Anwalt rechnet Tel.Info als Beratung ab?

20. November 2009 Thema abonnieren
 Von 
99lion99
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Anwalt rechnet Tel.Info als Beratung ab?

hallo Forum,
bin neu hier und habe einen ähnlichen Beitrag gesehen (Anwaltskosten nach unverbindlichem Vorgespräch) wo der Ratsuchende vor Ort war.

Bei meinem Fall handelt es sich um einen Anwalt, der im Internet für Falschberatung bei Banken wirbt. Ich habe dort angerufen, nur in der Absicht mich zu informieren, welche weiteren Schritte ich evtl. mit einem Anwalt durchführen müsste. Meine Absicht auf nur auf KurzInfo - nicht kostenpflichtige Beratung - habe ich klar zu erkennen gegeben. Das Gespräch dauerte etwa 10min - der Anwalt hat mich zu Details und meiner Anschrift befragt und am Ende auf Zusendung von Unterlagen gebeten um den Auftrag zu erhalten.

Da mir die ganze Sache zu unsicher und zu teuer war (gegen die Bank zu klagen) habe ich nichts zugesandt und für mich war die Sache erledigt.

Natürlich kam die Rechnung prompt - mittlerweile die 3. (!) Mahnung (Einschreiben Rückschein) - ich habe bisher nicht reagiert.
Ich bin mir jetzt ein bischen unsicher - beim 1. Mahnschreiben muesste ich widersprechen und dann? Wird der RA das Risiko eingehen? Für mich als Laien sieht das als reine Abzocke aus.

danke für Tipps/Hilfe

Lion[size=12px][/size]

Was denn, so teuer?

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Die_Schulz
Status:
Praktikant
(935 Beiträge, 318x hilfreich)

quote:
der Anwalt hat mich zu Details und meiner Anschrift befragt


Hat denn überhaupt eine Beratung im weitesten Sinne stattgefunden oder hat der Anwalt nur zugehört und gesagt "da kann ich nix zu sagen, da brauche ich die Unterlagen"? Nicht, daß das praktisch relevant wäre, s.u.

Vermutlich wirst du nicht beweisen können, daß du ausdrücklich darauf hingewiesen haben willst, die Beratungsleistung des RA nur kostenlos in Anspruch nehmen zu wollen und dieser dann tatsächlich seine teure Leistung "für lau" erbracht haben soll.

(Deine Lage würde besser aussehen, wenn der Anwalt etwa mit "kostenloser Information" werben würde.)

Die Beweislast, daß eine Beratung zu geringeren als den üblichen (hier: gesetzlichen) Gebühren vereinbart war, liegt bei dir. (Das macht auch Sinn, ansonsten könnte ein RA gar nicht mehr telefonisch beraten, wenn der Mandant hinterher nur zu behaupten bräuchte, es sei kostenlose Beratung vereinbart gewesen.)

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#2
 Von 
99lion99
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

das war der internet-Auftritt der Kanzlei:

xyz Wertpapierhandelshaus AG

Mehrere Anleger werfen dem in xx ansässigen xx Wertpapierhandelshaus AG vor, sie nicht ausreichend aufgeklärt zu haben. Die Firma xx Wertpapierhandelshaus AG bot Anlegern hohe Zinsen für Festgeldanlagen an bzw. Investments in Genussscheinen. Es stellt sich die Frage, ob die Anleger anleger- und anlagegerecht aufgeklärt wurden.

Für telefonische Rückfragen stehen Ihnen gerne die Rechtsanwälte E..., B... & Partner unter der Telefonnummer 089/...-0 zur Verfügung.


Der RA hat natürlich ein paar Ausführungen zu meinen Ausführungen gemacht, hat aber auf Nachfrage nach Kosten keine Aussage gemacht und Unterlagen angefordert. Abrechnet hat er 190€ + Märchensteuer.

danke

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
GerlindeB.
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 8x hilfreich)

quote:
Für telefonische Rückfragen stehen Ihnen gerne die Rechtsanwälte E..., B... & Partner unter der Telefonnummer 089/...-0 zur Verfügung.


Ich kann hier nichts von kostenlos lesen .....

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"follow the white rabbit [...]"

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#4
 Von 
99lion99
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

da steht aber auch nicht: jeder Kontakt ist eine Erstberatung und kostet xyz Euro.... ausserdem hat er mir auf Nachfrage nix dazu gesagt!?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Die_Schulz
Status:
Praktikant
(935 Beiträge, 318x hilfreich)

quote:
da steht aber auch nicht: jeder Kontakt ist eine Erstberatung


Jeder "Kontakt" nicht, aber eine Beratung hat ja offenbar stattgefunden.

quote:
ausserdem hat er mir auf Nachfrage nix dazu gesagt


Das wirst du nur leider nicht beweisen können...

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120282 Beiträge, 39865x hilfreich)

Mandant: Sie beantworten drei Fragen zum Preis von 3000 EUR?
Anwalt: Ja, das ist korrekt
Mandant: Egal wie schwierig die Fragen sind und egal wie lange Sie recherchieren müssen?
Anwalt: Ja, das ist egal. Und was war jetzt Ihre Dritte Frage ???

:grins:


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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

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#7
 Von 
Makuta
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

Die Zunft bringt sich mit derlei Praktiken selbst in Verruf allzu gierig zu sein. Leider! Sobald man einen Anwalt nach der Uhrzeit fragt fallen 190,- an (bildlich gesprochen). Grundlage ist das RVG, welches derlei Praxis erst ermöglicht. Wenn man sich rechtlich nicht wehren kann gibts immer noch andere Möglichkeiten.

(volles Voting für den 3-Frage-Witz)

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#8
 Von 
guest-12321.01.2012 00:20:09
Status:
Schüler
(258 Beiträge, 107x hilfreich)

quote:
Wenn man sich rechtlich nicht wehren kann gibts immer noch andere Möglichkeiten.

Haben Sie heute morgen vergessen, Ihre Pillen zu nehmen?

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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12326.11.2009 08:52:24
Status:
Beginner
(109 Beiträge, 106x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#10
 Von 
99lion99
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Anspruchsgrundlage sind wohl seine Aufzeichnungen des Gesprächs und meine Adresse - aber wie oben schon beschrieben, wenn die Zunft sowas nötig hat ist es schon sehr traurig....

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