Rechtsanwalt, Kosten gerechtfertigt?

21. März 2022 Thema abonnieren
 Von 
Ptr82
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Rechtsanwalt, Kosten gerechtfertigt?

Über "Frag einen Anwalt . de" habe ich in Bezug auf einen Widerruf mir einen Anwalt zum prüfen des Widerruf gesucht. Hierbei habe ich einen Betrag zum bearbeiten dieser Frage gewählt. In meiner Suche stand ausdrücklich, dass ich erst diesen Vertrag Prüfen lassen möchte, ob ein Widerspruch überhaupt möglich ist.
Der Anwalt wurde auch hier darauf hingewiesen, dass dieser Fall nur über die Rechtsschutzversicherungen erfolgt und keine Selbstzahlung möglich ist.

Nach wenigen Wochen der Prüfung bekam ich von dem Anwalt grünes licht, dass der Vertrag widerrufen werden kann. Wenige Tage später einen Anruf, dass hier die RSV den Betrag nicht übernimmt.

Ich habe dann abgelehnt und mit der Entscheidung leben können.

Nun erhalte ich 3 Monate später eine Rechnung für Beratung und Postgebühren.

In jeder E-Mail steht mehrfach das nur Kosten über die RSV entstehen. Für das Prüfen hat der Rechtsanwalt bereits einen Betrag über Frag einen Anwalt - de erhalten. Wie ist hier die rechtliche Lage? Hat der Anwalt nun Recht auf den geforderten Betrag?

Was denn, so teuer?

Was denn, so teuer?

Ein erfahrener Anwalt im Anwaltsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Anwaltsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(116194 Beiträge, 39222x hilfreich)

Zitat (von Ptr82):
In jeder E-Mail steht mehrfach das nur Kosten über die RSV entstehen.

Das würde dann allerdings nicht wirklich Sinn ergeben...



Zitat (von Ptr82):
Über "Frag einen Anwalt . de" habe ich in Bezug auf einen Widerruf mir einen Anwalt zum prüfen des Widerruf gesucht

Gibt es mal einen Link zu dem Beitrag?



Zitat (von Ptr82):
Nun erhalte ich 3 Monate später eine Rechnung für Beratung und Postgebühren.

Und was konkret rechnet der Anwalt da nun ab?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Ptr82
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Forderung lautet:

- Vergütung für Beratung, Gutachten, Mediation $34 I 2 RVG. 190,00 Euro
- Pauschale für Post und Telekommunikation Nr. 7002 VV RVG. 20,00 Euro

Zwischensumme netto 210,00 Euro
19% Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG. 39,90 Euro

zu zahlender Betrag 249,90 Euro

Hier habe ich keine Zustimmung erteilt in schriftlicher oder Mündlicher Form.
Der Anwalt hat über mein Gesuch bei Frag einen Anwalt (inkl. der dort berechneten Gebühr für die Frage) diesen Fall berechnet. Es wurde aber auch nicht die zu widerrufende Institution angeschrieben. Lediglich meine RSV über den Fall und das vorgehen, diese hat den Fall jedoch abgelehnt.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(116194 Beiträge, 39222x hilfreich)

Zitat (von Ptr82):
zu zahlender Betrag 249,90 Euro

Als das übliche für eine Erstberatung.



Zitat (von Ptr82):
Hier habe ich keine Zustimmung erteilt in schriftlicher oder Mündlicher Form.

Ich habe keine Ahnung, was konkret man damit zum Ausdruck bringen will.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
AR377
Status:
Praktikant
(944 Beiträge, 258x hilfreich)

Zitat (von Ptr82):
zu zahlender Betrag 249,90 Euro
Zitat (von Harry van Sell):
Als das übliche für eine Erstberatung.
Dies, weil Rechtsberatung in D per Gesetz den Rechtsanwälten vorbehalten ist und es ein diesbezügliches Rechtsanwaltsvergütungsgesetz gibt.

Einzige Ausnahme: Der rechts zu Beratende und der rechts Beratende sind identisch.
Davon mache ich Gebrauch und berate ich mich lieber weiterhin selbst :respekt:

0x Hilfreiche Antwort


#6
 Von 
AR377
Status:
Praktikant
(944 Beiträge, 258x hilfreich)

Zitat (von Ptr82):
Lediglich meine RSV über den Fall und das vorgehen, diese hat den Fall jedoch abgelehnt.
RSV - wie kommt man darauf der Privatmensch bräuchte solches?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(116194 Beiträge, 39222x hilfreich)

Zitat (von AR377):
Einzige Ausnahme:

Nö, es gibt noch ein paar andere.

So darf ein Rechtsanwalt durchaus nicht nur umsonst, sondern sogar kostenlos arbeiten



Aber wie das so ist, schlägt das Pendel auch gerne mal in die andere Richtung aus:
Beschluss der 51. Tagung der Gebührenreferenten der Rechtsanwaltskammern vom 24.09.2005:

Eine Vereinbarung, die beinhaltet, dass das 5 bis 6fache der gesetzlichen Höchstgebühr nicht überschritten wird, ist nicht unangemessen.


Bei Vergütungsvereinbarungen, die das Fünf- bis Sechsfache der gesetzlichen Höchstgebühren überschreiten, muss der Maßstab der Aufwandsbezogenheit (so etwa der Zeitaufwand) herangezogen werden.
Wo man in der Privatwirtschaft spontan "Wucher?" fragen würde, nennt es sich hier "auskömmliches Einkommen" ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 259.707 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
105.239 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen