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Anwaltsgebührenberechnung - immer zugunsten des Anwaltes?

15.7.2020 Thema abonnieren
 Von 
Rosenbaum123
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Anwaltsgebührenberechnung - immer zugunsten des Anwaltes?

Hallo Zusammen,

ich habe gerade die Gebührenvereinbarung meiner Rechtsanwältin in einer Familienrechtssache bekommen, in der sie sich zu Unterhaltsfragen, Kindesunterhalt und so mit dem gegnerischen Anwalt austauschen soll.
Soweit so gut.
Meine Anwältin möchte per Stunde bezahlt werden, mind. aber soundso viel Stunden. Wenn sie nicht solange braucht muss ich das aber trotzdem bezahlen. Und falls sich herausstellt, dass die Gebühren nach der gesetzlichen Gebührenordnung höher gewesen wären muss ich das dann bezahlen.

Na ja, solche Abrechnungsmodelle würde ich mir in meiner Branche auch wünschen... ist das die Regel oder sollte ich den Rechtsvertreter wechseln?

Danke für Eure Unterstützung!

-- Editiert von Moderator am 16.07.2020 03:38

-- Thema wurde verschoben am 16.07.2020 03:38

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81436 Beiträge, 33997x hilfreich)

Zitat (von Rosenbaum123):
ist das die Regel

Nein, aber auch nicht unüblich.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(11630 Beiträge, 7831x hilfreich)

Zitat:
Und falls sich herausstellt, dass die Gebühren nach der gesetzlichen Gebührenordnung höher gewesen wären muss ich das dann bezahlen.

Das ist normal: Vergütungsvereinbarungen dürfen im Regelfall die gesetzlichen Gebühren nicht unterschreiten.

Zitat:
ist das die Regel oder sollte ich den Rechtsvertreter wechseln?

Sie sollten sich fragen, on ihr Fall vielleicht überdurchschnittlich kompliziert ist. Ist er das nicht, werden Sie sicher einen Anwalt finden, der den Fall zu den gesetzlichen Gebühren übernimmt.
Da Sie ja anscheinend mehrere "Baustellen" haben (Unterhaltsfragen, Kindesunterhalt und so) könnte es eventuell sein, dass kein (guter) Anwalt den Fall für die gesetzlichen Gebühren übernehmen will. Aus Anwaltssicht sind Familiensachen oft mit viel Arbeit verbunden, ohne dass man großartig viel verdient.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2490 Beiträge, 2499x hilfreich)

Unterhaltssachen bringen dem Anwalt gut Geld aus Streitwert, wenn letzterer hoch ist, also mindestens der Unterhaltspflichtige gut verdient.
Ist das aber nicht der Fall, kann ein komplexer Fall für den Anwalt extrem unrentabel werden, wenn er zu den gesetzlichen Gebühren abrechnet - und vorhersehen kann man das auch nicht.
In so einer Konstellation wäre dann Stundensatz eher sinnvoll und üblich (zur Deckelung nach unten hin wurde ja schon alles gesagt).

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