Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
503.923
Registrierte
Nutzer

Welches Spiel treibt der Anwalt mit mir?

 Von 
Boesewicht
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 1x hilfreich)
Welches Spiel treibt der Anwalt mit mir?

Ich bin an einen Anwalt geraten, welcher mir mittlerweile sehr suspekt vorkommt:
Der Anwalt reichte beim AG einen Mahnbescheid gegen mich ein, da zurecht Forderungen einer Eigentümergemeinschaft auf Hausgeldzahlungen gegen mich vorlagen. Nach erhalt des VB beauftragte der Anwalt einen GV die Pfändung von 2 Mieten durchzuführen. Eine Miete erhalte ich aus einer Wohnung über welche ich Eigentümer bin, die andere Miete erhalte ich aus einer Wohnung wo ich lediglich Vollmachtsinhaber bin, die Miete aber komplett ( Kaltmiete, NK und Nachzahlungen auf NK ) laut Vollmacht zu meinen Gunsten und zur freien Verfügung behalten darf.
Dem Vollmachtsgeber ist klar, das er als eingetragener Eigentümer für das Hausgeld haftet ( steht so in der Vollmacht drin ).
Dem Anwalt ist bekannt, das ich nicht für Zahlungen auf das Hausgeld dieser Wohnung hafte. Dennoch hat er einen Betrag ( wie er mir nach langem Bohren mitteilte ) von monatlich 150 € auf die Betriebskosten nicht etwa meiner Wohnung, für welche ich hafte sondern auf die Wohnung über die ich kein Eigentümer bin und somit auch nicht hafte abgeführt!
Der Mieter hat während der Pfändungszeit auch eine Nachzahlung geleistet, welche beim Rechtsanwalt überhaupt nicht aufgelistet ist gezahlt.
Die Mietpfändung begann am 30.08.07 und die Nachzahlung des Mieters in Höhe von ca. 500 € ist am 15.12.07 gezahlt worden. Das heißt es wurden allein im Jahr 2007 gut 1250 € zweckentfremdet verwertet. Die Nebenkostenabrechnung für 2007, welche mir Mitte 2008 zugestellt wurde beinhaltet diesen Betrag nicht!
In 2008 ( die Pfändung ging bis 30.11.08 ) sind eine Nachzahlung über 205 € geleistet worden und 12 x 150 € , wie beschrieben abgeführt worden, was einem Betrag von 2005 € entspricht. Desweiteren teilte mir der Anwalt mit zusendung der Titels mit, das der Überschuss von 215 € nicht an mich ausgezahlt werden könnte, da er eine weitere Forderung gegen mich hätte. Auch die Miete für Januar 2009, welche noch auf das Konto des Anwaltes ging wird unter diesem Vorwand einbehalten!

Was kann ich tun um das Geld zurück zu bekommen?

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Vollmacht Anwalt Geld


13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
icecycle
Status:
Junior-Partner
(5342 Beiträge, 1754x hilfreich)

Im Mahnbescheid wird doch nur die Hausgeldforderung gegen Dich wegen Deiner Eigentumswohnung geltend gemacht.
Vollstreckt werden darf nur die im Titel geltend gemachte Forderung !

Mache selbst eine Aufstellung über Deine Hausgeldschulden mit Gegenüberstellung von allen geleisteten Zahlungen. Sende diese an den Anwalt und verlangt eine Stellungnahme und Rückzahlung des überzahlten Betrags.
Setzt ihm dabei eine Frist. Drohe ihm mit einer Klage und Strafanzeige bei fruchtlosen Fristablauf.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Wellkamp
Status:
Praktikant
(961 Beiträge, 412x hilfreich)

> Dennoch hat er einen Betrag ( wie er mir nach langem Bohren mitteilte ) von monatlich 150 € auf die Betriebskosten nicht etwa meiner Wohnung, für welche ich hafte sondern auf die Wohnung über die ich kein Eigentümer bin und somit auch nicht hafte abgeführt!

Warum sollte er das nicht dürfen? Du schreibst doch "einer Wohnung wo ich lediglich Vollmachtsinhaber bin, die Miete aber komplett [...] laut Vollmacht zu meinen Gunsten und zur freien Verfügung behalten darf."


0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
icecycle
Status:
Junior-Partner
(5342 Beiträge, 1754x hilfreich)

"einer Wohnung wo ich lediglich Vollmachtsinhaber bin, die Miete aber komplett [...] laut Vollmacht zu meinen Gunsten und zur freien Verfügung behalten darf."

Es kommt auf Inhalt der Vollmacht an. Vollmacht wofür ?
Dass die Miete komplett zu Gunsten von Clu geht, könnte einen anderen bestimmten Grund haben.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Boesewicht
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 1x hilfreich)

Zur Vollmacht ganz kurz:

Ich habe die Wohnung vor gut 12 Jahren vom Eigentümer mittels Notarvertrag gekauft. Da dem Eigentümer aber nur 23/24 der Wohnung gehörten und das 1/24 einem Anverwandten, welcher nicht auffindbar war, ließ ich mir im Vertrag ein Rücktrittsrecht nach 24 Monten einräumen. Desweiteren vereinbarte ich mit dem Verkäufer das alle Zahlungen, welche er von mir erhalten würde mit dem kaufpreis zu verrechnen wären. Ich zahlte damals an den Verkäufer ca. 30.000 DM innerhalb der 24 Monate. Als der Vertrag dann immer noch nicht durchgeführt werden konnte verlängerten wir das Rücktrittsrecht einvernehmlich um weitere 24 Monate.
Ich ließ mir vom Verkäufer eine Vollmacht geben, welche mich in die Lage versetzte, die Jahre lang leer stehende Wohnung in meinem Namen vermieten zu können. Gleichzeitig, da ich bereits weitere zahlungen an den Verkäufer geleistet hatte trat dieser in dieser Vollmacht alle Mieteinnahmen( auch zukünftige ) ( Kaltmiete, Nebenkosten und Nachzahlungen des Mieters an mich ab.
Dee Eigentümer haftet laut Vollmacht bis zum Eintrag des Eigentumswechsels für alle zahlungen auf das Hausgeld.
Die Vollmacht hat Gültigkeit über den Tod hinaus, sie kann vom Vollmachtsinhaber abgetreten werden.
Die Vollmacht erlischt mit der Eintragung des Vollmachtsinhabers ins Grundbuch oder , wenn dem Vollmachtsinhaber alle auf den kaufpreis geleisteten zahlungen zurückerstattet werden.
Die komplette Miete sollte dem Käufer für entgangene Zinsen und Steuervorteile zur freien Verfügung sein.

Nach fast 6 Jahren stellte sich heraus, das man von dem Anverwandten, welcher zu 1/24 stel Miteigentümer war, weder ein Geburtsdatum hatte noch ein datum an dem er verstorben sein könnte. Ohne Geburtsurkunde kann man niemanden für Tot erklären lassen und so wurde der Vertrag letztlich undurchführbar. Da der Verkäufer mir meine Zahlungen auf den Kaufpreis nicht zurückerstatten kann, bin ich seither Vollmachtsinhaber. Für das Hausgeld haftet, wie aus der Vollmacht hervorgeht der Eigentümer!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
Wellkamp
Status:
Praktikant
(961 Beiträge, 412x hilfreich)

> Für das Hausgeld haftet, wie aus der Vollmacht hervorgeht der Eigentümer!

Das ist doch irrelevant.

Wenn der A dem B 1000 EUR schuldet, ist völlig egal, wo der B (der im Besitz eines Titels ist), das Geld von A eintreibt - durch Lohnpfändung, durch Pfändung seines Benz, durch Pfändung der Einnahmen aus A's nebenberuflich betriebenem Hundefriseursalon oder vom C, der bei A noch Schulden hat.
Das kann sich der Gläubiger aussuchen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Boesewicht
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 1x hilfreich)

@wellkamp
du scheinst nicht richtig lesen zu können oder du hast die Frage nicht richtig verstanden!!!!

Die Mieten von A sind gepfändt und bedienen einen Vollstreckungsbescheid für welchen A haftet.
Jetzt nimmt der Anwalt einen Teil aus der Pfändung und bedient damit Schulden eines anderen Schuldners!
Allein in 2007 wurde so ein Betrag von 1250 € den Mieten entnommen und nicht für die Vollstreckung verwendet.
In der Nebenkostenabrechnung 2008 tauchen die 1250€ in keiner Abrechnung auf!

