Anerkennung doppelte Haushaltsführung unverheirate

16. Dezember 2013 Thema abonnieren
 Von 
Octavian87
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Anerkennung doppelte Haushaltsführung unverheirate

Liebe Forumsgemeinde,

ich würde hier gerne meine zukünftige Situation zur doppelten Haushaltsführung schildern und wäre über hilfreiche Antworten sehr sehr dankbar!

- Seit 7,5 Jahren bin ich mit meiner Freundin F zusammen, wir sind aber nicht verheiratet
- Seit 2 Jahren wohnen wir gemeinsam in R, ca. 74m² Wohnung, ich stehe als Mieter im Mietvertrag, die Mietkosten teilen wir 50/50 auf, das würde auch zukünftig so bleiben. Hier haben wir natürlich auch einen Teil unseres Freundeskreises.
- Ich habe mein Studium im September offiziell beendet und habe leider nicht in R, aber in M eine Arbeitsstelle bekommen (Stichwort: erstmalige Begründung eines Dienstverhältnisses), F studiert in R weiter
- Entfernung von Wohnungsstätte in R zur Arbeitsstätte in M: 123km einfach
- Da ich täglich nicht 246km fahren möchte, wohne ich ab Februar 2014 in einer Zweitwohnung in M, die sich 2km von der Arbeitsstätte befindet (--> Ersparnis 121km einfach). Größe der Wohnung in M: ca. 46m².
- Ab dem Zeitpunkt des Einzugs in die Wohnung in M, fahre ich an ca. 3 von 4 Wochenenden nach R (sprich Freitagabend nach R und Montagmorgen oder Sonntagabend nach M). Dazu könnte ich ein Fahrtenbuch anlegen und Tankstellenbelege sammeln.

So, ich hoffe, das sind alle wichtigen Daten, die zu einer Beurteilung über eine Anerkennung eines doppelten Hausstands notwendig sind. Diese Konstellation würden wir bis Ende August 2014 beibehalten, dann würde meine Freundin ein Praktikum in M machen und zu mir ziehen und dann noch ihre Abschlussarbeit schreiben.

Was ich alles absetzen wollen würde sind dann:
Mietkosten warm in M von Februar bis August, Umzugskosten, Möbel bis 487,50€ als Eimalabzug + jährliche Abschreibung über 13 Jahre, was darüber hinausgeht + Wochenendheimfahrten mit 0,30ct/km von Feb-Aug + Zweitwohnsitzsteuer in M + weitere Mehraufwendungen für Wohnung in M und Verpflegung oder alternativ die Pauschale für 1000 € mtl., die, soweit ich richtig informiert bin, ab nächstem Jahr gelten soll? Müssten für diese Pauschale dann keine Nachweise mehr geliefert werden?


Da dies alles erst nächstes Jahr vonstatten geht, kann ich alles sauber vorbereiten und dokumentieren. Allerdings würden wir das auch nur machen, wenn die doppelte Haushaltsführung auch wirklich anerkannt wird, ansonsten sind die Kosten für mich für zwei Wohnungen zu hoch.


Ich bedanke mich vielmals im Voraus für jegliche Unterstützung.

Viele Grüße Alex

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Zusatzfrage: wie läuft das mit der steuerfreien Erstattung durch den Arbeitgeber ab? Kann ich somit die gleichen Aufwendungen geltend machen und zahle somit mtl. bereits 2014 weniger Steuern?

-- Editiert Octavian87 am 16.12.2013 13:42

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47743 Beiträge, 16866x hilfreich)

Ich gehe davon aus, dass unter den geschilderten Umständen die doppelte Haushaltsführung anerkannt wird.

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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12327.12.2013 13:12:34
Status:
Schüler
(369 Beiträge, 241x hilfreich)

Ist kein Problem, wenn alles stimmt und belegt ist.

quote:
Verpflegung oder alternativ die Pauschale für 1000 € mtl.,

Kannte ich so jetzt noch nicht.

quote:
Umzugskosten

Umziehen, Möbel und 2 Wochsitz. Das ist dich doppel gemoppelt



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"30 Jahre ohne Fernsehen überlebt - jetzt zahle ich doch"

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Octavian87
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke für eure Antworten. Sieht ja somit ganz gut aus :) .


quote:

Verpflegung oder alternativ die Pauschale für 1000 € mtl.,

Kannte ich so jetzt noch nicht.


Beziehe mich hierbei auf:
quote:
Im Rahmen der Änderung und Vereinfachung des Reisekostenrechts wurde nämlich u. a. festgelegt, dass die tatsächlichen Aufwendungen für eine zusätzliche Unterkunft bei doppelter Haushaltsführung bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 Euro im Monat vom Arbeitnehmer steuermindernd angesetzt werden können. Dieser Betrag umfasst dann allerdings alle Kosten, die mit der Wohnung bzw. der Unterkunft zusammenhängen


Quelle: http://www.steuerberaterkammer-muenchen.de/nachrichtendetails/items/neue-aspekte-bei-doppelter-haushaltsfuehrung-sorgen-fuer-steuerliches-sparpotential.html


quote:
Umziehen, Möbel und 2 Wochsitz. Das ist dich doppel gemoppelt


Darunter verstehe ich: Umzugskosten = (erste) Fahrt mit PKW und evtl. Anhänger oder Transportermietung, Umzugshelfer, etc. nach M
Unter Kosten für Möbel versteh ich die notwendigen Möbelkosten für die Zweitwohnung.
Als weitere Kosten der Zweitwohnung könnte man z.B. noch GEZ-Gebühr nennen oder Aufwendungen für den Garten, natürlich vom Vermieter bescheinigt.

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33009 Beiträge, 17310x hilfreich)

die tatsächlichen Aufwendungen für eine zusätzliche Unterkunft bei doppelter Haushaltsführung bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 Euro im Monat Das ist ja auch keine Pauschale - "tatsächliche Aufwendungen" steht da.

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" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Octavian87
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

quote:
Das ist ja auch keine Pauschale - "tatsächliche Aufwendungen" steht da.


In der Tat, so wie es dort formuliert ist, würde es so rüberkommen.
Laut diesem Artikel wäre es eine Pauschale:
quote:
Auch bei der doppelten Haushaltsführung kommt es zu Erleichterungen: Künftig können Arbeitnehmer, die sich aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung nehmen, pauschal 1000 Euro pro Monat als Mietkosten ansetzen. Bisher müssen sie nachweisen, dass die Miete ortsüblich ist.


Quelle: http://biztravel.fvw.de/reisekostenreform-ist-durch/393/109732/4070 letzter Absatz

Aber logisch und wahrscheinlich auch richtig ist es wohl, dass man einfach seine tasächlichen gesamten Betriebskosten für die Zweitwohnung bis 1000 € problemlos absetzen kann, ohne einen Nachweis für die Vergleichsmiete einer Wohnung bis 60m², was ja sehr einfach ist. Für den Fiskus wäre das sonst ja kein gutes Geschäft und das ist nur schwer vorstellbar.

Vielen Dank nochmal für die Rückmeldungen.
Eine Frage hätte ich noch bzgl. der steuerfreien Erstattung durch den AG von meinem Eingangspost. Würde das auf das gleiche hinauslaufen? Hätte der AG dadurch Nachteile?

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1x Hilfreiche Antwort


#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47743 Beiträge, 16866x hilfreich)

quote:
der als Link eingefügte Artikel ist vom 21.9.2012 und hat nicht viel mit den geltenden Steuergesetzen zu tun - ist alles Quatsch!


Das ist kein Quatsch, sondern geltendes Recht ab dem 01.01.2014. Das entsprechende Gesetz ist bereits am 20.02.2013 im Bundesgesetzblatt (S. 285) veröffentlicht worden.

Konkret wird die Begrenzung der Miete auf 1.000€ in der Neufassung des § 9 Abs. 1 Nr. 5 geregelt. Aus dem Gesetzestext wird dann klar, dass die Höhe der Miete auch weiterhin nachgewiesen werden muss, aber höchtens 1.000€ monatlich absetzbar sind.

Zitat aus dem Gesetz:
Als Unterkunftskosten für eine doppelte Haushaltsführung können im Inland die tatsächlichen Aufwendungen für die Nutzung der Unterkunft angesetzt werden, höchstens 1 000 Euro im Monat.

Da es dem Fragesteller um einen Sachverhalt im Jahre 2014 geht, ist für die Beantwortung der Frage auch das dann geltende Recht und nicht das aktuell geltende Recht maßgebend.

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