Ausbildung + Nebenjob

27. September 2007 Thema abonnieren
 Von 
hackmack
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Ausbildung + Nebenjob

Hallo,
ich befinde mich momentan in der Ausbildung und möchte nebenbei einige kleine Aufträge (PC-Reparatur, Webdesign) annehmen, für die ich eine Rechnung schreiben muss. Teilweise wären das einmalige Sachen, manchmal aber auch regelmäßige Pflege (Ist die Frage, inwieweit das als freie Mitarbeit zählt?).

Insgesamt läge ich auf jeden Fall unter der Grenze von 7860 EUR Einkommen, die Nebeneinkünfte betragen voraussichtlich 500-1000 EUR / Jahr.

Wie ist die Anmeldung / Abrechnung am einfachsten?

- Gewerbeschein - Ja oder Nein?
- Mwst. auf Rechnung oder nicht?
- Steuererklärung einreichen (mache ich bisher nicht)?
- Muss die Steuernummer auf die Rechnung?

Was muss ich noch alles beachten?

Wäre für einige kurze Infos sehr dankbar, habe schon viel im Internet gesucht, leider mehr verwirrende und widersprüchliche Antworten gefunden.

Viele Grüße,
hackmack

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Becksgold
Status:
Praktikant
(629 Beiträge, 347x hilfreich)

1. Ich würde nicht freiwillig ein gewerbe anmelden, das kostet nur gebühr und nachher bist du zwangsmitglied in der ihk.

2. Mwst gibts seit 1964 nicht mehr, das heisst Umsatzsteuer. Die solltest du nur angeben wenn deine Kunden Unternehmer sind.

3. Bei den Steuererklärungen würde ich soweit du unter den 7.000 und ein paar zerquetschte liegst auf die aufforderung des Finanzatmes warten.

4. Steuernummer muss nur auf die Rechnung wenn deine Kunden Unternehmer sind. Sonst haben die keinen Vorsteuerabzug.

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#2
 Von 
hackmack
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Wenn ich das richtig verstehe, müsste ich also nur auf die Aufforderung des Finanzamtes warten und ansonsten nichts tun.

Oder muss ich mich beim Finanz- oder Gewerbeamt in irgendeiner Weise anmelden?

Ich wundere mich gerade etwas, da alle Freunde und Bekannte sofort sagen "Hol dir einen Gewerbeschein und du musst eine Einkommensteuererklärung abgeben, sonst ist das alles illegal". Bezieht sich dann ja wohl eher auf Halbwissen.

Vielen Dank!
hackmack

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#4
 Von 
Becksgold
Status:
Praktikant
(629 Beiträge, 347x hilfreich)

@ Eugenie

1. Wieso muss die Steuernummer auf die Rechnung?
Das wird nur in § 14 UStG verlangt. Wenn seine Kunden Unternehmer sind muss er sie angeben ansonsten eben nicht. Weil es keinerlei Auswirkung hat.

2. Ich würde bei Einnahmen von 500 - 1000 € nie im Leben ein Gewerbe anmelden, dann kann er seinen Gewinn gleich an IHK und Gewerbeamt abführen.

3. Umsatzsteur würde ich empfehlen, soweit seine Kunden Unternehmer sind um den Vorsteuerabzug zu bekommen.

4. Ob bei diesen gewerblichen Einnahmen überhaupt die Pflicht zur Abgabe einer Erklärung besteht, ist ohnehin fraglich, ich denke nicht, dass er über 410 gewinn kommt.

Und noch was... Deine Antworten, die Du hier immer ablässt, zeichen Dich als sicherlich gute Fachangestellte aus. Bei der Beratung geht es jedoch in aller erster Linie um betriebswirtschaftliche Rentabilität... Das würde ich den kompetenten Profis überlassen.

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#6
 Von 
Becksgold
Status:
Praktikant
(629 Beiträge, 347x hilfreich)

@Eugenie

Im Internet duzt man sich doch oder...

Das mit der Fachgehilfin war die Antwort darauf mich als inkompentent zu bezeichnen. Ich habe eigentlich keine Lust mich im Netz zu ärgern. Deswegen bin ich der Meinung, dass man sich trotz der Anonymität mit dem nötigen Respekt begegnen sollte.

Sicherlich sind (bist) Sie (Du) da mit mir einer Meinung.

Beste Grüße
Becksgold

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#7
 Von 
Becksgold
Status:
Praktikant
(629 Beiträge, 347x hilfreich)

und nun zum fachlichen:

@hackmack

wenn Du als Kunden Unternehmer hast dann kannst du ruhig Umsatzsteuer ausweisen. Dann muss auch die Steuernummer auf die Rechnung. Dann musst Du auch Voranmeldungen abgeben. Dann weiss das Finanzamt von der Sache, dann medet sich das Gewerbeamt und die IHK. Da Du in diesem Falle jedoch auch den Vorsteuerabzug auf deine Eingangsleistungen (Laptop, PC etc.) bekommst würde ich den von Eugenie beschriebenen ordentlichen Weg gehen.

Sollten Deine Kunden Privatleute sein, würde ich die Sache auf mich zukommen lassen, deine Rechnungen kannst du dann auch ohne Steuernummer abgeben.

Da ohnehin nach Deinen Angaben keine steuerlich relevante Höhe von Einkommen zu erzielen ist, kannst du auch keine Steuern hinterziehen.

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#8
 Von 
hackmack
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Okay, erst einmal vielen Dank für eure Antworten!

Da der Weg bei Unternehmern durchaus komplizierter ist als bei Privatleuten ist die Frage, ob ich es da auch eine andere Möglichkeit gibt?

Du sagtest gerade "kannst du ruhig Umsatzsteuer ausweisen". Kann ich nicht einfach den gleichen Weg wie bei Privatleuten gehen?

Viele Grüße
hackmack

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#9
 Von 
Becksgold
Status:
Praktikant
(629 Beiträge, 347x hilfreich)

Der aufgezeigte Weg bei Privatleuten heisst, dass Du Deine Tätigkeit beim Finanzamt/IHK/Gewerbeamt nicht anmeldest.

Werden Deine unternehmerischen Kunden vom Finanzamt überprüft, finden die Deine Rechnungen und fragen bei Deinem Finanzamt an, ob Du die Einkünfte deklariert hast. Das kann beim Finanzamt egal sein, soweit Du unter dem Grundfreibetrag von 7.680,00 liegst. Soweit das Finanzamt seine Kentnisse weitermeldet, werden IHK und Gewerbamt dann die Mindestbeiträge/Anmeldegebühren erheben.

Wenn Du dich nicht anmeldst, darfst du jedoch in keinem Fall Umsatzsteuer ausweisen, da du sonst steuern hinterziehst.

So würde ich das in deinem Fall machen.


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#10
 Von 
1tinchen
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 7x hilfreich)

Hallo Leute,
ich glaube, meine Frage passt hier nicht direkt zum Thema, aber ich fand keine bessere Kategorie dafür:
Ich mache eine Ausbildung und nebenbei arbeite ich als Promoterin/Hostess auf meinen Gewerbeschein.
Meine Mutter möchte mir demnächst Geld (ca. 20.000€) schenken in Form eines Schenkungsvertrages, welches ich dann auf einem Tagesgeldkonto o.ä. anlegen möchte.
Nun muss ich wegen dem Gewerbeschein auch eine Steuererklärung machen.

Meine Frage ist, ob die Schenkung Auswirkungen auf meine Steuererklärung hat und ich dann das Kindergeld evt zurück zahlen muss, sollte das FA das angelegte Geld mit in meine Verdienste o.ä. einberechnen.

Ich würde mich sehr freuen, falls jemand eine Antwort hat.
Vielen Dank!
Tinchen

-- Editiert von 1tinchen am 15.04.2008 15:21:58

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