Anlage KAP: Verluste falsch errechnet?

31. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Luemmler
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Anlage KAP: Verluste falsch errechnet?

Hallo zusammen,

ich habe in der Einkommenssteuererklärung 2022 die im linken Bild angegebenen Werte (Verluste) ausgewiesen. Trotzdem wird ein zu versteuerndes Einkommen nach § 32 dI EstG im rechten Bildteil von ca. 18.700 € im Bescheid neben den Verlusten aus Kapitalanlagen errechnet. Einschlägige Verlustverrechnungsbeschränkungen sind mir hier nicht bekannt. Inländische, der Quellen- bzw. Abgeltungssteuer unterlegenen Angaben wurden nicht gemacht. Weitere Erklärungen liegen auch nich vor. Liegt hier ein Fehler vor oder übersehe ich etwas? Ein Einspruch müsste ich ja entsprechend begründen;)

Vielen Dank für euren Support und viele Grüße!



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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13653 Beiträge, 4348x hilfreich)

Hallo,

da kein Bild zu sehen ist solltest du mal konkrete Zahlen nennen.
Und auch um was für Kapitalerträge es geht, da gibt es nämlich doch ein paar Besonderheiten (Aktien-, Termin- und Totalverluste beispielsweise).

Stefan

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#2
 Von 
Luemmler
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Leer

-- Editiert von User am 31. Oktober 2023 23:07

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#3
 Von 
Luemmler
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Stefan,

Danke für den Hinweis. Für mich ist das Bild sichtbar. Zweiter Versuch:

https://i.postimg.cc/k5G4Xf16/IMG-3256.jpg

https://i.postimg.cc/k5G4Xf16/IMG-3256.jpg

-- Editiert von User am 31. Oktober 2023 23:08

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#4
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13653 Beiträge, 4348x hilfreich)

Hallo,

ok, jetzt ist es sichtbar.

So ganz kann ich aber direkt die erste Zeile nicht nachvollziehen (stand vielleicht noch was in Zeile 7? Die fehlt nämlich in der Übersicht).
Mir fehlen irgendwie 575 Euro, allerdings Minus.

Der entscheidende Punkt dürfte jedenfalls die Zeile 23 sein (32.064 Aktienverluste). Diese wirken sich nämlich in deinem Fall mangels Gewinne gar nicht aus (sie werden nur vorgetragen).

Stefan


-- Editiert von User am 31. Oktober 2023 23:32

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#5
 Von 
Luemmler
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Stefan,

du scheinst das ja zu durchblicken. Hier der obere und damit gesamte Teil:
https://i.postimg.cc/KYYjQLV2/IMG-3261.jpg

Aber wie rechnest du das denn? Aus meinem Verständnis und auch real wurden hier Verluste in den verschiedenen Geschäften (überwiegend Optionshandel) realisiert. Wie kann es dann zu den zu versteuernden Einnahmen kommen?

Vielen Dank!

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#6
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13653 Beiträge, 4348x hilfreich)

Hallo,

die Rechnung vom Finanzamt ist da immer etwas schwer zu verstehen, und zwar weil es im Steuerformular
keine Zeilen für "Sonstige Gewinne" gibt, dieser also wie folgt ermittelt werden muss:
Inland: Zeile 7 (die weiteren Zeilen lasse ich jetzt mal weg, hast du ja eh nicht).
Ausland: Zeile 19 plus Zeile 22 plus Zeile 23 minus Zeile 21 (die 21 wird erst einmal rausgenommen, warum auch immer).

Das zusammen ergibt bei dir dann 23.229, und das ist praktisch der Anfang der wirklichen Rechnung.
Dann kommen die 26.403 aus Zeile 21 wieder dazu, macht 49.632 (praktisch ist das die Summe der Gewinne).

Und von dieser Zwischensumme werden dann alle Verluste die gegengerechnet werden dürfen abgezogen (immer nur soweit es entsprechende Gewinne gab, bei Termin- und Totalverlusten noch dazu auf 20.000 gedeckelt - Totalverluste sind dabei Sonstige Verluste, es braucht also dafür nur irgendwelche Gewinne).
Zum Schluss wird noch - versteckt - der Sparerpauschbetrag abgezogen (bei dir 801 Euro, also nicht ganz aktuell), und es ergeben sich 18.747.

Ich denke das ist so korrekt.
Zusätzlich muss aber ein Verlustvortrag aus Aktien über 32.064 bescheinigt werden (gesonderter Bescheid). Diesen kannst du im Folgejahr ggf. mit Aktiengewinnen verrechnen, der Rest wird wieder vorgetragen u.s.w. (es geht nichts verloren).

Mit meinen 575 Euro lag ich übrigens gar nicht so falsch, ich hatte einzige den Sparer-Pauschbetrag nicht berücksichtigt (und 575+226 sind ja genau 801).
Schon blöd, dass der gar nicht aufgeführt wird ... :bang:

Stefan

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#7
 Von 
Luemmler
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Super, danke Stefan, vielen Dank für deine Hilfe! Jetzt nur noch mal in meinen Worten warum ich nach einer GuV Betrachtung zwar einen Verlust, habe aber aus steuerlicher Sicht ein zu versteuern des Einkommen: es liegt daran, dass hier die Verluste aus den Aktienverkäufen einem anderen Topf zugerechnet werden und damit nicht mit den Gewinnen aus dem Termingeschäfte- Topf stammen. Hab ich das so richtig verstanden? Oder wird das mit einem Verlustverrechnungsverbot zusammen? Vielen Dank im Voraus und viele Grüße!

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#8
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13653 Beiträge, 4348x hilfreich)

Hallo,

ja, hast du richtig verstanden.

Zitat:
Oder wird das mit einem Verlustverrechnungsverbot zusammen?
Nicht "oder", sondern genau das.
Aktienverluste können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden, ebenso Verluste aus Termingeschäften nur mit ebensolchen Gewinnen.
[Vielleicht meintest du es aber auch anders]

Womit es in deinem Fall nichts zu tun hat ist die Beschränkung auf 20.000 Euro, so hohe Verluste hattest du nämlich weder mit Termingeschäften noch mit dem Totalverlust (Zeile 15) - nur bei diesen beiden Gruppen gibt es diese Grenze.

Noch ein Hinweis: Die Zeilen 19 bis 24 musstest du ja selber ermitteln. Und da ist es natürlich wichtig, dass das auch korrekt erklärt wurde (beispielsweise sollte man bedenken, dass die Zeile 24 nicht in Zeile 19 enthalten ist, oder dass in den Beträgen immer auch die Spesen enthalten sein sollten).
Das Finanzamt vertraut häufig deinen Angaben.

Stefan

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