Anwalt seit 2 Monaten untätig und beantwortet keine E-Mails mehr

8. Dezember 2021 Thema abonnieren
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(300 Beiträge, 6x hilfreich)
Anwalt seit 2 Monaten untätig und beantwortet keine E-Mails mehr

Mein Anwalt reagiert seit dem 28.10 auf keine einzige Email mehr.
6 Stück blieben unbeantwortet.
Darunter eine mit Frist zur Antwort da ansonsten Klage eingereicht wird.

Auf den gleichen Sachverhalt der drohenden klageerhebung fand ein kurzes Telefonat statt wo die Kenntnisnahme meiner kurz davor gesendeten E-Mail verneinte wurde obwohl mir die lesebestatigung schon zugestellt wurde. Trotz Fristeinhaltung UND versprochen Rückruf ist dies nicht passiert.

Darauf erfolgte ein erneuter Anruf IN der Kanzlei mit dem Auftrag den anwalt über die neue email zu informieren und sich dringend in Verbindung mit mir zu setzen.
Diese E-Mail wurde nicht mal mehr gelesen.
Auch eine vom 1.12 gesendete Email mit dringenden rechtlichem Rat wurde noch nicht mal ein mehr gelesen.

Auch Anrufe in der Kanzlei mit der bitte des Rückrufs wurden ignoriert

Nach einem persönlichen Gespräch wird legt der Vermieter heute tatsächlich Klage einreichen.

Wie kann ich bei so einer derartigen massiven Anwaltspficht Verletzung vorgehen???

Die Zeit rennt der Vermieter legt nun Klage ein

Was denn, so teuer?

Was denn, so teuer?

Ein erfahrener Anwalt im Anwaltsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Anwaltsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Wie kann ich bei so einer derartigen massiven Anwaltspficht Verletzung vorgehen???

Aus der Schilderung ist keine Pflichverletumg erkennbar...


Woraus soll sich eine Pflicht zur Beantwortung denn ünerhaupt ergeben?
Welche konkreten vertragliche Vereinbarungen bezüglich Mandat und Umfang der Beauftragung / Vertretung gab es denn überhaupt?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6373 Beiträge, 2309x hilfreich)

Zumindestens sollte man doch bekannt machen, ob der Anwalt überhaupt einen Auftrag übernommen haben soll und falls ja, welchen.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(300 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Welche konkreten vertragliche Vereinbarungen bezüglich Mandat und Umfang der Beauftragung / Vertretung gab es denn überhaupt?


Wie ist das gemeint?
Zitat (von Harry van Sell):
Aus der Schilderung ist keine Pflichverletumg erkennbar...


Ein Anwalt muss doch auf meine Fragen, Bitten und Aufträge an ihn reagieren und dies nicht einfach ignorieren.

z.B meine bitte eine Mietminderung geltend zu machen oder einfach auf den von ihm selbst geforderten Kostenvoranschlag für die Einreichung des Schadens plötzlich nicht mehr reagieren.

Bei Kontaktversuchen meinerseits da eine Frist gesetzt wurde mir seinen Rückruf versichern und ab da an meine emailst nicht einmal mehr lesen.

Die ersten beiden Monate war er bei den außergerichtlichen Verhandlungen mit dem Vermieter aktiv.
Plötzlich keine Reaktionen mehr.

Ich habe einen Beratungshilfeschein.
Ist ein Anwalts Wechsel hier möglich???

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6373 Beiträge, 2309x hilfreich)

Zitat:
Ein Anwalt muss doch auf meine Fragen, Bitten und Aufträge an ihn reagieren und dies nicht einfach ignorieren.

Muss ? Weshalb hat er einen Auftrag erhalten, welchen ?
Zitat:
Ich habe einen Beratungshilfeschein.

Wofür ? Scheinbar ist der längst abgearbeitet und nicht für alle Streitigkeiten gültig.
Der Beratungshilfeschein ist nicht für eine Prozeßvertetung gültig.

-- Editiert von Spezi-2 am 08.12.2021 21:56

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(300 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Muss ? Weshalb hat er einen Auftrag erhalten, welchen ?


1) Meine Interessen bezüglich einer Unterputzverlegung zu vertreten.
2) Instandsetzung von Wasserschäden aus dem Jahr 2018
3).Schadenersatzanspruch
4) Mietminderung Wasserschaden September 2020
5) Mietminderung Strangsanierung

Zitat (von Spezi-2):
Wofür ? Scheinbar ist der längst abgearbeitet und nicht für alle Streitigkeiten gültig.


