Wer zahlt Anwalt, wenn die Gegenseite vorm Gerichtstermin einknickt?

4. September 2016 Thema abonnieren
 Von 
matz70
Status:
Schüler
(244 Beiträge, 92x hilfreich)
Wer zahlt Anwalt, wenn die Gegenseite vorm Gerichtstermin einknickt?

Solche Situation gibts sicher öfter mal, dass man eine berechtigte Forderung bei jemandem hat, der abrer partout nicht zahlt oder einer Handlung nachkommt. Als letzten Ausweg bleibt da ja nur ein Anwalt, um Druck zu machen und letztendlich zu klagen.

Was ist aber, wenn die Gegenseite nach den ersten Briefen vom Anwalt kalte Füße bekommt und die Forderung begleicht? Kann man dann die Anwaltskosten auch "umlegen"? Immerhin können die ja erheblich sein.

Was denn, so teuer?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121636 Beiträge, 40048x hilfreich)

Zitat (von matz70):
Kann man dann die Anwaltskosten auch "umlegen"?

Ja, kann man.
Üblicherweise fordert der Anwalt seine Kosten dann auch gleich im ersten Schreiben mit ein.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Rechtsanwalt Thomas Bohle
Status:
Schüler
(470 Beiträge, 419x hilfreich)

"Umlegen" sicher, aber ob die Gegenseite auch zahlen muss, steht auf einem anderen Blatt.


Nicht selten wird durch das anwaltliche Schreiben erstmals die Verzugswirkung herbeigeführt. Ist das der Fall, besteht für die Gegenseite kaum Veranlassung, Zahlungen zu tragen.

Zudem - und das wird immer wieder verkannt - haftet der Auftraggeber (also der Mandant) zunächst für die Rechtsanwaltskosten und hat diese auch zu zahlen. Ob und in welcher Höhe es möglicherweise Regressansprüche gegenüber der Gegenseite gibt, ist zweitrangig.


MfG

RA Thomas Bohle

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
matz70
Status:
Schüler
(244 Beiträge, 92x hilfreich)

So meinte ich das ja auch. Dass ich zunächst alle Verfahrenskosten vorzustrecken habe, ist (für mich zumindest) logisch. Es ging mir nur drum, dass es eigentlich nicht einzusehen ist, dass man solche Kosten jedesmal alleine zu tragen hat, wenn die Gegenseite sich stur stellt und nur ein RA noch helfen kann.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Rechtsanwalt Thomas Bohle
Status:
Schüler
(470 Beiträge, 419x hilfreich)

Wenn die die Gegenseite zuvor in Verzug gesetzt haben, wären die Anwaltskosten ein erstattungsfähiger Verzugsschaden, den Sie geltend machen können, §§ 286-288 BGB .

Aber gleichwohl bleiben Sie als Auftraggeber gegenüber dem Anwalt Kostenschuldner (Wenn z.B. bei der Gegenseite "nichts zu holen ist", müssen Sie eben den Anwalt zahlen bzw. erst einmal den Vorschuss leisten).


MfG

RA Thomas Bohle

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