Ich hab heute vom Anwalt ein Schreiben erhalten in dem er mir mitteilt, das ich das Geld nicht zurück erhalte, er hätte es an die Hausverwaltung abgeführt. Im übrigen ginge er von einer Art Nießbrauch aus, so das ich sowieso für das Hausgeld beider Wohnungen haften müsste.

Ich glaube der "Gute" weiß nicht mal den Unterschied zwischen Vollmacht und Abtretung und einem Nießbrauch!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
Wellkamp
Status:
Praktikant
(961 Beiträge, 412x hilfreich)

> du scheinst nicht richtig lesen zu können oder du hast die Frage nicht richtig verstanden

Vielleicht solltest du die dritte Möglichkeit in Betracht ziehen, nämlich daß du die Frage mißverständlich oder unvollständig formuliert hast.

> Die Mieten von A sind gepfändt und bedienen einen Vollstreckungsbescheid für welchen A haftet.

Und wo steht das weiter oben? Das schreibst du hier zum ersten mal. Du kannst nicht relevante Teile verschweigen und dann Poster anpöbeln, weil sie deinen unvollständigen Murks nicht verstehen würden oder nicht lesen könnten.

Viel Spaß noch bei dem Versuch, auf dein unhöfliches Gemaule sinnvolle Antworten zu bekommen!


0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6790 Beiträge, 3708x hilfreich)

Die Schilderung des Sachverhaltes halte ich auch für nicht verständlich. Und zudem werde ich das Gefühl nicht los, dass der Fragensteller hier vielleicht etwas reininterpretiert, was gar nicht vorliegt.

Erstmal wäre von Interesse, über welchen Betrag sich der Vollstreckungsbescheid verhielt. Vielleicht beinhaltet der Vollstreckungsbescheid ja bereits die Beträge für die der Fragensteller nach seinen Infos an und für sich nicht haften soll. Ist dies der Fall, dann hätte der Fragensteller bereits gegen den Vollstreckungsbescheid vergehen sollen. Hat er das verpennt, sein Pech.

Handelt es sich bei dem in dem Vollstreckungsbescheid genannten Beträgen nur um die rückständigen Hausgelder, die die im Eigentum des Fragenstellers stehende Wohnung betreffen, dann kann der RA aus der Vollstreckung nicht einfach Gelder auf andere Verbindlichkeiten anrechnen. Das geht selbst dann nicht, wenn weitere z.B. nicht titulierte Verbindlichkeiten gegen den gleichen Schuldner bestehen würden.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
Boesewicht
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 1x hilfreich)

@eidechse
vielen Dank, das war die erste gute Antwort.

Der RA hat nur einen Vollstreckungsbescheid über die Forderungen, für welche ich tatsächlich hafte.
Er hatte damals im Mahnbescheid auch die Kosten für die andere Wohnung ( für welche ich die Vollmacht habe ) mit aufgeführt, mußte diese Kosten aber nach meinem Widerspruch im Gerichtstermin zurücknehmen!
Der RA hat keine weitere titulierte Forderung gegen mich, zahlt den Überschuss und die Januar Mieten aber einfach nicht an mich aus, da er der Anscicht ist er hätte noch eine Forderung gegen mich.
Auch bei den einbehaltenen Geldern stellt er sich dumm, er vertritt jetzt die Meinung ich würde auch für das Hausgeld der Wohnung ( wo ich nur die Vollmacht habe ) haften, da die aktuelle Situation einem Nießbrauch gleich käme.
Ich hab dem Anwalt gestern geschrieben, er möchte mir den Betrag in Höhe von fast 4000 € bis zum 24.01 überweisen andernfalls stelle ich Strafanzeige und reiche Klage ein!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
icecycle
Status:
Junior-Partner
(5342 Beiträge, 1754x hilfreich)

Womit bzw. wie war es möglich, dass der RA Dich ohne dazugehörigen Vollstreckungstitel die Miete von fremden Wohnung pfändet ?

Wer steht als Schuldner in Titel ?
Hat er einen Titel gegen den richtigen Eigentümer ?
Hatte der Gerichtsvollzieher übersehen oder war er überlistet worden ?
Warum hattest Du nicht widersprochen ?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6790 Beiträge, 3708x hilfreich)

>Der RA hat keine weitere titulierte Forderung gegen mich, zahlt den Überschuss und die Januar Mieten aber einfach nicht an mich aus, da er der Anscicht ist er hätte noch eine Forderung gegen mich.<

Sind denn sämtliche Forderungen aus dem Vollstreckungsbescheid und die mit der Vollstreckung zusammen hängen bereits ausgeglichen wordern? Erst dann kann es überhaupt zu eine Überzahlung gekommen sein.

Ggf. solltest du mal von dem RA eine Abrechnung bzgl. der Forderungen aus dem VB anfordern, falls noch nicht geschehen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
icecycle
Status:
Junior-Partner
(5342 Beiträge, 1754x hilfreich)

Könnte es sein, dass der Anwalt einen Titel gegen den tatsächlichen Eigentümer
hat, und anhand dieses er Mietpfändung veranlasst hat.
Und da die Mieter von der Vollmacht nicht wußte, läßt er die Miete pfänden. Und Du
erfährt es recht spät.

Wieso kann es zu einer hohen Überzahlung kommen ?
Wer kontrolliert die Zahlungseingänge bei einer Vollstreckung ?
Weder das Gericht noch der Gerichtvollzieher, sonder der Gläubiger hat völlig freie Hand ???

Wenn der Anwalt keinen anderen Titel, sondern mit demselben Titel gegen Dich die Miete sogar ÜBERpfändet, dann hat er Titelmißbrauch betrieben !
Aber in dem gegen Dich gerichteten Titel muß Du auch die Verzugszinsen und Kosten berücksichtigen.




-- Editiert von icecycle am 14.01.2009 14:20

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
Boesewicht
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 1x hilfreich)

Der Rechtsanwalt hat damals im Widerspruchsverfahren gegen den Mahnbescheid erfahren, das ich bei der einen Wohnung Vollmachtsinhaber bin und nicht Eigentümer. Der Richter sagte Ihm damals, das laut WEG derjenige für das Hausgeld haftet, wer als Eigentümer im Grundbuch steht.
Daraufhin hat er die Hausgeldanteile, für welche ich nicht in der Haftung stehe zurücknehmen müssen und über den Hausgeldanteil für welchen ich hafte einen Vollstreckungstitel erwirkt.
Da die beiden Mieten vom Sozialamt gezahlt werden ( Mieter beide HARTZ IV Empfänger ) hat der RA direkt einen GV beauftragt, der dem Sozialamt direkt einen Pfändungsbeschluß vorlegte.

Von der Miete, welche ich durch Vollmacht erhalte, behielt der Anwalt 150,00 € monatlich ein, für Betriebskosten, wie er mir mitteilte. Da ich aber nur für die eine Wohnung gegenüber der Eigentümergemeinschaft hafte, dachte ich na gut, dann zahlt der dir jeden Monat 150,00 € auf dein Hausgeld ein!
Die Pfändung begann im August 2007, in den Nebenkostenabrechnungen für das Wirtschaftsjahr 2007, welche ich Mitte 2008 erhielt, waren diese Beträge aber überhaupt nicht aufgeführt.

Die Schuld war mit der Mietzahlung für Dezember 2008 getilgt und ich forderte den Schuldtitel an. Am 17.12.2008 erhielt ich den Schuldtitel und ein Schreiben aus dem hervorgeht, das es aufgrund der Dezembermiete zu einer Überzahlung gekommen sei, er mir diese Überzahlung aber nicht überweisen würde, da er eine weitere Forderung gegen mich hätte.

Ich teilte die Aufhebung der Pfändung sofort dem Sozialamt mit, leider war es für eine Umleitung der Mieten auf mein Konto schon zu spät! So kam es das auch die Januar Mieten auf das Konto des RA gezahlt wurden und dieser Aufgrund einer Forderung, welche er gegen mich hat das Geld nicht ausbezahlt!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen