1% Regel und die Steuerlast bei Autos

6. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
eveninhisyouth
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)
1% Regel und die Steuerlast bei Autos

Guten Morgen,

ich würde mir gerne ein Auto als Firmenwagen für meine Selbständigkeit zulegen, dessen Neuwert ca 70k Beträgt.
Meine Steuerberatung meinte, dass das nicht so sinnvoll wäre, da das meine (Netto)Steuerlast um ca 4k nach oben treiben würde und ich dementsprechend mehr EKS begleichen müsste. Fällt Euch noch eine andere Möglichkeit (ausser dem Führen eines Fahrtenbuchs oder der Anschaffung eines günstigeren KFZ hinsichtlich des Neupreises) um diesen ca 4k zu entkommen?

Danke schonmal

Haben Sie sich versteuert?

Haben Sie sich versteuert?

Ein erfahrener Anwalt im Steuerrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Steuerrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tom998
Status:
Student
(2098 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von eveninhisyouth):
Meine Steuerberatung meinte, dass das nicht so sinnvoll wäre, da das meine (Netto)Steuerlast um ca 4k nach oben treiben würde und ich dementsprechend mehr EKS begleichen müsste.
Warum? Sollen wir das erraten?
Selbst bei einem vollständig abgeschriebenen Fahrzeug greift eine Kostendeckelung auf die tatsächlichen Kosten.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Cybert.
Status:
Junior-Partner
(5032 Beiträge, 1207x hilfreich)

Und die "Steuerberatung" ist Steuerberater?

Zitat (von eveninhisyouth):
Fällt Euch noch eine andere Möglichkeit (ausser dem Führen eines Fahrtenbuchs oder der Anschaffung eines günstigeren KFZ hinsichtlich des Neupreises) um diesen ca 4k zu entkommen?

Auto privat kaufen.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
eveninhisyouth
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Auto privat kaufen.


Dann fällt allerdings die MwSt. nicht weg....

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Cybert.
Status:
Junior-Partner
(5032 Beiträge, 1207x hilfreich)

Zitat (von eveninhisyouth):
Dann fällt allerdings die MwSt. nicht weg....

Man kann das Auto dem umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen, aber nicht dem ertragsteuerlichen Betriebsvermögen zuordnen, wenn die betriebliche Nutzung nicht mehr als 50 % beträgt.
Geht halt nicht alles. Auf die 1%-Regelung ist zudem ja auch jährlich Umsatzsteuer zu zahlen.
Bei einem BLP von 70.000 EUR wären das 1.276,80 EUR pro Jahr.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
eveninhisyouth
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Man kann das Auto dem umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen, aber nicht dem ertragsteuerlichen Betriebsvermögen zuordnen, wenn die betriebliche Nutzung nicht mehr als 50 % beträgt.
Geht halt nicht alles. Auf die 1%-Regelung ist zudem ja auch jährlich Umsatzsteuer zu zahlen.
Bei einem BLP von 70.000 EUR wären das 1.276,80 EUR pro Jahr.


Ja schon krass viel Asche, die da den Ganges runterläuft. Ich find diese Regelung absolut beknackt. Wieso da nicht mal was neues "erfunden" wird. Ich mein, wenn nicht ein 10 Jahre altes Auto für 5000€ kaufe, welches mal einen Neuwert von 60000 hatte und dieser Preis dann für die 1% Regelung rangezogen wird...wo ist denn da die Relation? Also würde das überhaupt so gemacht werden, oder gibts da eventuelle Altersgrenzen für ein Fahrzeug?



0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48123 Beiträge, 16998x hilfreich)

Zitat (von eveninhisyouth):
Ich mein, wenn nicht ein 10 Jahre altes Auto für 5000€ kaufe, welches mal einen Neuwert von 60000 hatte und dieser Preis dann für die 1% Regelung rangezogen wird...wo ist denn da die Relation? Also würde das überhaupt so gemacht werden, oder gibts da eventuelle Altersgrenzen für ein Fahrzeug?

Für derartige Fälle gibt es die Möglichkeit, die tatsächlichen Kosten des privaten Nutzungsanteils an Stelle der 1%-Regelung zu nutzen.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Cybert.
Status:
Junior-Partner
(5032 Beiträge, 1207x hilfreich)

Zitat (von eveninhisyouth):
Also würde das überhaupt so gemacht werden, oder gibts da eventuelle Altersgrenzen für ein Fahrzeug?

Nein gibt es nicht.
Der BFH findet es auch nicht "beknackt", weil jedem frei steht, Fahrtenbuch zu führen, wie hh richtig sagt.
Zudem gibt's die Kostendeckelung, wie Tom998 zutreffend anmerkte.

Sie können natürlich auch nur einen anteiligen Vorsteuerabzug in Höhe der unternehmerischen Nutzung vornehmen.
Sollte der Steuerberater wissen.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
neuhierangemeldet
Status:
Schüler
(152 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von eveninhisyouth):
Ich mein, wenn nicht ein 10 Jahre altes Auto für 5000€ kaufe, welches mal einen Neuwert von 60000 hatte und dieser Preis dann für die 1% Regelung rangezogen wird...


Es geht ja darum, dass Du einen geldwerten Vorteil hast, da Dich das Auto (egal, welcher Bruttolistenpreis jetzt dahintersteht) nichts kostet.

Und ganz ehrlich, ein Firmenwagen zur Privatnutzung ist mit der 1% Regelung nicht zu vergleichen mit den echten Kosten, die man für das gleiche Fahrzeug hätte......

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
amz621718-85
Status:
Schüler
(419 Beiträge, 41x hilfreich)

-

-- Editiert von User am 8. Juli 2024 12:25

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
reckoner
Status:
Wissender
(14049 Beiträge, 4410x hilfreich)

Hallo,

du kannst es auch einfach komplett trennen, und kaufst ein Auto für die Firma und eins für Privat.

Zitat:
Dann fällt allerdings die MwSt. nicht weg....
Natürlich, wie bei jedem anderen auch der sich privat ein Auto kauft. Warum meinst du eine Sonderstellung zu haben? (übrigens hast du die sogar, denn die 1% sind in den meisten Fällen deutlich günstiger)

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 273.536 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
110.495 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen