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Mahnbescheid und Kostenfestsetzungsbeschluss

11.9.2019 Thema abonnieren
 Von 
MBatke2
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 8x hilfreich)
Mahnbescheid und Kostenfestsetzungsbeschluss

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, wie hoch die gesamten Kosten sein bei einer ursprünglichen Rechnung über 17,60€.

Also beginnend mit Mahngebühren, Abgabe an Rechtsanwalt, gerichtlicher Mahnbescheid, Gerichtsvollzieher und Kostenfestsetzungsbeschluss (wofür dieser da ist, verstehe ich sowieso nicht, da ja im gerichtlichen Mahnbescheid die Rechtsanwaltskosten aufgeführt sind).

Im konkreten Fall geht es um eine Ausgangsrechnung von 17,60€ und tatsächlich entstandenen Kosten von 651,30€. Immerhin reden wir hier von mehr als 3700% über der Ausgangsrechnung. Können diese Kosten tatsächlich entstehen. Gibt es keine Mechanismen um Schuldner vor solchen Summen zu schützen? Hier geht es nur um 17,60€, aber was wäre wenn es mal um 500€ geht?

Ich erwarte jetzt keine detaillierten Darstellungen. Sondern ob das so möglich ist und wie das ungefähr zustande kommt.

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71010 Beiträge, 32372x hilfreich)

Zitat (von MBatke2):
Können diese Kosten tatsächlich entstehen.

Der Schilderung nach offensichtlich ja:
Zitat (von MBatke2):
und tatsächlich entstandenen Kosten von 651,30€



Zitat (von MBatke2):
Gibt es keine Mechanismen um Schuldner vor solchen Summen zu schützen?

Die einfachste nennt sich "rechtzeitig bezahlen"
Ansonsten sind dem Gläubiger die notwendigen Kosten der Rechtsverfolgung zu erstatten. Da kann der Schuldner prüfen ob die Kosten tatsächlich wie behauptet notwendig waren / sind.

Wenn diese notwendig waren / sind, dann hat der Schuldner diese auch zu zahlen - wer sonst außer dem Schuldigen sollte den Schaden denn tragen?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7707 Beiträge, 1371x hilfreich)

Zitat (von MBatke2):
Sondern ob das so möglich ist und wie das ungefähr zustande kommt.
Die Forderungsaufstellung verrät doch die einzelnen *Summanden*. Fein säuberlich von oben nach unten.

Wahrscheinlich besteht die Forderung von 17,60 schon sehr lange. Der Schuldner hat sich nicht gezuckt--- die Gläubigerseite umso mehr und öfter.

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