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Rechtsanwalt ohne Zulassung bzw. falsche Angaben

 Von 
Strelitzia
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Rechtsanwalt ohne Zulassung bzw. falsche Angaben

Hallo,
meine Hauptfrage ist: " Braucht eine Rechtsanwalt tatsächlich keine Zulassung von der örtlich zuständigen Rechtsanwaltskammer um vor Gericht als Prozessbevoll- mächtigter zu agieren ? "Mein Problem: Der Prozessbevoll-mächtigte der Gegenseite benutzt in seinen Schriftsätzen einen Briefkopf als Rechtsanwalt mit Adresse und Tele- kommunikationsverbindungen ( nur mobilnetz) einer Handelsgesellschaft UG (beschränkte Haftung) deren Geschäftsführer er ist. Eine Kanzlei gibt es dort nicht, eine Zulassung der zuständigen Rechtsanwaltskammer für diese Adresse gibt es auch nicht. Es gibt die Zulassung der Rechtsanwaltskammer eines anderen Bundeslandes, unter dort angegebenen Adresse ist ebenso keine RA-Kanzlei zu finden.
Zudem bombadiert mich und Mitbetroffene ( keine Prozessbeteiligten) dieser " Rechtsanwalt " mit Anschreiben voller Beleidigungen und Drohungen, ohne sachlichen Hintergrund, ich weiß meist gar nicht,was er mit seinen Anschreiben überhaupt erreichen will.
Eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer habe ich bereits eingereicht. Dort tut sich nichts.
Was kann ich hier unternehmen?




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-- Editiert Strelitzia am 04.12.2014 19:40

-- Editiert von Moderator am 05.12.2014 16:44

-- Thema wurde verschoben am 05.12.2014 16:44

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Gericht Rechtsanwalt Gegenseite


4 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1739x hilfreich)

quote:
Es gibt die Zulassung der Rechtsanwaltskammer eines anderen Bundeslandes, unter dort angegebenen Adresse ist ebenso keine RA-Kanzlei zu finden.

Bundesland = Bundesrepublik = Bundesland

Es ist egal, in welchem Bundesland der Mann zugelassen ist. Ist er vor irgendeiner Kammer zugelassen, kann er überall in Deutschland vor Gerichten auftreten.
Je nach Verfahren braucht die Gegenseite ja offiziell auch gar keinen Rechtsanwalt.

Wenn Sie jetzt vermuten, dass der Mann gegen anwaltliche Berufspflichten (Zulassung, Kontaktangaben, Kanzlei) verstößt, können Sie dagegen nicht viel machen. Dagegn vorgehen können nur die ja bereits eingeschaltete Kammer und seine Mitbewerber, also andere Rechtsanwälte.
Sollte Mann gar keine Zulassung haben und sich trotzdem als Rechtsanwalt ausgeben, könnten Sie natürlich auch die Staatsanwaltschaft darüber informieren.

Fraglich ist aber, was Sie eigentlich erreichen wollen. Selbst wenn dieser Mann ohne Zulassung agieren würde, ändert das ja nicht an Ihrem eigentlichen Rechtsstreit. Dann schnappt die Gegenseite sich eben einen anderen Anwalt und damit genau so Recht oder Unrecht. Auch kann die Gegenseite sich ja weiterhin von diesem Mann beraten lassen, ohne dass SIe davon erfahren.

Gegen Bombardierung mit sinnlosen Schreiben und vor allem gegen Beleidigungen könnten Sie natürlich rechtlich vorgehen oder auch Strafanzeige erstatten. Allerdings ist es so, dass in einem laufenden Rechtsstreit die Schwelle für Sinnlosigkeit oder Beleidigung sehr hoch liegt. Das bedeutet, dass Sie sich sehr viel gefallen lassen müssen, bevor Sie dagegen vorgehen können.

Haben Sie selber keinen Anwalt?
Der sollte das doch alles für Sie klären können.

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 15984x hilfreich)

Ein kurzer Hinweis ans Gericht, dass bei der Adresse laut Briefkopf gar keine Kanzlei oder Gesellschaft oder Rechtsanwälte laut Kammer zugelassen sind, könnte auch helfen. Als einfacher Hinweis mit Bitte eines richterlichen Hinweises, ob das Einfluss auf den Prozess nimmt. Richter sehen so etwas natürlich auch nicht gerne und dann wird sich dieser sogenannte Anwalt mal erklären müssen.

alles andere wurde gesagt, dem stimme ich zu :-)

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33776 Beiträge, 12998x hilfreich)

Die Frage ist doch, wie eine Kanzlei aussehen muss. Da hat sich in den letzten Jahrzehnten doch sehr viel geändert. So waren früher die sog. Küchenpraxen undenkbar, es musste ein Schild an der Tür sein u.s.w. Schon vor etwa 35 Jahren haben die Juristen (Befähigung zum Richteramt war da) durchgesetzt, dass sie die Zulassung zum RA erhielten, obwohl sie die paar Fälle, die sie hatten, von der Dienstadresse aus bearbeitet haben (bei einer Landesbank). Vergleichbare Situation in einem großen Versandhaus. In der Rechtsabteilung arbeiten durch die Bank weg zugelassene Rechtsanwälte. Auch an ihren privaten Fällen. Auch bei einer großen Versicherung in Wiesbaden wird das so gehandhabt. Die Rechtsanwaltskammern spielen da inzwischen mit. Solange zumindest, wie der Rechtsanwalt unter der Adresse erreichbar ist. Bedenklich wäre nur, wenn die Person als Rechtsanwalt firmiert, aber keine Zulassung hat.

wirdwerden

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