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Beleidigung, Anwaltskosten

14.1.2021 Thema abonnieren
 Von 
Ahlam 123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Beleidigung, Anwaltskosten

Ich habe eine Dame auf Facebook beleidigt, indem ich geschrieben habe „die Frau ist einfach nur dumm". Ich wurde daraufhin angezeigt. Trotz Entschuldigung muss ich 300€ Strafe zahlen. Das akzeptiere ich noch. Dazu kommen Gebühren der Anwaltskanzlei. Der Gegenstandswert ist auf 15.000 Euro festgelegt. Das heißt, ich zahle dafür 1.134,55 Euro. Meine Frage lautet: ist das Wörtchen „dumm" 1.434,55 Euro teuer? Ist der Gegenstandswert von 15.000 Euro gerechtfertigt? Hat jemand Erfahrung und muss ich das akzeptieren?

-- Editiert von Moderator am 14.01.2021 14:14

-- Thema wurde verschoben am 14.01.2021 14:14

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1426 Beiträge, 142x hilfreich)

Wer hat denn "gesagt", dass du 300 EUR zahlen musst?

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#2
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1426 Beiträge, 142x hilfreich)

Nachtrag:

Und wer hat

Zitat (von Ahlam 123):
Der Gegenstandswert ist auf 15.000 Euro festgelegt

das gemacht?

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#3
 Von 
Jonathon
Status:
Praktikant
(783 Beiträge, 270x hilfreich)

Der Sachverhalt hört sich eher danach an, dass man eine Unterlassungserklärung von einem Anwalt bekommen hat.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt: Keine Rechtsberatung. Es gilt §675(2) BGB.
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#4
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1426 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von Jonathon):
Der Sachverhalt hört sich eher danach an, dass man eine Unterlassungserklärung von einem Anwalt bekommen hat.

Könnte aber auch ein Strafverfahren gewesen sein, deswegen frage ich ja.

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#5
 Von 
Ahlam 123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Den Betrag hat die Rechtsanwaltskanzlei geschickt, zusammen mit ihrer Kostenaufstellung und der Unterlassungserklärung. Da ich absolut keine Ahnung von sowas habe, habe ich die Unterlassungserklärung sofort unterschrieben und per Einschreiben an die Kanzlei geschickt. Ich bin total unter Druck gesetzt worden, Dienstag kam der Brief an und bis heute (also nur 2 Tage) musste das Schreiben dort sein. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt in so einem Fall keine Kosten.

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#6
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1426 Beiträge, 142x hilfreich)

Das war grundsätzlich eine schlechte Idee, das Ding zu unterschreiben und zurück zu schicken.

Hier solltest du dich an einen Anwalt vor Ort wenden und dich beraten lassen.

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#7
 Von 
Ahlam 123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Stimmt. Ich werde in den sauren Apfel beißen und eine Beratung durchführen lassen. Allerdings können dann diese Kosten noch oben drauf kommen, das schmerzt...

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#8
 Von 
Zuckerberg
Status:
Schüler
(492 Beiträge, 626x hilfreich)

Zitat:
Ist der Gegenstandswert von 15.000 Euro gerechtfertigt?
Der Streitwert lässt sich immer nur dann bestimmen, wenn man sämtliche Details des Falls kennt. Wobei mir hier die Fantasie dafür fehlt, wie die Umstände aussehen könnten, dass man damit ein einfaches "dumm" auf 15.000€ bringt. Vermuten würde ich eher einen "Wert" irgendwo zwischen 0 und 5000€. Es ist bekannt, dass Anwälte in solchen Schreiben gerne absurde Beträge angeben.

Zitat:
Ich bin total unter Druck gesetzt worden, Dienstag kam der Brief an und bis heute (also nur 2 Tage) musste das Schreiben dort sein.
Sie sollten sich vor Augen halten, dass Anwälte in diese Schreiben das reinschreiben, was ihren Mandanten am besten gefällt. Dazu gehören dann alle möglichen Forderungen in allen möglichen Höhen und manchmal ebenhalt auch fragwürdige Fristen. Ich wäre nicht davon ausgegangen, dass der Anwalt nach Ablauf dieser Frist wirklich sofort geklagt hätte. Womöglich hätte er das auch zukünftig nicht getan.

Zitat:
Da ich absolut keine Ahnung von sowas habe, habe ich die Unterlassungserklärung sofort unterschrieben und per Einschreiben an die Kanzlei geschickt.
Das klingt etwas weniger gut, ist jetzt aber wohl erledigt. Interessant könnte der weitere Inhalt dieser Erklärung sein. Insbesondere, ob dort etwas zur Übernahme der Kosten steht.

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#9
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8471 Beiträge, 4696x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Das war grundsätzlich eine schlechte Idee, das Ding zu unterschreiben und zurück zu schicken.
Jupp. Prinzipiell wäre es besser gewesen, den Fall nach Erhalt des Schreibens hier vorzutragen.

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#10
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(12002 Beiträge, 7965x hilfreich)

Wenn schon unterschrieben und abgeschickt wurde, dürfe die Beauftragung eines Anwalts jetzt ziemlich sinnlos sein.
Denn Dinge rückgängig machen kann ein Anwalt auch nicht.
Durch die Unterschrift werden Sie die Kosten akzeptiert haben. Das war nicht geschickt.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#11
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1426 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Wenn schon unterschrieben und abgeschickt wurde, dürfe die Beauftragung eines Anwalts jetzt ziemlich sinnlos sein.

Sehe ich anders, es geht um die Folgekosten, da sind wir schon bei über 1.000 EUR .... bei einer Entschädigungssumme von 300 EUR dann doch etwas happig. Ich würde einen Anwalt konsultieren

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#12
 Von 
Zuckerberg
Status:
Schüler
(492 Beiträge, 626x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Zitat (von drkabo):
Wenn schon unterschrieben und abgeschickt wurde, dürfe die Beauftragung eines Anwalts jetzt ziemlich sinnlos sein.

Sehe ich anders, es geht um die Folgekosten, da sind wir schon bei über 1.000 EUR .... bei einer Entschädigungssumme von 300 EUR dann doch etwas happig. Ich würde einen Anwalt konsultieren

Wobei fraglich ist, was der Anwalt machen soll, falls diese Vermutung von drkabo zutrifft:

Durch die Unterschrift werden Sie die Kosten akzeptiert haben.

Abgesehen berechnen sich die Anwaltskosten (die ich auch für sehr "happig" halte) anhand des Gegenstandswertes von 15000€ für die gesamte Angelegenheit (Anspruch auf Unterlassung) und nicht anhand des Schmerzensgeldes in Höhe von 300€. Zumal auch dieser Betrag in erster Linie ein Fantasiebetrag zu sein scheint.

Der eigene Anwalt dürfte schon in der Erstberatung circa 200€ kosten. Da es "nur" noch um die 1134€ geht, muss man sich fragen, ob es das noch wert sein könnte. Vielleicht bekommt der Anwalt diese Forderung gar nicht weiter runter, vielleicht nicht so weit, dass es sich gelohnt hätte. Vielleicht landet man am Ende doch noch bei einem Prozess mit entsprechendem Risiko.

Und bei 200€ würden die eigenen Anwaltskosten wohl schon dann nicht mehr bleiben, wenn der eigene Anwalt den gegnerischen anschreibt.

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#13
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1426 Beiträge, 142x hilfreich)

Der TE hat eine RS, hier wird doch wohl eine Erstberatung bei ungerechtfertigten Honoraren drin sein.

Ich würde es wagen.

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#14
 Von 
Frabato
Status:
Schüler
(377 Beiträge, 38x hilfreich)

Es gibt sicherlich Anwälte, die für eine Frage 200.- nehmen. Es gibt aber auch "andere" die vielleicht 50.- nehmen oder sich das ganze kostenlos anhören.

hatte vor kurzem eine telefonische Beratung eines Anwalts für 15.- bekommen.

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