Abgabefrist Einkommensteuer

24. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Abgabefrist Einkommensteuer

Hallo,
ich bin hinsichtlich der Abgabefrist der Einkommensteuererklärung(en) irritiert.
Festsetzungsfrist 4 Jahre, aber ab wann läuft die?
Mein Steuerberater hat was von 7 Jahren (endgültig) geredet, aber stimmt das tatsächlich?
Habe Ende 2022 meine Einkommensteuererklärung für 2015 abgegeben, die wird aktuell vom Finanzamt bearbeitet. Ausgerechnet hat mein Steuerbüro eine Erstattung für 2015. Bekomme ich die dann auch noch?
Danke für Eure Antworten.

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35 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4934 Beiträge, 1181x hilfreich)

Nur, wenn Sie zur Abgabe verpflichtet waren, ansonsten wäre die Festsetzungsfrist bereits 2019 abgelaufen.

Es hätte aber längst eine Antwort kommen müssen.

-- Editiert von User am 24. Februar 2024 15:58

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#2
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich vermiete und verpachte Immobilien.
Bin ich damit verpflichtet, Einkommensteuererklärungen abzugeben?

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33035 Beiträge, 17318x hilfreich)

Ja, natürlich.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#4
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4934 Beiträge, 1181x hilfreich)

Zitat (von Chris280tian):
Ich vermiete und verpachte Immobilien.
Bin ich damit verpflichtet, Einkommensteuererklärungen abzugeben?

Ja und die Erklärung hätte bis zum 31.12.16 beim FA vorliegen müssen.

Falls das nicht die erste Verspätung war, kann ein Verspätungszuschlag festgesetzt werden.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#5
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok, das war mir klar. Ich muss abgeben.

Neue Frage diesbezüglich:
Unterscheidet sich also die Festsetzungsfrist zwischen denen, die Einkommensteuererklärungen abgeben müssen zu denen, die freiwillig abgeben können?

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#6
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4934 Beiträge, 1181x hilfreich)

Zitat (von Chris280tian):
Neue Frage diesbezüglich:
Unterscheidet sich also die Festsetzungsfrist zwischen denen, die Einkommensteuererklärungen abgeben müssen zu denen, die freiwillig abgeben können?

Nicht die Länge, aber deren Beginn, § 170 AO.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47818 Beiträge, 16890x hilfreich)

Zitat (von Chris280tian):
Unterscheidet sich also die Festsetzungsfrist zwischen denen, die Einkommensteuererklärungen abgeben müssen zu denen, die freiwillig abgeben können?


Die Festsetzungsfrist selbst unterscheidet sich nicht. Sie beträgt immer 4 Jahre. Bei einer Pflichtveranlagung beginnt sie erst mit Erlass des Steuerbescheides, spätestens nach 3 Jahren, bei einer freiwilligen Veranlagung dagegen sofort.

Zitat (von Chris280tian):
Ich vermiete und verpachte Immobilien.
Bin ich damit verpflichtet, Einkommensteuererklärungen abzugeben?


Wenn Du damit Gewinne erzielst, dann ja.

In dem Fall kann aber auch Steuerhinterziehung vorliegen, so dass sich die Festsetzungsfrist auf 10 Jahre verlängert.

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#8
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4934 Beiträge, 1181x hilfreich)

Zitat (von hh):
Bei einer Pflichtveranlagung beginnt sie erst mit Erlass des Steuerbescheides, spätestens nach 3 Jahren, bei einer freiwilligen Veranlagung dagegen sofort.

Gemeint ist sicher: mit ABGABE DER STEUERERKLÄRUNG.

Zitat (von hh):
In dem Fall kann aber auch Steuerhinterziehung vorliegen, so dass sich die Festsetzungsfrist auf 10 Jahre verlängert.

Im vorliegenden Fall aufgrund der erwarteten Erstattung eher nicht.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47818 Beiträge, 16890x hilfreich)

Zitat (von Cybert):
Gemeint ist sicher: mit ABGABE DER STEUERERKLÄRUNG.


Ja, natürlich, sorry.

Zitat (von Cybert):
Im vorliegenden Fall aufgrund der erwarteten Erstattung eher nicht.


Für 2015.

Ob die Verhältnisse in den anderen Jahren vergleichbar waren ist unklar.

