Betriebsprüfung bei Kleinunternehmer-Regelung - Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit ?

2. März 2023 Thema abonnieren
 Von 
onlinetower
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Betriebsprüfung bei Kleinunternehmer-Regelung - Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit ?

Hi zusammen,

ich habe da eine kurze knackige Frage an Diejenigen die sie aufgrund Ihrer Beruflichkeit evtl. beantworten können:



Werden Gewerbetreibende Einzelhändler (sagen wir als Online-Shop-Betreiber) die immer stetig unter der 22.000,00-Euro-Grenze bleiben und von der Kleinunternehmerregelung gebrauch machen wirklich so selten vom Finanzamt einer Betriebsprüfung unterzogen?



Ich möchte nämlich neben meine Hauptberuf gerne einen Online-Shop aufmachen und möchte schon in etwa wissen, wie oft man mit einer Betriebsprüfung rechnen muss, da es ja auch mit viel Stress und Aufwand verbunden ist.


- Mein Umsatz wird jährlich zwischen 15.000,00 Euro und 20.000,00 Euro liegen.
- Mein Gewinn wird jährlich zwischen 8.000,00 Euro und 10.000,00 Euro liegen.
- Ich werde von Anfang an von der Kleinunternehmerregelung gebrauch machen




Im Internet ließt man unterschiedliche Sachen :/


Auf einer Seite steht, dass man in der Größenklasse alle 100 Jahre mit einer Betriebsprüfung zu rechnen hat.

Auf einer anderen Seite heißt es, dass 10% der Betriebsprüfungen von einem Zufallsgenerator ausgewählt werden und man damit jedes Jahr zu 10% damit rechnen muss zur Betriebsprüfung herangezogen zu werden.

Passt also nicht sooo ganz^


Danke schonmal für Eure Antworten :grins:

-- Editiert von User am 2. März 2023 19:42

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6860 Beiträge, 1451x hilfreich)

Das Finanzamt hat in den letzten Jahren die Zahl der Prüfer erhöht , ich denke dass man auch in dem Bereich also alle 20-25 Jahre damit rechnen kann.

Je nachdem, ob man alle Unterlagen immer fristgerecht einreicht, ob alles stimmig ist usw. kann es auch schon früher sein, im Extremfall auch ganz überraschend.

*Glaskugel wegleg*

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https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
Erich Tango
Status:
Schüler
(159 Beiträge, 32x hilfreich)

Zitat:
Auf einer Seite steht, dass man in der Größenklasse alle 100 Jahre mit einer Betriebsprüfung zu rechnen hat.

Die Zahl hätte ich für eher sehr kleine Betriebe auch genannt. Vor allem auch bei deiner Branche.
Aber als rein statitischer Wert über alle Branchen. Das ist wie der blöde vergleich, dass jeder 5. Mensche ein Chinese ist und ich trotzdem wenige kenne :wink: (ja, alter Kalauer).
Soll heißen, andere Betriebe werden vielleicht auch alle 10 Jahre für 3 Jahre geprüft.
Das hängt auch von der Ausstattung im jeweiligen Bundesland und evtl. Leitlinien ab.

Es ist wie beim Autofahren: Man muss schon mit Gurt fahren, auch wenn ein Unfall nicht sehr wahrscheinlich ist. Also: Steuerliche Pflichten erfüllen, dann ist die Bp auch nichts Schlimmes.

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#3
 Von 
Garfield73
Status:
Student
(2066 Beiträge, 720x hilfreich)

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen dieser Größenklasse von der Betriebsprüfung überprüft wird ist tatsächlich sehr gering.
Das hat aber rein gar nichts mit der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmereigenschaft zu tun.

Man sollte aber nicht, wie meine Vorschreiber schon ausführten, glauben, dass man somit seine steuerlichen Pflichten nicht ganz so genau nehmen braucht.
Wenn es Auffälligkeiten gibt, dann hat jedes Finanzamt noch eine BNV (betriebsnahe Veranlagung) und eine USOP (Umsatzsteuersonderprüfung). Und die können jederzeit zu Besuch kommen...

Signatur:

Nachdenken ist wie googeln .... nur krasser!

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#4
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2324 Beiträge, 627x hilfreich)

Zitat (von onlinetower):
Auf einer Seite steht, dass man in der Größenklasse alle 100 Jahre mit einer Betriebsprüfung zu rechnen hat.

Auf einer anderen Seite heißt es, dass 10% der Betriebsprüfungen von einem Zufallsgenerator ausgewählt werden und man damit jedes Jahr zu 10% damit rechnen muss zur Betriebsprüfung herangezogen zu werden.

Passt also nicht sooo ganz^
Doch, passt sehr gut! Es werden jedes Jahr etwa 1% der Kleinstbetriebe geprüft. Das entspricht einem Prüfungsturnus von etwa 100 Jahren.

Von den TATSÄCHLICH auf den Prüfungsplan gesetzten Firmen sind -je nach Bundesland- etwa 10% Zufallsauswahl. Der Rest sind anschlussgeprüfte Großbetriebe, Meldefälle, Richtsatzfälle, Risikofälle.

Das Risiko als Zufallsauswahl oder Richtsatzfall geprüft zu werden, kannst Du nicht selber beeinflussen, das Risiko ein Melde- oder Risikofall zu sein hängt natürlich auch mit deiner steuerlichen Zuverlässigkeit zusammen!

taxpert

Signatur:

"Yeah, I'm the taxman
and you're working for no one but me!"

The Beatles, Taxman

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