Vollstreckungsmaßnahme nach Erstberatung

22. Dezember 2021 Thema abonnieren
 Von 
go598099-54
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Vollstreckungsmaßnahme nach Erstberatung

Moin,
Habe vor einiger Zeit eine Anzeige bzgl Nötigung im Straßenverkehr bekommen. Nicht ganz unberechtigt, jedoch anders gewesen als von Anzeigenersteller angegeben. Erstberatung bei unserer Anwältin angefragt und bekommen. Beratungshilfeschein ausgefüllt und mit genommen. Anwältin forderte Akteneinsicht an, und sagte mir ich soll erst mal nicht auf den Brief der SA antworten. Das war es dann aber auch erstmal. Jedoch hat die Anwältin mich dazu aufgefordert noch Kontoauszüge zu hinterlegen, da ich zu der Zeit noch schüler war, und keine Arbeit hatte. Dies lies ich schweifen und habe die ankommende Strafe der SA mittlerweile akzeptiert da ich keine Lust auf die Kopfschmerzen und alles hatte. Kurzerhand der Anwältin abgesagt das sie mich nicht mehr vertreten braucht. Alles gut und schön, ein paar Wochen später dann kam die Strafe der SA (600€ Geldstrafe). Was normalerweise kein Problem ist. Jedoch kamen zwei Wochen danach dann Briefe meiner Anwältin rein. eine Rechnung zu begleichen i.h.v 250€. Dies hab ich nicht eingesehen und mich quer gestellt. Denn es wurde abgesagt das sie mich nicht mehr vertreten brauch. Rechnungen ignoriert. Heute flattert ein Brief vom Amtsgericht rein. Es geht um einen Vollstreckungsbescheid i.h.v 370€ inkl. Gerichtskosten. Jetzt ist meine Frage, wie kommt die Anwältin auf 270€? Wenn die Akte doch nur 12€ + Gebühren (maximal 10€) kostet. Lohnt es sich dagegen Widerspruch einzulegen?
gruß

-- Editiert von Moderator topic am 22.12.2021 01:34

-- Thema wurde verschoben am 22.12.2021 01:34

Was denn, so teuer?

Was denn, so teuer?

Ein erfahrener Anwalt im Anwaltsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Anwaltsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118622 Beiträge, 39610x hilfreich)

Zitat (von go598099-54):
Jedoch kamen zwei Wochen danach dann Briefe meiner Anwältin rein. eine Rechnung zu begleichen i.h.v 250€.

Zitat (von go598099-54):
Jetzt ist meine Frage, wie kommt die Anwältin auf 270€?

Finde den Widerspruch...


Die gennannte Summe ist die übliche Summe die für eine Erstberatung anfallen kann.

Und wie die Anwältin darauf kommt, das steht in der Rechnung - sie wird ja nicht nur geschrieben haben "Bitte zahlen sie X EUR"



Zitat (von go598099-54):
Wenn die Akte doch nur 12€ + Gebühren (maximal 10€)

Wie kommt man denn auf so eine abenteuerliche Rechnung?



Zitat (von go598099-54):
Lohnt es sich dagegen Widerspruch einzulegen?

Was konkret rechnet sie Anwältin denn ab?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5519 Beiträge, 2494x hilfreich)

Zitat (von go598099-54):
Erstberatung bei unserer Anwältin angefragt und bekommen.


Und die musst du bezahlen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32724 Beiträge, 17216x hilfreich)

Mit Beratungshilfeschein?

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von go598099-54):
Beratungshilfeschein ausgefüllt und mit genommen.
Was heißt denn das? Die Beratungshilfe beantragst Du bei Gericht. Was also hast Du mit genommen?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118622 Beiträge, 39610x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Mit Beratungshilfeschein

Nö, ohne.
Denn er hatte "keine Lust auf die Kopfschmerzen und alles" und der Antrag war somit mangels erforderlicher Nachweise abzulehnen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38167 Beiträge, 13935x hilfreich)

Abgesehen davon, dass der Antrag auf Beratungshilfe wohl im Vorbereitungsstadium stecken geblieben ist, wäre dem Antrag auch nicht zu entsprechen gewesen, weil ja schon ein Strafbefehl in der Welt war. Das Ermittlungsverfahren also abgeschlossen war.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32724 Beiträge, 17216x hilfreich)

Nein, der SB war durchaus noch nicht in der Welt:

Zitat:
ein paar Wochen später dann kam die Strafe der SA (600€ Geldstrafe)

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38167 Beiträge, 13935x hilfreich)

muemmel, ich hab es anders verstanden. Wichtig ist ja, dass der Fragesteller kapiert, wie es abgeht. Nur, wenn die Unterlagen vor Abschluss des Ermittlungsverfahrens bei der Anwältin gewesen wären und sie noch vor Abschluss der Ermittlungsverfahrens beim Gericht eingegangen wären, wäre ja Beratungshilfe in Betracht gekommen. Wann er zu seiner Anwältin gegangen ist, wann dann irgendwann das Beratungshilfeformular ausgefüllt wurde, wie auf der Zeitschiene weiter verfahren wurde, wir wissen es nicht. Und da kann schon längst alles gelaufen gewesen sein, einfach weil das Ermittlungsverfahren vor der Bearbeitung abgeschlossen worden sein könnte.

Jedenfalls muss der Fragesteller zahlen, da sind wir uns hier wohl alle einig. Mein Beitrag sollte lediglich dazu dienen, ihm mental das alles etwas zu erleichtern.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6922 Beiträge, 1460x hilfreich)

Der TE ist Schüler, der weiss noch nicht wie es im Leben ist. Und dass ein Anwalt eben auch für seine Arbeit bezahlt werden muss...

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118622 Beiträge, 39610x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Der TE ist Schüler, der weiss noch nicht wie es im Leben ist. Und dass ein Anwalt eben auch für seine Arbeit bezahlt werden muss...

Das man andere für ihre Leistung bezahlen muss sollte auch Schülern bekannt sein - ganz besonders in der Altersklasse ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38167 Beiträge, 13935x hilfreich)

Wir haben es hier nicht mit einem 6-jährigen Kind zu tun, sondern mit einem Volljährigen mit eigenem Verdienst. Der sollte eigentlich wissen, dass Leistungen zu bezahlen sind, alles seinen Preis hat.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 264.993 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.224 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen