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Anwaltliches Sorgfaltsdefizit zum Nachteil des Mandanten

29.6.2020 Thema abonnieren
 Von 
HanaSch
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 19x hilfreich)
Anwaltliches Sorgfaltsdefizit zum Nachteil des Mandanten

Rechtsanwalt (RA) nimmt in Klage – ohne Hinweis oder Absprache mit Mandanten – vorgerichtliche Anwaltsgebühren auf, die das Gericht als unzulässig ansieht, aber ansonsten den eigentlichen Klagantrag voll anerkennt. Aus diesem Grund werden die Kosten gequotelt (8:92) mit der Folge, dass nun für den Mandanten die vollen Kosten der Rechtsschutz-Selbstbeteiligung anfallen.

Beim Kostenfestsetzungsantrag berücksichtigt RA die Kosten des Mandanten nicht, der weit zur Verhandlung anreisen musste. Gegenseite zahlt die festgesetzten Kosten und Mandant reicht später selbst Nachfestsetzungsantrag ein: Seine eigenen Kosten werden dann (wiederum nur anteilig und erst nach längerer Zeit) festgesetzt.

RA fordert nun Gegenseite zur Zahlung der nachfestgesetzten Kosten auf und droht bei Nichtzahlung Einleitung der Zwangsvollstreckung an. Für dieses Kurzschreiben macht er wiederum Gebühren geltend (also innerhalb des noch nicht abgeschlossenen Verfahrens) gegenüber Gegenseite und Mandant. Gegenseite ist mittlerweile pleite, zahlt nicht, weshalb dann Mandant zahlt.

Fazit: Knapp 500 € Verlust aufgrund Selbstbeteiligung Rechtsschutzversicherung, Verlust der nachfestgesetzten Kosten und zusätzliches Anwaltshonorar (Gebühr m.E. nicht gerechtfertigt - daher (noch) nicht der Versicherung zugeleitet).

Kann der RA am Vermögensverlust des Mandanten, der aufgrund der dargestellten RA-„Bemühungen" entstanden ist, beteiligt werden? Falls ja – wie?

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2369 Beiträge, 2415x hilfreich)

Zitat (von HanaSch):
Kann der RA am Vermögensverlust des Mandanten, der aufgrund der dargestellten RA-„Bemühungen" entstanden ist, beteiligt werden? Falls ja – wie?

Wenn durch Fehler des RA dem Mandanten ein Schaden entstanden ist, muß man den einfordern und ggfs. einklagen.

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