Wechsel des Anwalts bei Prozess-Kostenhilfe möglich?

25. Februar 2022 Thema abonnieren
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)
Wechsel des Anwalts bei Prozess-Kostenhilfe möglich?

Ich habe einen Rechtsanwalt in einem Mietrechtsstreit durch einen Beratungshilfe-Schein genommen.

Nach dem ersten Gespräch und ersten Tätigkeiten war ich recht zufrieden doch plötzlich antwortete er auf meine E-Mails nicht mehr, zum Teil sogar noch nicht einmal mehr gelesen worden, Rückruf bitten wurden mehrfach ignoriert, Aufforderungen Mietminderung einzureichen ist er einfach nicht nachgekommen.

Nach dem nun eine Klage gegen mich eingegangen ist deren Notfrist heute endet.

Bei einem Gespräch am Mittwoch wegen einer Klage Abwendung hat er mir sogar bei wichtigen Informationen das Wort verboten.

Wichtige Informationen die von Bedeutung sind, die ich ihm während des Gespräches per Mail zugesandt hatte wollte er sich nicht einmal mehr ansehen.

Den Antrag auf Prozess-Kostenhilfe den ich bereits vor Monaten ausgefüllt hatte, hatte er am Mittwoch noch auf seinem Tisch liegen und immer noch nicht eingereicht.

Nach diesem Vorfällen möchte ich nun nicht mehr mit diesem Anwalt zusammen arbeiten.

Deser hat mich in keinster weiße beraten oder ähnliches.

Ist es möglich den Anwalt noch zu wechseln?
Der Prozess-Kostenhilfe antrag ist durch sein verschulden noch nicht eingereicht worden und auch noch nicht bewilligt. Worden

Ist ein Wechsel des Anwalts bei Prozesskostenhilfe möglich?

Was denn, so teuer?

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32 Antworten
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#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16322 Beiträge, 9240x hilfreich)

Zitat:
Den Antrag auf Prozess-Kostenhilfe den ich bereits vor Monaten ausgefüllt hatte, hatte er am Mittwoch noch auf seinem Tisch liegen und immer noch nicht eingereicht.

Das Einreichen den PKH-Antrags bei Gericht ist mit Sicherheit nicht vom Beratungshilfeschein abgedeckt gewesen, da ein Beratungshilfeschein nur außergerichtliche Tätigkeiten abdecken darf.

Zitat:
Ist es möglich den Anwalt noch zu wechseln?

Ja - klar.
Dann rechnet der bisherige Anwalt die bisherige Tätigkeit über die Beratungshilfe ab - und der neue Anwalt ist dann "nur" für die gerichtliche Tätigkeit mandatiert.
Das praktische Problem wird sein, auf die Schnelle einen Anwalt zu finden, der motiviert ist und es in der kurzen Zeit schafft, zu handeln.

Zitat:
Ist ein Wechsel des Anwalts bei Prozesskostenhilfe möglich?

Wenn man während der bewilligten PKH den Anwalt wechselt, bleibt man auf den Mehrkosten selbst sitzen. Aber bei Ihnen wurde ja noch gar keine PKH beantragt ...

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#2
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Aber bei Ihnen wurde ja noch gar keine PKH beantragt ...


Ich denke mittlerweile wird der Anwalt den Antrag auch eingereicht haben

Nur hab ich noch keine Bewilligung.

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38165 Beiträge, 13934x hilfreich)

Wir müssen hier doch zwei Phasen unterscheiden. Die erste ging bis zur Rechtshängigkeit. Die ist durch Beratungshilfe abgedeckt. Dann kommt die zweite Phase. Die ist dann durch Prozesskostenhilfe abgedeckt, wenn die Voraussetzungen da sind. Also ein mandatierter Anwalt die Unterlagen einreicht, oder der Betroffene die Unterlagen selbst einreicht mit der Bitte, Anwalt xy beizuordnen.