Nein eben nicht. Im Gegenteil. Mitten in den Außergerichtlichen Verhandlungen mit dem Vermieter reagiert mein Anwalt plötzlich nicht mehr. Auch dann nicht wenn der Vermieter droht Klage einzureichen und ich auf dringende Unterstützung von ihm bitte - Keine Antwort.

Vermieter setzt mir eine Frist zur Zustimmung seiner Arbeit. Ansonsten Klageerhebung

Mir ist es nicht möglich mich von meinem Anwalt beraten zu lassen. Er ignoriert alle Emails und Anrufe.
Vermieter reicht nun Klage ein.

Wie kann ich vorgehen?


Zitat (von Spezi-2):
Der Beratungshilfeschein ist nicht für eine Prozeßvertetung gültig.


Anwalt ist auch für eine Prozeßvertetung bevollmächtigt.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Ein Anwalt muss doch auf meine Fragen, Bitten und Aufträge an ihn reagieren und dies nicht einfach ignorieren.

Nein, überhaupt nicht.

Insbesondere nicht z.B. bei sinnlosen Nachfragen oder Fragen die schon (mehrfach) beantwortet wurden.


Er ist der Herr des Verfahrens, er entscheidet also erst mal wie die Angelegenheit bearbeitet wird.
Ob der Anwalt hier im Recht ist oder nicht, kann man ohne Kenntnis der Akten nicht sagen.



Zitat (von Vike28):
Ich habe einen Beratungshilfeschein.
Ist ein Anwalts Wechsel hier möglich???

Jederzeit - wenn man den neuen Anwalt denn bezahlen kann.



Zitat (von Vike28):
Mitten in den Außergerichtlichen Verhandlungen mit dem Vermieter reagiert mein Anwalt plötzlich nicht mehr.

Man kann sich darüber bei der Anwaltskammer beschweren.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38144 Beiträge, 13929x hilfreich)

1. Es gibt Fälle, die sind irgendwann ausgeschrieben. Ewiges Wiederholen des eigenen Standpunktes bringt einfach nicht weiter.
2. Der Anwalt muss auch nicht ewig mit seinem Mandaten die Situation diskutieren. Es ist zwar verständlich, dass der Mandant beunruhigt ist. Aber das abzupuffern ist nicht die Aufgabe des Anwalts.
3. Dieses doch relativ umfangreiche Paket soll durch einen Beratungshilfeschein finanziell abgedeckt sein? Dass sich der Anwalt da auf das Minimum beschränkt, auf das, was anspruchswahrend gemacht werden muss, das sollte doch klar sein. Das ist der Unterschied zwischen Pflicht und Kür.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Ich habe einen Beratungshilfeschein.
Zitat (von Vike28):
1) Meine Interessen bezüglich einer Unterputzverlegung zu vertreten.
2) Instandsetzung von Wasserschäden aus dem Jahr 2018
3).Schadenersatzanspruch
4) Mietminderung Wasserschaden September 2020
5) Mietminderung Strangsanierung
Ein Beratungshilfeschein für all diese Angelegenheiten? Das kann ich mir nicht vorstellen. Insbesondere weil die Sachverhalte anscheinend nicht alle in direktem Zusammenhang stehen.

Zitat (von Vike28):
Anwalt ist auch für eine Prozeßvertetung bevollmächtigt.
Das hat nun aber gar nichts mit der Beratungshilfe zu tun. Insbesondere deckt die Beratungshilfe keine Prozesskosten ab. D.h. wenn der Anwalt jetzt vor Gericht für Dich tätig wird, zahlst Du diesen.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16304 Beiträge, 9230x hilfreich)

Gerade bei Beratungshilfe liegt es ja nicht fern, dass der Anwalt es auf einen Prozess ankommen lässt.
Alles was vor dem Prozess kommt, ist durch die magere Beratungshilfe abgedeckt - kein Wunder dass ein Anwalt da nicht übermäßig viel Arbeit investiert.

Allerdings kann auch ich mit kaum vorstellen, dass ein Beratungshilfeschein alle vier Punkte abdeckt. Normalerweise bräuchten Sie für jede Sache einen eigenen Beratungshilfeschein.
Und für Sachen, die nicht vom vorhandenen Beratungshilfeschein abgedeckt sind, muss der Anwalt auch nicht tätig werden.

Sobald Klage eingereicht wird, endet die Beratungshilfe.
Wenn der Anwalt Sie auch im Prozess vertreten soll, müssen Sie sehen, wie Sie den Anwalt bezahlen oder Sie müssen Prozesskostenhilfe beantragen.

Wenn Sie das Mandat mit dem Anwalt weiterlaufen lassen, obwohl Sie nicht wissen, wie Sie den Anwalt bezahlen können, haben Sie möglicherweise bald eine Anzeige wegen Eingehungsbetrugs am Hals.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(300 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
1. Es gibt Fälle, die sind irgendwann ausgeschrieben. Ewiges Wiederholen des eigenen Standpunktes bringt einfach nicht weiter.


Wenn der Anwalt mich noch in einer Mail fragt ob ich unter meinen genannten Voraussetzungen mit den Umbauarbeiten einverstanden wäre und und ich darauf antworte und seitdem einfach keine Nachricht mehr beantwortet wird, kein Rückruf erfolgt

Kommt dass mir schon ein bisschen Spanisch vor.

Auch wenn er nach von mir einem Kostenvoranschlag von einer Waschmaschine fordert um diese einreichen zu können und ich ihm diesen zukommen lasse und weiterhin einfach keine Reaktion von ihm erfolgt.

Macht mich dies auch sehr stutzig.

Oder wenn ich ihm von einer Androhung einer duldungsklage mit Fristsetzung Berichte und er mir versichert dass er sich gleich wieder bei mir meldet, aber dann ein Monat lang keine Reaktion mehr erfolgt und nicht mal mehr E-Mail ist gelesen werden

Zitat (von wirdwerden):
3. Dieses doch relativ umfangreiche Paket soll durch einen Beratungshilfeschein finanziell abgedeckt sein? Dass sich der Anwalt da auf das Minimum beschränkt, auf das, was anspruchswahrend gemacht werden muss, das sollte doch klar sein


Sind alles keine Wiederholung relevante Informationen die einfach ignoriert werden.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Also der Anwalt stellt Fragen, fordert Dokumente an.
Die Fragen werden beantwortet, die Dokumente übermittelt.

Und was erwartet man nun konkret? Die Sachen sind erledigt, was soll da noch kommuniziert werden?



Zitat (von Vike28):
und er mir versichert dass er sich gleich wieder bei mir meldet, aber dann ein Monat lang keine Reaktion mehr erfolgt und nicht mal mehr E-Mail ist gelesen werden

Keine feine Art, das sollte man natürlich nicht machen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(300 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und was erwartet man nun konkret? Die Sachen sind erledigt, was soll da noch kommuniziert werden?


Zitat (von Vike28):
Wenn der Anwalt mich noch in einer Mail fragt ob ich unter meinen genannten Voraussetzungen mit den Umbauarbeiten einverstanden wäre


Das er dies dem Vermieter auch so weitergibt.

Zitat (von Vike28):
Auch wenn er nach von mir einem Kostenvoranschlag von einer Waschmaschine fordert um diese einreichen zu können


Das die Forderung nicht eingereicht wird.

Und eben auch weitere besprochenen Minderungen nicht eingefordert werden.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38144 Beiträge, 13929x hilfreich)

Ich versuche noch mal, es ganz vereinfacht wieder zu geben, vielleicht verstehst Du dann, was wir Dir erklären wollen.

Du vertrittst die Meinung A, der Vermieter die Meinung B. Der Schlagabtausch ist erfolgt, keiner ist dem anderen entgegen gekommen oder aber hat seine Meinung geändert. Damit ist der Fall ausgeschrieben. Jetzt gilt es zu warten, ob der Vermieter die Klage einreicht oder nicht. Außergerichtlich ist da nichts mehr zu tun.

Ob der Vermieter nun tatsächlich klagt, das bleibt abzuwarten. Nur, so etwas kann kein Anwalt verhindern, wie soll das geschehen? Jeder kann eine Klage bei Gericht einreichen. Ob er damit dann erfolgreich seine (vermeintlichen) Ansprüche durchsetzt, das ist eine ganz andere Frage.

Jetzt heißt es also abwarten, was passiert.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4316 Beiträge, 511x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Du vertrittst die Meinung A, der Vermieter die Meinung B. Der Schlagabtausch ist erfolgt, keiner ist dem anderen entgegen gekommen oder aber hat seine Meinung geändert. Damit ist der Fall ausgeschrieben. Jetzt gilt es zu warten, ob der Vermieter die Klage einreicht oder nicht. Außergerichtlich ist da nichts mehr zu tun.


Das sollte tatsächlich für jeden Laien verständlich sein. Tolle Erklärung!

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 264.787 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.140 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen