RA antwortet nicht mehr - RAK eingeschaltet - Maßnahmen?!

5. August 2016 Thema abonnieren
 Von 
Javun
Status:
Beginner
(123 Beiträge, 62x hilfreich)
RA antwortet nicht mehr - RAK eingeschaltet - Maßnahmen?!

Hallo Zusammen,

mal angenommen man würde einen RA in einem Berufungsverfahren mit der Vertretung beauftragen. Dieser nimmt das Mandat an, kümmert sich jedoch bis zum letzten Tag des Fristendes nicht um denn Fall. An diesem Tag ruft der RA um 22:00 Uhr (2 Stunden vor Fristende!) den Mandanten an und stellt zahlreiche Fragen, da er den Fall nicht versteht. (wohlbemerkt, recht einfache Sachlage. Alle Unterlagen würden dem Anwalt bereits vor einem Monat geleifert). Letztlich schickt der RA den Antrag auf Berufung ab und verwendet zu 99% eins zu eins den Schriftsatz des Mandanten, d.h. Eigenleistung = Null.

Nun hat die Gegenpartei auf den Antrag geantwortet und brachte einige "gute" Argumente vor, welche aber durch Belege entkräftet werden können. Ich liefere dem Anwalt unmittelbar die Belege und schreibe sogar eine entsprechende Antwort als Vorlage. Der Anwalt fordert nun den Rest der Gebühr ein, da im der Fall zu komplex war. Eigentlich wurde vereinbart, dass ein Vorschuss gezahlt wird und dieser dann bei Gewährung der PKH erstattet wird. Nun forderte der Anwalt die komplette Gebühr. Nun gut, ist ja auch sein gutes recht. Die Gebühr wurde bezahlt. Der Anwalt bestätigte den Eingang und sagte zu zeitnah die Antwort an das Gericht zu verfassen und mir eine Abschrift davon zukommen zu lassen. Ich bat zusätzlich mir eine Abschrift des PKH-Antrages zukommen zu lassen, da mir scheint das er diesen gar nicht gestellt hat.

Seitdem habe ich seit über 4 Monate nichts von dem Anwalt gehört. Faxe, eMails und Briefe mit Fristsetzung blieben unbeantwortet. Auch teleofnische Nachfragen wurden von der Sekretärin stets abgewimmelt (Gemeinschaftskanzlei). Letztlich blieb mir nichts anderes möglich, als mich bei der Rechtsanwaltskammer zu beschweren. Diese schrieb den Rechtsanwalt an, doch auch der RAK antwortete der RA seit über 2 Monaten nicht, sodass diese jetzt "weitere Maßnahmen" angekündigt hat.

Nun interessiert mich natürlich in erster Hinsicht, welche "weiteren Maßnahmen" damit gemeint sind? Weiterhin wäre natürlich auch interessant in wie fern sich der Anwalt haftbar gemacht hat wegen seinem Verhalten.

Am liebsten würde ich natürlich einen anderen Anwalt mit dem Fall betrauen, jedoch kann ich mir das leider nicht leisten. Wie sollte man hier verfahren? Kann ich meine Anwort auf das Schreiben des Gegners auch selbst bei Gericht einreichen bevor hier eine Entscheidung getroffen wird? Sollte ich das Gericht über die Probleme mit meinem RA informieren und darum bitten Schreiben parallel zu erhalten?

Es handelt sich dabei um einen Antrag auf Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht. Es besteht also Anwaltszwang, sodass ich mich nicht selbst vertreten darf/kann.

Was denn, so teuer?

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Rechtsanwalt Thomas Bohle
Status:
Schüler
(470 Beiträge, 419x hilfreich)

Hier kann man nur empfehlen, das Mandat zu kündigen und neuen Anwalt zu nehmen.

Warum Sie sich das nicht leisten können, ist nicht nachvollziehbar, wenn Sie bisher (hoffentlich) noch nichts gezahlt haben.

Was nützt zudem eine (mögliche) Geldeinsparung, wenn Sie die Berufung sonst verlieren würden?


MfG

RA Thomas Bohle

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