Hier ist in der zweiten Phase der Anwalt bereits tätig geworden. Entzieht der Beklagte jetzt das Mandat, dann bekommt er keine PKH bewilligt, er wird also privat beim Mandanten abrechnen. Ist er bereits beigeordnet, dann bedarf es der Entpflichtung durch das Gericht und einer neuen Beiordnung. Dies geschieht in der Regel nur, wenn beide Anwälte einverstanden sind, dem Staat dadurch keine Mehrkosten entstehen. Auch da kann der erste Anwalt abrechnen, im Zweifel beim Ex-Mandanten.

wirdwerden

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#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16322 Beiträge, 9240x hilfreich)

Wenn der alte Anwalt den Antrag schon eingereicht hat und Sie jetzt den Anwalt wechseln, wird der alte Anwalt wahrscheinlich eine Rechnung für das Einreichen des PKH-Antrags schicken, auf der Sie sitzen bleiben.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#5
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Ein Anruf bei Gericht hat soeben gezeigt dass noch keine unterlagen bezüglich der Prozess-Kostenhilfe eingereicht wurden.

In der Notfristanzeige die er an das Gericht geschickt hat, beantragt er die Bewilligung von Prozesskostenhilfe.

Die Erklärung über meine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse werden nachgereicht und die Begründung des Antrags erfolgt mit der Klageerwiderung.

Da er diese beim zuständigen Gericht beantragt, könnte da ein Schreiben mit der Bitte diesem Anwalt die Prozess-Kostenhilfe nicht zu gewähren, eventuell hilfreich sein? ??

Noch sind meine Unterlagen nicht eingereicht worden und noch nichts bewilligt.

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#6
 Von 
Ballivus
Status:
Lehrling
(1127 Beiträge, 303x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Da er diese beim zuständigen Gericht beantragt, könnte da ein Schreiben mit der Bitte diesem Anwalt die Prozess-Kostenhilfe nicht zu gewähren, eventuell hilfreich sein? ??

Das könnte ggfls. insofern hilfreich sein, dass mit der Bewilligung von PKH gewartet wird bis sich ein neuer Anwalt für dich meldet.
Du wirst dann aber für die Tätigkeit des jetzigen Anwalts, insofern keine Deckung des BerH-Scheins vorliegt, aus eigener Tasche zahlen müssen.

Signatur:

Meine Beiträge besser schnell lesen, bevor sie wieder gelöscht werden.

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Ist ein Wechsel des Anwalts bei Prozesskostenhilfe möglich?

Es gint derzeit offenbar noch gar keime Prozesskostenhilfe



Zitat (von Vike28):
Der Prozess-Kostenhilfe antrag ist durch sein verschulden noch nicht eingereicht worden

Nö, da bist Du selber für verantwortlich den einzureichen.
Insofern wäre das schon länger zuvor möglich gewesen.


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#8
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Ballivus):
Du wirst dann aber für die Tätigkeit des jetzigen Anwalts, insofern keine Deckung des BerH-Scheins vorliegt, aus eigener Tasche zahlen müssen.


Ich hatte anfangs einen Beratungshilfe-Schein über die seine bisherige Arbeit wohl gelaufen ist.

Da es jetzt gerichtlich wird zählt ab jetzt der PKH

Oder?

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Oder?

Genau, oder ...


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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Genau, oder ...


Da der Anwalt allerdings die Unterlagen und den Prozesskostenhilfeantrag noch gar nicht bei Gericht eingereicht hat und dieser auch noch nicht bewilligt wurde.

Würde einem Anwaltswechsel doch eigentlich nicht im Wege stehen, oder???


Könnte durch eine Kündigung des Mandats, ein Einreichen des PHK somit verhindert werden???


Oder durch ein Schreiben an das Gericht mit der Bitte der Ablehnung dieses Anwalts??


Da seine Tätigkeiten bis jetzt durch den Beratungshilfeschein gedeckt worden sind, würden somit keine Kosten für mich anfallen.

Sehe ich das so richtig????

-- Editiert von Vike28 am 25.02.2022 20:18

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#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Da seine Tätigkeiten bis jetzt durch den Beratungshilfeschein gedeckt worden sind,

Da habe ich gewisse Zweifel dran, da er die Notfristanzeige bereits an das Gericht geschickt hat.



Zitat (von Vike28):
Könnte durch eine Kündigung des Mandats, ein Einreichen des PHK somit verhindert werden???

Oder durch ein Schreiben an das Gericht mit der Bitte der Ablehnung dieses Anwalts??

Wenn dann würde ich beides parallel machen.

Problem: hat man den schon einen neuen Anwalt an der Hand?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Da habe ich gewisse Zweifel dran, da er die Notfristanzeige bereits an das Gericht geschickt hat.[/quote

* Gehört dies bereits zur Prozess-Kostenhilfe?

* Welche Auswirkungen hat diese Notfristanzeige auf mich?

Solange aber der PHK antrag bzw noch einmal eingereicht wurde oder bewilligt wurde müsste doch problemlos ein anderer Anwalt beantragt werden können, oder? ?


Zitat (von Harry van Sell):
Problem: hat man den schon einen neuen Anwalt an der Hand?


Bislang leider noch nicht, ...

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#13
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Da habe ich gewisse Zweifel dran, da er die Notfristanzeige bereits an das Gericht geschickt hat.


[b]* Gehört die Notfristanzeige bereits zum Teil der Prozesskostenhilfe?
[/b]

* Welche Auswirkungen hätte es denn wenn das Mandat zum jetzigen Zeitpunkt entzogen wird?


Theoretisch müsste doch noch problemlos ein Anwaltswechsel, ohne das zusätzliche Kosten entstehen möglich sein, solange aber die Unterlagen für PHK noch nicht eingereicht wurden und diese noch nicht bewilligt wurden, oder? ?

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Ballivus
Status:
Lehrling
(1127 Beiträge, 303x hilfreich)

Nein, der Anwalt ist bereits gerichtlich tätig geworden. Dies ist vom BerH-Schein nicht abgedeckt.
Entsprechende Kosten sind entstanden.

Signatur:

Meine Beiträge besser schnell lesen, bevor sie wieder gelöscht werden.

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#15
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Ballivus):
Nein, der Anwalt ist bereits gerichtlich tätig geworden. Dies ist vom BerH-Schein nicht abgedeckt.
Entsprechende Kosten sind entstanden.


Nur mit dem Schreiben der Notfrist ans Gericht??

Wie hoch wären diese Kosten, bei einem Streitwert von 5000 € wo es sich in dem Rechtsstreit mit meinem Vermieter handelt??!

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
guest-12329.10.2023 19:00:48
Status:
Praktikant
(662 Beiträge, 72x hilfreich)

Der Anwalt hätte inzwischen locker den Pkh mit Unterlagen einreichen können, da ab. 1.1 beA Pflicht bei Gericht herrscht, geht das fix über einscannen und internet

-- Editiert von Catslove am 27.02.2022 09:14

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Catslove):
Der Anwalt hätte inzwischen locker den Pkh mit Unterlagen einreichen können, da ab. 1.1 beA Pflicht bei Gericht herrscht, geht das fix über einscannen und internet


Also am Freitag 12:25 war dies noch nicht gesehen. So war die Auskunft bei Gericht und der Anwalt war zu dieser Uhrzeit bereits nicht mehr in der Kanzlei und laut Auskunft der Sekretärin wurde auch nichts ans Gericht geschickt.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
guest-12329.10.2023 19:00:48
Status:
Praktikant
(662 Beiträge, 72x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Also am Freitag 12:25 war dies noch nicht gesehen. So war die Auskunft bei Gericht und der Anwalt war zu dieser Uhrzeit bereits nicht mehr in der Kanzlei und laut Auskunft der Sekretärin wurde auch nichts ans Gericht geschickt.


Per Post darf das eh nicht mehr verschickt werden, nur über beA und das kann durchaus freitag noch geschehen sein.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38165 Beiträge, 13934x hilfreich)

Man kann es doch drehen wie man will. Es hat eine Mandatierung hinsichtlich des Gerichtsverfahrens gegeben. Damit wird beim Anwaltswechsel der Fragesteller auch bei Bewilligung von PKH für einen anderen Anwalt der jetzige Anwalt privat gezahlt werden müssen. Wer soll denn die Mehrkosten wegen des Anwaltswechsels bezahlen?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Es ist ja nicht so dass ich den Anwalt einfach grundlos wechseln will.

Er hat auf ca. 10 E-Mails von mir nicht reagiert.
Mehrere Rückruf Bitten würden einfach ignoriert.

Während dem Gespräch wegen der Klageabwendung wurde mir nicht einmal zugehört, sogar dass Wort verboten:

"Jetzt hab ich genug Geschichten, es reicht!!!"

Dabei waren es wichtige Informationen.

Verfahrenswichtig Unterlagen die ich vorbereitet habe die ich während dem Gespräch per E-Mail gesendet habe, wurden abgelehnt diese überhaupt anzusehen.

Obwohl ich es mehrmals erwähnt habe dass es sehr wichtig ist.

Dazu wurde gesagt:
"Das habe Sie jetzt schon 3 Mal gesagt!!"

Auf meine Frage wie meine Chancen stehen hieß es:
"Das Weiß ich nicht"

Das ist doch unglaublich.


Bei Google Suche habe ich das gefunden:
Anwalt wechseln bei Verfahrenskostenhilfe / Prozesskostenhilfe


Hier gilt die Grundregel: Der Anwalt mit Verfahrenskostenhilfe darf durch einen anderen Rechtsanwalt mit Verfahrenskostenhilfe gewechselt werden, wenn eine vernünftige Person, die keine Verfahrenskostenhilfe erhält, unter denselben Umständen auch den Anwalt wechseln würde.

Ich bitte dringend um Hilfe.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Es ist ja nicht so dass ich den Anwalt einfach grundlos wechseln will.

Er hat auf ca. 10 E-Mails von mir nicht reagiert.
Mehrere Rückruf Bitten würden einfach ignoriert.

Während dem Gespräch wegen der Klageabwendung wurde mir nicht einmal zugehört, sogar dass Wort verboten:

"Jetzt hab ich genug Geschichten, es reicht!!!"

Dabei waren es wichtige Informationen.

Verfahrenswichtig Unterlagen die ich vorbereitet habe die ich während dem Gespräch per E-Mail gesendet habe, wurden abgelehnt diese überhaupt anzusehen.

Obwohl ich es mehrmals erwähnt habe dass es sehr wichtig ist.

Dazu wurde gesagt:
"Das habe Sie jetzt schon 3 Mal gesagt!!"

Auf meine Frage wie meine Chancen stehen hieß es:
"Das Weiß ich nicht"

Das ist doch unglaublich.


Bei Google Suche habe ich das gefunden:
Anwalt wechseln bei Verfahrenskostenhilfe / Prozesskostenhilfe


Hier gilt die Grundregel: Der Anwalt mit Verfahrenskostenhilfe darf durch einen anderen Rechtsanwalt mit Verfahrenskostenhilfe gewechselt werden, wenn eine vernünftige Person, die keine Verfahrenskostenhilfe erhält, unter denselben Umständen auch den Anwalt wechseln würde.

Ich bitte dringend um Hilfe.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Es ist ja nicht so dass ich den Anwalt einfach grundlos wechseln will.

Er hat auf ca. 10 E-Mails von mir nicht reagiert.
Mehrere Rückruf Bitten würden einfach ignoriert.

Während dem Gespräch wegen der Klageabwendung wurde mir nicht einmal zugehört, sogar dass Wort verboten:

"Jetzt hab ich genug Geschichten, es reicht!!!"

Dabei waren es wichtige Informationen.

Verfahrenswichtig Unterlagen die ich vorbereitet habe die ich während dem Gespräch per E-Mail gesendet habe, wurden abgelehnt diese überhaupt anzusehen.

Obwohl ich es mehrmals erwähnt habe dass es sehr wichtig ist.

Dazu wurde gesagt:
"Das habe Sie jetzt schon 3 Mal gesagt!!"

Auf meine Frage wie meine Chancen stehen hieß es:
"Das Weiß ich nicht"

Das ist doch unglaublich.


Bei Google Suche habe ich das gefunden:
Anwalt wechseln bei Verfahrenskostenhilfe / Prozesskostenhilfe


Hier gilt die Grundregel: Der Anwalt mit Verfahrenskostenhilfe darf durch einen anderen Rechtsanwalt mit Verfahrenskostenhilfe gewechselt werden, wenn eine vernünftige Person, die keine Verfahrenskostenhilfe erhält, unter denselben Umständen auch den Anwalt wechseln würde.

Ich bitte dringend um Hilfe.

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38165 Beiträge, 13934x hilfreich)

Ich habe eher den Eindruck, dass Du eine ziemliche Nervensäge bist. Ich wiederhole aus dem anderen Thread von Dir mit derselben Problematik. Wenn alles gesagt ist, dann muss man als Anwalt auch nicht mehr reagieren. Und woher soll ein Anwalt wissen, wie ein Verfahren ausgeht? Mich stimmen da eher die Anwälte nachdenklich, die den Ausgang von Gerichtsverfahren vorher sagen. Und trotz Deines schlechten Gefühls mandatierst Du den Anwalt nach Klageerhebung? Das ist kein Fall, der einen Wechsel auf Kosten des Steuerzahlers rechtfertigt. Aus gutem Grund halten sich die Gerichte mit der Finanzierung von Anwaltswechseln sehr zurück.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Ballivus
Status:
Lehrling
(1127 Beiträge, 303x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Das ist doch unglaublich.

Das einzig unglaubliche an der Sachverhaltsschilderung ist, dass der Anwalt das Mandat noch nicht selbst beendet hat.

Signatur:

Meine Beiträge besser schnell lesen, bevor sie wieder gelöscht werden.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Ballivus):
Das einzig unglaubliche an der Sachverhaltsschilderung ist, dass der Anwalt das Mandat noch nicht selbst beendet hat.


Wie kann ich das verstehen??



Ich habe gerade sämtliche E-Mails mit Lesebestätigungen zusammen gesucht.

Nach einem Telefonat am 19.11 habe ich kurz vor Feierabend noch in der Kanzlei angerufen und der Sekretärin gebeten sie solle dem Anwalt ausrichten sich die gerade versendete sehr wichtige E-Mail anzusehen.

Gesendet:19.11
Gelesen: 06.02

Ich übertreibe wirklich nicht !!!


Siehe Lesebestätigung:

https://ibb.co/LrzmDFC

-- Editiert von Vike28 am 28.02.2022 11:34

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Ballivus
Status:
Lehrling
(1127 Beiträge, 303x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
Wie kann ich das verstehen??

Ich denke, dass die Quoten von Anwälten, die sich auf eine derartige Mandantschaft einlassen im Promille-Bereich liegt.
Kein "normaler" Anwalt müht sich mit einem derart "speziellen" Mandanten für die paar Euro der Beratungshilfe und PKH-Vergütung bei einer Streitwert von 5.000 EUR ab.

Signatur:

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0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Vike28):
habe ich kurz vor Feierabend noch in der Kanzlei angerufen und der Sekretärin gebeten sie solle dem Anwalt ausrichten sich die gerade versendete sehr wichtige E-Mail anzusehen.

Nicht alles was der Mandant als "wichtig" bzw. "verfahrenswichtig" angesehen wird, ist es auch.
Es muss dann auch nicht sofort gelesen werden, sondern nur "rechtzeitig". Oft ist es so, das der Anwalt die ganze Akte erst kurz vor dem Verfahren durchgeht und nicht jedes Mal wenn eine E-Mail vom Mandanten kommt



Zitat (von Vike28):
Ich habe gerade sämtliche E-Mails mit Lesebestätigungen zusammen gesucht.

Da der Empfänger entscheidet, wann er diese Lesebestätigungen versendet, kann man da nicht draus schließen, wann diese Mail das erste Mal gelesen wurde.


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0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38165 Beiträge, 13934x hilfreich)

Darauf kommt es doch hier überhaupt nicht an, also auf das, was im außergerichtlichen Verfahren lief. Wenn man es aber wirklich berücksichtigen würde, dann käme man doch zu dem Schluss, dass jemand in Kenntnis der Arbeitsweise eben diesen Anwalt mandatiert hat. Wieso soll dann der Steuerzahler einen Anwaltswechsel finanzieren?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Vike28
Status:
Schüler
(305 Beiträge, 6x hilfreich)

Mein Anwalt hat seine Notfristanzeige am 16.02 beim Amtsgericht eingereicht.

Nach einem Anruf bei Gericht habe ich gerade erfahren das die Gegenseite eine Zurückweisung der Prozesskostenhilfe aufgrund von ohne Aussicht auf Erfolg bereits am 22.02 beantragt hat.

Trotz des erfolgten Gesprächstermins am 22.02 wurde ich nicht über diesen Schritt informiert.

Hat er somit gegen seine Informationspflicht verstoßen?

Was ist wenn der Anwalt die Frist für die einreichung der Klageerwiderung versäumt?
Geht dies zu meinen Lasten aus??



-- Editiert von Vike28 am 07.03.2022 16:23

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38165 Beiträge, 13934x hilfreich)

Wie soll der Anwalt über einen Schrifteingang bei Gericht (nicht bei ihm) vom 22.2. in einer Besprechung vom 22.2. Bescheid wissen? Wann das Schreiben an den Anwalt weitergeleitet wurde, das wissen wir nicht. Jedenfalls hatte er dieses Schreiben am 22. nicht in seiner Akte. Konnte also gar nicht besprochen werden. Und wann es überhaupt bei ihm angekommen ist, keine Ahnung, weil man nicht weiß, wann es aus dem System des Gerichts überhaupt raus kam. Mit Vorlage beim Richter oder Rechtspfleger, Bearbeitung dort, dann Rücklauf zur Geschäftsstelle, Umsetzung der getroffenen Verfügung von Richter/Rechtspfleger. Dann geht es zur Poststelle, wird von dort entweder ins Gerichtsfach des Anwalts gelegt oder aber per Post auf den Weg gebracht. Auch das dauert. Und wann das Anwaltsfach geleert wird, das ist auch unterschiedlich, klar.

Das, was da die Gegenseite geschrieben hat, würde ich als allgemeine Unmutsäußerung einsortieren. Die erfolgt doch fast immer und interessiert nicht. Es wird erst spannend, wenn PKH abgelehnt wird.

Die wenigsten Fristen sind Notfristen, wegen Versäumung derer ein Verfahren verloren wird. Das geschieht aus anderen Gründen. Und wenn ein Anwalt nachweisen kann, dass er eine Frist aus nicht von ihm zu vertretenen Gründen vergeigt hat, wird das auch vom Gericht akzeptiert, eine Nachfrist gesetzt. Wenn wir allerdings das Gericht eine solche Nachfrist nicht gewähren kann oder will, dann kann es passieren, dass das Verfahren deshalb verloren wird. Das ist dem Mandanten zuzurechnen. Allerdings ist jeder Anwalt versichert, seine Haftpflichtversicherung kommt aber nur für den möglichen Schaden auf, wenn das Verfahren hätte gewonnen werden können.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

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