aufgabenbereich ist. D.h. mein Fall indem ich es mit der Krankenversicherung zu tun hatte, müsste eigentlich ein Anwalt für Medizinrecht das übernehmen. Dieser Anwalt den ich hatte war aber für folgende wie ich im Internet herausfand: (Editiert - hier werden keine Klarnamen genannt)
Von uns vertretene Rechtsgebiete:
Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht, OWI-Recht, Reiserecht, Sozialrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Verwaltungsrecht.

Jetzt zu meiner Frage. Kann ich es durchsetzten das ich mein bisher gezahlten Geld an dem Anwalt zurückverlangen kann weil er ja eigentlich nicht zuständig ist für meinen Fall?

Also ich möchte dem Anwalt keinesfalls schaden oder sonstiges, wie gesagt fühle ich mich nur schlecht beraten und behandelt von ihm und möchte nur auf mein recht bestehen.

Vielen Dank schonmal wenn mir jemand in dieser Situation weiterhelfen könnte

-- Editier von fb448722-74 am 29.08.2016 23:36

-- Editiert von Moderator am 30.08.2016 00:17

-- Thema wurde verschoben am 30.08.2016 00:17

Was denn, so teuer?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33073 Beiträge, 17330x hilfreich)

Kann ich es durchsetzten das ich mein bisher gezahlten Geld an dem Anwalt zurückverlangen kann weil er ja eigentlich nicht zuständig ist für meinen Fall? Es gibt keine "zuständigen Anwälte" und schon von daher wird das nichts.

-- Editiert von muemmel am 30.08.2016 00:18

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5574 Beiträge, 2503x hilfreich)

Zitat:
Einer der Gründe war es zb das der Anwalt irgendwie die ganze sache immer in die Länge gezogen hat um meiner Meinung nach nur Geld für die lange Prozedur von mir zu verlangen .


Der Anwalt wird nach Streitwert bezahlt. Daher ist es völlig egal, wie lange sich die Prozedur hinzieht.

Zitat:
wenn du sie nicht mal durchgelesen hast, denn wenn er sich den Vertrag durchgelesen hätte, hätte er ja sehen müssen das der Rechtsschutz die kosten nicht übernimmt, nur im Falle wenn es zu Gericht kommt.


das hättest du ja durchaus selber lesen können.

Zitat:
ohne aber das was konkretes verlangt wurde. Ala "mein Mandant möchte die Forderung nicht bezahlen" Antwort der KV : "doch er muss" Antwort meines Anwaltes : "ne muss er nicht" Antwort KV "doch muss er wohl" also ein hin und her schreiben wo nicht konkret was verlangt wurde.


was soll denn bitte konkret verlangt werden? Krankenkasse sagt "TS muss zahlen" Anwalt sagt "nee, muss er nicht".
Ich wette mal, dass da durchaus auch noch jeweils ein paar Argumente in den Schreiben war (zumindest in denen vom Anwalt, die KK könnte durchaus noch auf der Stufe "Textbaustein" sein). Ein entsprechender Schriftwechsel ist doch vollkommen normal. Entweder man kommt zu einem Ergebnis oder eine Seite reicht Klage ein (in dem Fall wohl eher die KK).

Zitat:
D.h. mein Fall indem ich es mit der Krankenversicherung zu tun hatte, müsste eigentlich ein Anwalt für Medizinrecht das übernehmen.


Mal davon abgesehen, dass die Krankenkasse nicht zwingend Medizinrecht ist, meiner Meinung nach eher Sozialrecht bzw. Vertragsrecht, du hättest dir ja einen Anwalt für Medizinrecht suchen können.

Zitat:
Im Nachhinein hat es sich herausgestellt das dies nicht der Fall war und ich ganz unzufrieden war mit der Leistung des Anwaltes.


Das würde ja bedeuten, der Fall ist abgeschlossen. Wie lautet denn das Ergebnis?

Es sieht eher so aus, als wenn du einfach mal einen Anwalt beauftragt hättest, ohne dich überhaupt mit dem Fall, mit dem Anwalt oder auch deiner Rechtsschutzversicherung zu beschäftigen (die man ja auch einfach hätte fragen können, ob sie den Fall übernimmt, wenn man schon zu faul ist, die Versicherungsbedingungen zu lesen).
Natürlich musst du den trotzdem zahlen.

Zitat:
Kann ich es durchsetzten das ich mein bisher gezahlten Geld an dem Anwalt zurückverlangen kann weil er ja eigentlich nicht zuständig ist für meinen Fall?


Nein. Du hast ihm das Mandat erteilt, und damit ist er auch zuständig. Du kannst ihm das Mandat wieder entziehen, aber trotzdem bekommst du kein Geld zurück.

Zitat:
Also ich möchte dem Anwalt keinesfalls schaden oder sonstiges, wie gesagt fühle ich mich nur schlecht beraten und behandelt von ihm und möchte nur auf mein recht bestehen.


Die Aussage ist ja total lächerlich. Du möchtest dem Anwalt nicht schaden, aber er soll gefälligst umsonst für dich gearbeitet haben. Außerdem möchtest du auf dein Recht bestehen, aber den Anwalt nicht mehr daran arbeiten lassen.

Zitat:
Vielen Dank schonmal wenn mir jemand in dieser Situation weiterhelfen könnte


Glaube ich nicht. Selbst mit der Thematik beschäftigen möchtest du dich offensichtlich nicht.
Und den, den du bezahlst, um dir in dieser Situation weiter zu helfen, möchtest du das Mandat entziehen.

Wenn du wirklich weiter kommen willst, solltest du den Anwalt seine Arbeit machen lassen.
Der Schilderung nach wäre ja z.B. gar nicht ausgeschlossen, dass es noch zum Verfahren am Gericht kommt, dann wäre die RSV ja wieder im Boot.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16786 Beiträge, 9389x hilfreich)

Zitat:
Einer der Gründe war es zb das der Anwalt irgendwie die ganze sache immer in die Länge gezogen hat um meiner Meinung nach nur Geld für die lange Prozedur von mir zu verlangen .

Die Länge einer Prozedur führt aber nicht automatisch zu einem höheren Honorar. D.h. der Anwalt hat durch das "in-die-Länge-ziehen" nicht mehr Geld verdient.

Zitat:
Anstatt meiner Versicherung eine Frist zu setzen und klarzustellen das wenn sie die Frist nicht einhalten und Antworten, die ganze sache vor Gericht landen würde, gab es irgendwie immer ein hin und her schreiben zwischen meinem Anwalt und meiner Versicherung, ohne aber das was konkretes verlangt wurde.

Die Krankenversicherung wollte doch etwas von Ihnen, nämlich Beiträge. D.h. es wäre an der Krankenversicherung gewesen, die Angelegenheit voranzutreiben. Wenn der Anwalt die Sache vor Gericht gebracht hätte, dann hätte sich die Krankenversicherung tierisch gefreut, weil der Anwalt dann der Krankenversicherung die Arbeit abgenommen hätte. Außerdem hätten Sie dann ja das ganze Prozesskostenrisiko getragen, denn derjenige, der eine Angelegenheit vor Gericht bringt, muss die Gerichskosten vorfinanzieren. Zu warten, bis die Krankenversicherung selbst den Rechsweg bestreitet, dürfte die richtige Taktik gewesen sein.

Zitat:
Was ich noch dreist vom anwalt finde, ist das ich ihm gesagt habe das ich eine Rechtsschutz Versicherung habe und ich gerne den Anwalt durch die Versicherung bezahlen möchte. Ich habe dem Anwalt an diesem Tag meine unterlagen (7-8 Seiten) des Vertrages der Rechtsschutz versicherung gegeben (welches ich beim Gespräch mit meinem Anwalt zue Sicherheit mitgenommen hatte). Dies hat er sich kopiert und hat gemeint das er die Versicherung anschreibt und dann die kosten für ihn von meinem Rechtsschutz nehmen würde. 150 € war Selbstbeteiligung (die er sofort verlangte an dem tag welches ich auch ihm bezahlt habe)

Ihnen ist aber schon klar, dass die Klärung der Frage, ob die Rechtsschutzversicherung überhaupt zahlungspflichtig ist, eigentlich Aufgabe des Kunden ist? Wenn der Kunde den Anwalt beauftragt zu klären, ob der Fall überhaupt versichert ist, dann ist das im Prinzip schon gebührenpflichtig. Und besonders ungeschickt ist es natürlich, wenn man den Anwalt schon in der Hauptsache loslegen lässt, bevor überhaupt klar ist, ob die Rechtsschutzversicherung zahlt. Auf der sicheren Seite wäre man also gewesen, wenn man selbst erst die Rechtsschutzversicherung fragt, ob sie den Fall übernimmt, und dann (wenn die Antwort der Rechtsschutzversicherung vorliegt), erst den Anwalt beauftragt hätte.

Zitat:
Dann habe ich mich richtig im netz über diesen Anwalt informiert und musste feststellen, das mein Fall gar nicht in seinem Aufgabenbereich ist. D.h. mein Fall indem ich es mit der Krankenversicherung zu tun hatte, müsste eigentlich ein Anwalt für Medizinrecht das übernehmen.

Beitragsstreitigkeiten mit Krankenversicherungen gehören zum Sozialrecht.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Rechtsanwalt Thomas Bohle
Status:
Schüler
(470 Beiträge, 419x hilfreich)

Ein eigentlich sehr schöner Fall von: "Wenn ich keine Ahnung habe, schiebe ich es auf den Anwalt"

Wenn die Versicherung von Ihnen Beiträge fordert, warum soll der Anwalt dann vor Gericht gehen? Mit einer negativen Feststellungsklage? RS und Gericht werden sich freuen.


Der Anwalt ist dumm, weil er nicht seitenweise Papier in der ersten Besprechung in Ihrem Beisein durchgelesen hat?

Ein Anwalt kann für die Einholung einer Kostenschutzzusage Vergütungen verlangen. Dumm ist der Kollege also nur dann, wenn er dieses bei Ihnen nicht nach vorheriger Ankündigung geltend macht.


Wenn man mit der Krankenversicherung zu tun hat, muss es ein Anwalt für Medizinrecht sein?



Ja nee, is klar - der Anwalt hat Schuld.

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