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Will dreister Anwalt Mandanten abzocken?

 Von 
Ballot1
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Will dreister Anwalt Mandanten abzocken?

War Beklagter in einer Zivilrechtlichen Angelegenheit weshalb ich mir einen Anwalt geholt habe, der auch alle zwei Instanzen gewonnen hat, jedoch gab es schon von Anfang an Streit wegen den Gebühren und Geld.

Jetzt nachdem die Gegenseite die Gebühren zurückerstatten musste, kommt es wieder zum Streit da ich das Gefühl habe das der Anwalt mich gleich vier mal abzocken will.

Ich habe nach der Erstberatungsgebühr von 120€ dem Anwalt das Mandat erteilt, man hat sich auf die gesetzlichen Gebühren geeinigt, da ich nicht sehr viel verdiene. 3 Wochen später wurde ich gezwungen eine Vergütungsvereinbarung zu unterschreiben in der die gesetzlichen Gebühren um 80% angehoben wurden, oder das Mandat wird niedergelegt. Das er dies nicht darf(dazu gibt es ein BGH Urteil) wusste ich zu der Zeit nicht und hab unterschrieben und darum soll es hier auch nicht gehen.

Fragen:

1. Die Erstberatungsgebühr wurde nicht angerechnet, obwohl dies doch laut 34 Abs. 2 RVG so zu erfolgen hat. Auch in der Vergütungsvereinbarung steht nichts davon drin sondern einfach nur das alle gesetzlichen Gebühren im Verfahren (AKZ+ vor dem Amtsgericht O) mit einem zusätzlichen Erhöhungsfaktor von 2,0 multipliziert werden.
Auch auf den Rechnungen ist nichts zu lesen, und Kostenfestsetzungsantrag und -beschluss hat mir der Anwalt nie zugesendet.
Muss eine Anrechnung erfolgen?

2. Wir haben in der ersten Instanz Widerklage erhoben auf Aushändigung eines Schlüssels. Der Streitwert wurde auf 500€ festgesetzt und ich habe von der Landesjustizkasse einen Rechnung bekommen das ich 130€ Gerichtsgebühren zahlen soll, was ich auch gemacht hab. Die Klägerin hat dann den Schlüssel ausgehändigt und die Widerklage wurde für erledigt erklärt.

Nachdem das Verfahren seit Monaten abgeschlossen wurde, und alle zwei Rechnungen vom Anwalt bezahlt wurden, kommt der Anwalt mit einer Schlussrechnung bei der folgender Posten steht:

Summe:
3. Verauslagte Gerichtskosten für Widerklage 60,50€.

Abzüglich von der Landesjustizkasse zurückerstatten Gerichtskosten für Widerklage 60,50€.

Verstehe ich nicht. Der Anwalt hat doch nichts für mich vorgestreckt. Ich habe die Gerichtskosten an die LJK gezahlt, müsste ich sie dann nicht zurückbekommen? Bzw. wenn die Sache mit der Widerklage erledigt wurde, warum bekomme ich nicht 130€ zurück oder warum stand dieser Posten nicht bei der Schlussrechnung zur 1. Instanz drauf?

3. Die Klägerin hat gemäß Urteil den Großteil meiner entstandenen Anwaltskosten was per Kostenfestsetzungsbeschluss festgelegt wurde an den Anwalt überwiesen und der Anwalt berechnet mir jetzt ernsthaft eine 1% Hebegebühr von 30€. Eine kurze Internetrecherche ergab das dies unzulässig ist. Nach 1009 VV-RVG Abs. 5 darf man das nicht machen.
Könnt ihr das bestätigen? Da die Klägerin zur Rückzahlung meiner Anwaltskosten verurteilt wurde, und wir alle 2 Instanzen gewonnen haben, wurde einfach nur das Geld an mich weitergeleitet.

4. Ist es normal das der Anwalt Kostenfestsetzungsantrag und Kostenfestsetzungsbeschluss dem Mandanten nie zeigt oder zusendet.

Danke für eure Hilfe.


-- Editiert von Ballot1 am 08.08.2020 18:26

-- Editiert von Ballot1 am 08.08.2020 18:27

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Anwalt Mandat Gerichtskosten


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Catslove
Status:
Schüler
(473 Beiträge, 51x hilfreich)

Zu 4.
Den Kostenfestsetzungsbeschluss solltest du schon in Abschrift bekommen, allerdings bekommen unsere Mandanten auch keine Kopie vom Antrag auf Kostenfestsetzung, warum auch? Aber dann, sobald der Beschluss da ist, geht eine Abschrift raus an die Mandanten

-- Editiert von Catslove am 09.08.2020 10:02

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