Streitwert / Anwaltsgebühren bei Unterhalts-Einigung

19. August 2015 Thema abonnieren
 Von 
guest-12318.02.2021 15:37:40
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 127x hilfreich)
Streitwert / Anwaltsgebühren bei Unterhalts-Einigung

Folgendes Szenario:

Herr H und Frau F trennen sich und möchten sich scheiden lassen.
Sie trennen sich jedoch im "Guten" und ohne weitere Streitigkeiten.
Herr H und Frau F haben jeweils einen Anwalt.
Nun einigen sich beide Parteien und Zuhilfenahme der Anwälte bezüglich des Ehegattenunterhalts.
Beide Parteien (und deren Anwälte) gehen jeweils davon aus, dass für das gemeinsame Kind K der Unterhalt gemäß "Düsseldorfer Tabelle" gezahlt wird.
Bezüglich des nachehelichen Unterhalts wird eine Regelung gefunden.
Nun bekommen H und F die Rechnungen Ihrer Anwälte.
Der Anwalt von H hat die Summe des monatlichen Kindes -und nachehelichen-Unterhalts als Streitwert addiert und mit 12 multipliziert.
Der Anwalt von F hat lediglich die Summe des nachehelichen Unterhalts mit 12 multipliziert und als Streitwert angesetzt.

Dadurch ergibt sich für H natürlich eine höhere Zahlung an seinen Anwalt.
Welche Variante ist denn "korrekt"? Oder sind womöglich beide falsch?

Was denn, so teuer?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6997 Beiträge, 3920x hilfreich)

RA von H war offensichtlich in beiden Fällen mandatiert. RA von F evtl. nur von Frau F direkt. Im Prinzip wäre K ein weiterer Mandant.

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#2
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2517 Beiträge, 2552x hilfreich)

Zitat:
Beide Parteien (und deren Anwälte) gehen jeweils davon aus, dass für das gemeinsame Kind K der Unterhalt gemäß "Düsseldorfer Tabelle" gezahlt wird.


Vermutlich vertreten die Anwälte unterschiedliche Meinungen darüber, ob der Kindesunterhalt nun Verhandlungsinhalt war oder nicht.
Grundsätzlich könnte man wohl vertreten, solange der Kindesunterhalt auch nur irgendwie Bestandteil einer Verhandlung ("bei Kindesunterhalt gehen wir von Düsseldorfer Tabelle aus" - "wir auch") war, kann der RA dafür auch Gebühren ansetzen, da er an einer Einigung beteiligt war.
Dazu ist nicht notwendig, daß die Parteien vorher eine abweichende Meinung vertreten haben und zumindest eine Seite "eingeknickt" ist (sonst würden auch keine Gebühren anfallen, wenn A von B 100 EUR fordert und B sagt "OK" - Verzug mal vorausgesetzt).


-- Editiert von JenAn am 20.08.2015 15:54

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#3
 Von 
guest-12318.02.2021 15:37:40
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 127x hilfreich)

OK, so wie du es schreibst, ist es in etwa gewesen - also hat Frau F "Glück" und Herr H "Pech"...

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