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#10
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Das bedeutet quasi, ich habe sozusagen einen "Vorteil" als Pflichtveranlagter gegenüber denen, die freiwillig abgeben, kann also insgesamt bis zu 7 Jahren "zurück", während dessen die anderen nur bis zu 4 Jahre "zurück" abgeben können?

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#11
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Bei einer Pflichtveranlagung beginnt sie erst mit Erlass des Steuerbescheides, spätestens nach 3 Jahren, bei einer freiwilligen Veranlagung dagegen sofort.


"Spätenstens 3 Jahre" ab wann?

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#12
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4934 Beiträge, 1181x hilfreich)

Zitat (von Chris280tian):
"Spätenstens 3 Jahre" ab wann?

Dem Jahr in dem die Steuer entstanden ist.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#13
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4934 Beiträge, 1181x hilfreich)

Zitat (von Chris280tian):
Das bedeutet quasi, ich habe sozusagen einen "Vorteil" als Pflichtveranlagter gegenüber denen, die freiwillig abgeben, kann also insgesamt bis zu 7 Jahren "zurück", während dessen die anderen nur bis zu 4 Jahre "zurück" abgeben können?

Eher ein Nachteil, denn es kommt regelmäßig zu Nachzahlungen.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#14
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
Eher ein Nachteil, denn es kommt regelmäßig zu Nachzahlungen.


Aber es sind demnach 7 Jahre?

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#15
 Von 
Cybert.
Status:
Master
(4934 Beiträge, 1181x hilfreich)

Zitat (von Chris280tian):
Aber es sind demnach 7 Jahre?

In Ihrem Fall ist davon auszugehen.
Fraglich ist lediglich, ob eine Pflicht zur Abgabe bestand, wenn Verluste entstanden.

Signatur:

"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb."

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#16
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Cybert.):
In Ihrem Fall ist davon auszugehen.
Fraglich ist lediglich, ob eine Pflicht zur Abgabe bestand, wenn Verluste entstanden.

Die Pflicht bestand, da ich Einnahmen durch Vermietung und Verpachtung habe.
Die Pflicht zur Abgabe der Einkommensteuererklärung hebt sich ja nicht deshalb auf, nur weil man Verluste hat.

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#17
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47818 Beiträge, 16890x hilfreich)

Zitat (von Chris280tian):
Die Pflicht bestand, da ich Einnahmen durch Vermietung und Verpachtung habe.


Das alleine führt nicht zu einer Pflichtveranlagung.

Zitat (von Chris280tian):
Die Pflicht zur Abgabe der Einkommensteuererklärung hebt sich ja nicht deshalb auf, nur weil man Verluste hat.


Doch, bei Verlusten aus Vermietung und Verpachtung besteht keine Pflichtveranlagung.

Nur wenn man Gewinne erzielt hat und die Steuererstattung aus anderen Gründen zustande kommt, dann besteht eine Pflichtveranlagung.

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#18
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Doch, bei Verlusten aus Vermietung und Verpachtung besteht keine Pflichtveranlagung.

Nur wenn man Gewinne erzielt hat und die Steuererstattung aus anderen Gründen zustande kommt, dann besteht eine Pflichtveranlagung.


Würde bedeuten, ich bekäme evtl. Steuererstattungen nicht zurück?

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#19
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Nur wenn man Gewinne erzielt hat und die Steuererstattung aus anderen Gründen zustande kommt, dann besteht eine Pflichtveranlagung.


Die Steuererstattung resultiert aus Geschäftsführergehalt (monatliche Lohnsteuer abgeführt) + Vermietung und Verpachtung abzgl. Abschreibungen.
Wird das Guthaben erstattet?

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47818 Beiträge, 16890x hilfreich)

Zitat (von Chris280tian):
Würde bedeuten, ich bekäme evtl. Steuererstattungen nicht zurück?


Denkbar.

Zitat (von Chris280tian):
Die Steuererstattung resultiert aus Geschäftsführergehalt (monatliche Lohnsteuer abgeführt) + Vermietung und Verpachtung abzgl. Abschreibungen.
Wird das Guthaben erstattet?


Die Informationen reichen nicht, um das beurteilen zu können.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Denkbar.


Wenn es nicht erstattet werden würde, könnte ich das Guthaben dann als Verlustvortrag in die Folgejahre weitertragen - gemäß BFH-Urteil zu Verlustvorträgen (bis zu 7 Jahren)?

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2407 Beiträge, 644x hilfreich)

Mein, ein Verlustvortrag liegt nur vor, wenn man einen negativen Gesamtbetrag der Einkünfte hat. Das liegt hier aber nicht vor.

taxpert

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#23
 Von 
Garfield73
Status:
Student
(2124 Beiträge, 738x hilfreich)

Zitat (von hh):
Die Informationen reichen nicht, um das beurteilen zu können.

Was @hh gerne wissen würde:
Sind die Einnahmen aus V+V höher oder niedriger als die Werbungskosten aus V+V?

Signatur:

Nachdenken ist wie googeln .... nur krasser!

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#24
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Garfield73):
Was @hh gerne wissen würde:
Sind die Einnahmen aus V+V höher oder niedriger als die Werbungskosten aus V+V?


Die Einnahmen aus V+V sind leicht niedriger als die Werbungskosten (inkl. Abschreibungen) aus V+V - also nach allem ist die V+V im Minus.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2407 Beiträge, 644x hilfreich)

Zitat (von Garfield73):
Was @hh gerne wissen würde:
Sind die Einnahmen aus V+V höher oder niedriger als die Werbungskosten aus V+V?
Nicht nur!

Zitat (von Chris280tian):
Die Einnahmen aus V+V sind leicht niedriger als die Werbungskosten (inkl. Abschreibungen) aus V+V - also nach allem ist die V+V im Minus.
Alles was wir jetzt wissen ist, dass nach §46 Abs.2 Nr.1 EStG KEINE Pflicht- sondern eine Antragsveranlagung vorliegt.

Es könnte natürlich irgendein anderer Grund des §46 Abs.2 EStG zur Pflichtveranlagung führen ...

taxpert

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#26
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47818 Beiträge, 16890x hilfreich)

Zitat (von Chris208tian):
Die Einnahmen aus V+V sind leicht niedriger als die Werbungskosten (inkl. Abschreibungen) aus V+V - also nach allem ist die V+V im Minus.


Dann liegt keine Pflichtveranlagung vor.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von taxpert):
Alles was wir jetzt wissen ist, dass nach §46 Abs.2 Nr.1 EStG KEINE Pflicht- sondern eine Antragsveranlagung vorliegt.


Was bedeutet dass dann für das Negativ-Ergebnis aus der V+V (Guthaben aus der Einkommensteuererklärung)?
Bekomme ich das erstattet oder wird der Verlust aus V+V (Guthaben aus der Einkommensteuererklärung) in das nächste Jahr weitergetragen?

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#28
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2407 Beiträge, 644x hilfreich)

Zitat (von hh):
Dann liegt keine Pflichtveranlagung vor.
Nicht auf Grund §46 Abs.2 Nr.1 EStG, wir wissen aber nicht, ob z.B. wegen §46 Abs.2 Nr. 3a EStG o.ä. eine Pflichtveranlagung g vorliegt.

Zitat (von Chris280tian):
Was bedeutet dass dann für das Negativ-Ergebnis aus der V+V (Guthaben aus der Einkommensteuererklärung)?
Das bedeutet, das die Erklärung schlicht nicht bearbeitet wird!

Zitat (von Chris280tian):
Bekomme ich das erstattet
Nein

Zitat (von Chris280tian):
oder wird der Verlust aus V+V (Guthaben aus der Einkommensteuererklärung) in das nächste Jahr weitergetragen?
Nein.

taxpert

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"Yeah, I'm the taxman
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The Beatles, Taxman

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Chris280tian
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Hier weitere Informationen mit Bitte zur Einschätzung, ob ich der Pflichtveranlagung unterliege:
Geschäftsführender Gesellschafter 100%
V+V privat
Ledig
SK 1

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#30
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2407 Beiträge, 644x hilfreich)

Das führt alles nicht zur Pflichtveranlagung! Vielleicht einfach mal selber den §46 Abs.2 EStG lesen, ob man da irgendwo reinfällt!

Ggf. wird man akzeptieren müssen, dass man schlicht zu lange gewartet hat und so Geld verschenkt hat.

taxpert

Signatur:

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The Beatles, Taxman

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