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Zulassung als Anwalt begrenzt auf gewerbliche Mandanten?

24.9.2021 Thema abonnieren
 Von 
sumoooooo
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 1x hilfreich)
Zulassung als Anwalt begrenzt auf gewerbliche Mandanten?

Hallo zusammen,

ich habe eine Absage von einer befreundeten Person bekommen die als Anwalt tätig ist mit der Begründung : er wäre festangestellt in einer großen Firma tätig und dürfe daher keine Mandate für Privatpersonen annehmen. Er hätte dafür keine Zulassung. Das stimmt doch nicht oder?

Gruß, Sumoooooo

-- Editiert von Moderator topic am 24.09.2021 12:17

-- Thema wurde verschoben am 24.09.2021 12:17

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Antananarivo85
Status:
Beginner
(90 Beiträge, 20x hilfreich)

Es wäre zumindest nicht so arg ungewöhnlich, dass Arbeitgeber mit ihren angestellten Mitarbeitern vertraglich vereinbaren, dass diese während der Anstellung keiner weiteren Beschäftigung für andere Auftraggeber / mit Konkurrenten nachgehen.

Wenn die befreundete Person die Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber getroffen hat, während der Anstellung keine Mandate für Privatpersonen anzunehmen, dann ist das eben so. Mit der grundsätzlichen Zulassung als Rechtsanwalt bei der zuständigen Kammer hat eine solche Vereinbarung aber nichts zu tun.

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#2
 Von 
kalledelhaie
Status:
Praktikant
(731 Beiträge, 133x hilfreich)

Zitat (von Antananarivo85):
Mit der grundsätzlichen Zulassung als Rechtsanwalt bei der zuständigen Kammer hat eine solche Vereinbarung aber nichts zu tun.


Das ist so nicht ganz richtig Vgl. §46 BRAO

Signatur:

Die von mir vertretenen Meinungen sind rein private Einschätzungen und ersetzen keine professionelle

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#3
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20446 Beiträge, 4196x hilfreich)

Zitat (von sumoooooo):
Er hätte dafür keine Zulassung.
Der Anwalt selbst wird wissen, welche Zulassung er hat. Warum zweifelst du schon am Wissen/Können eines Anwalts bei solch einfacher Frage?

Vielleicht ist er Jurist?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#4
 Von 
salkavalka
Status:
Lehrling
(1412 Beiträge, 912x hilfreich)

Der TE zweifelt wohl weniger am Wissen, sondern hält das für eine faule Ausrede.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92662 Beiträge, 35885x hilfreich)

Zitat (von sumoooooo):
Das stimmt doch nicht oder?

Da wird hier keiner sagen können, da hier keiner den Typen und seine Zulassungen und vertraglichen Vereinbarungen kennt.

Jedenfalls ist das möglich.

Gibt auch Kanzleien / Auftraggeber die eine "Exklusivklausel" haben.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
kalledelhaie
Status:
Praktikant
(731 Beiträge, 133x hilfreich)


Das mit der Zulassung ist durchaus korrekt:

Zitat (von 46 Abs 5 BRAO):

(5) Die Befugnis des Syndikusrechtsanwalts zur Beratung und Vertretung beschränkt sich auf die Rechtsangelegenheiten des Arbeitgebers.


Signatur:

Die von mir vertretenen Meinungen sind rein private Einschätzungen und ersetzen keine professionelle

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#7
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4177 Beiträge, 1117x hilfreich)

Zitat (von sumoooooo):
er wäre festangestellt in einer großen Firma tätig und dürfe daher keine Mandate für Privatpersonen annehmen. Er hätte dafür keine Zulassung. Das stimmt doch nicht oder?

Warum sollte das nicht stimmen?
Juristen, die in den Rechtsabteilungen von Unternehmen angestellt sind, haben häufig keine Anwaltszulassung.

Warum sollte sie auch eine haben wollen, die kostet sie nur Geld. Wenn sie sich irgendwann mal als Anwalt selbständig machen wollen, können sie die Zulassung jederzeit schnell und unkompliziert bekommen.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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