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Abgabepflicht bei StKl. 3+5 und ausl. Einkünften?

 Von 
McFury
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)
Abgabepflicht bei StKl. 3+5 und ausl. Einkünften?

Hallo,

meine Frau, mein Kind und ich wohnen in Deutschland. Ich beziehe einen Arbeitslohn aus nichtselbständiger Arbeit in Deutschland, habe Steuerklasse 3 und den Kinderfreibetrag bei mir eingetragen.
Meine Frau hat Steuerklasse 5 und bezieht einen Arbeitslohn aus nichtselbständiger Arbeit im Ausland (Luxemburg), der auch (nur) dort versteuert wird.

Sind wir zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung in Deutschland verpflichtet?

Leider konnte uns bislang keiner eine eindeutige Antwort hierauf geben. Selbst beim Finanzamt haben wir unterschiedliche Auskünfte erhalten.
Eigene Recherchen warfen mehr Fragen auf als wir Antworten fanden.

Wäre super, wenn uns hier jemand weiterhelfen könnte!? :)

Vielen Dank vorab und liebe Grüße,

McFury

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Einkommensteuererklärung Deutschland Frau Abgabe


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Cybert.
Status:
Student
(2444 Beiträge, 580x hilfreich)

M.E. ja durch die Steuerklassen 3/5.
Für evtl. nicht in Deutschland steuerbare Einkünfte wurde imho ggf. zu Unrecht der doppelte Arbeitnehmer-Pauschbetrag berücksichtigt.

Signatur:"Der Steuerspartrieb der Deutschen ist ausgeprägter als ihr Sexualtrieb." Bert Rürup
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#2
 Von 
kalledelhaie
Status:
Schüler
(436 Beiträge, 86x hilfreich)

Von denen dessen Tagesgeschäft das ist:

Zitat (von https://finanzamt-trier.fin-rlp.de/fileadmin/user_upload/Finanzaemter/FA%2520Trier/informationen/LUXFAQ.pdf):
Welche Steuerklasse sollte der in Deutschland beschäftigte Ehegatte wählen?
Ehegatten können zwischen den Steuerklassenkombinationen 4/4 und 3/5 wählen. Der in
Luxemburg tätige Grenzpendler benötigt keine deutsche Steuerklasse, d.h. der in Deutsch-
land tätige Ehegatte kann zwischen Steuerklasse 3 und Steuerklasse 4 wählen. Steuer-
klasse 3 ist die für den Steuerabzug günstigste. Sie führt aber regelmäßig zu Nachzahlun-
gen bei der Einkommensteuerveranlagung, weil sich der steuerfreie luxemburgische Ar-
beitslohn des anderen Ehegatten durch den Progressionsvorbehalt auf den Steuersatz
auswirkt und diesen erhöht bzw. im Falle der getrennten Veranlagung/Einzelveranlagung
die Steuernach der Grundtabelle bemessen wird, während der Steuerklasse 3 beim Steu-
erabzug die Splittingtabelle zu Grunde liegt. Es wird also bei Steuerklasse 3 im Laufe des
Jahres zu wenig Steuer vom Arbeitslohn einbehalten.

Eine Steuererklärung müssen sie machen.

-- Editiert von kalledelhaie am 14.10.2020 21:20

Signatur:Die von mir vertretenen Meinungen sind rein private Einschätzungen und ersetzen keine professionelle
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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(37938 Beiträge, 13608x hilfreich)

Zitat:
Sind wir zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung in Deutschland verpflichtet?

Ja, da der Arbeitslohn Deiner Frau in Deutschland dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Die Nichtabgabe der Steuererklärung erfüllt den Straftatbestand der Steuerhinterziehung.

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#4
 Von 
McFury
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

vielen Dank für die Antworten! :)
Ich dachte mir das so schon fast selbst. Das mit dem Progressionsvorbehalt ist dann aber mal eine gute Erklärung!
Leider aber habe ich eben verschiedene Antworten - auch im Finanzamt - erhalten.

Oft wurde ich darauf verwiesen, dass man in Steuerklasse 3 nicht zur Abgabe verpflichtet sei, wenn der Partner in Steuerklasse 5 keinen Arbeitslohn bezogen hätte. Meine Frau bezieht ja Arbeitslohn, aber in Deutschland steuerfrei. Da fing dann die Verwirrung an! :crazy:

Liebe Grüße,

McFury

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(37938 Beiträge, 13608x hilfreich)

Richtig, die möglichen Gründe für eine Pflichtabgabe findet man in § 46 Abs. 2 EStG.

Und da fallt Ihr unter die Nr. 1 (Progressionsvorbehalt) und nicht unter die Nr. 3a (Arbeitslohn in Stkl. 5).

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