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Doppelte Haushaltführung vom FA nicht anerkannt-was tun?

25.3.2021 Thema abonnieren
 Von 
Bille3006
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Doppelte Haushaltführung vom FA nicht anerkannt-was tun?

Hallo zusammen,
ich arbeite seit über 10 Jahren in Stadt A und habe einen Lebensgefährten in Stadt B. Ich bin dann nach einigen Jahren mit meiner Tochter in Stadt B mit meinem Hauptwohnsitz gezogen, weil meine Tochter dort gerne zur Schule gehen wollte da ihre gesamten Freunde dort wohnen und ich dort durch meinen Lebenspartner (er ist nicht der leibliche Vater) eine bessere Betreuung für sie habe. Stadt A und B liegen 260 km auseinander. Darum arbeite ich immer an 3 Tagen in der Woche und bewohne am Arbeitsort meine kleine Eigentumswohnung. Mit Hauptwohnsitz habe ich mich in Stadt B angemeldet. Kann mir jemand erklären, warum das nicht anerkannt wird? Ich habe sogar meine Meldebescheinigung eingereicht. Finde es auch merkwürdig dass das FA der Stadt B die Steuererklärung bearbeitet, obwohl sie die doppelte Haushaltführung nicht anerkennt. Dann müsste die Bearbeitung ja beim FA von Stadt A stattfinden... oder? Mit der Bearbeitung haben sie es doch bereits anerkannt. Zumal meine Tochter hier zur Schule geht und ich an 4-5 Tagen in der Woche hier daheim bin....

Lieben Dank für Antworten, wie ich mich zu verhalten habe....
Bille

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(39553 Beiträge, 14206x hilfreich)

Zitat:
Kann mir jemand erklären, warum das nicht anerkannt wird?

Der Steuerbescheid sollte eine Erläuterung enthalten. Die müsste man erst einmal kennen um das weitere Vorgehen zu diskutieren.

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#2
 Von 
Garfield73
Status:
Lehrling
(1256 Beiträge, 416x hilfreich)

Zitat (von hh):
Der Steuerbescheid sollte eine Erläuterung enthalten.

... und falls man aus dem nicht schlau wird, sollte man als ersten Schritt einfach den zuständigen Bearbeiter anrufen ...

Signatur:99 % aller Computerfehler sitzen vor dem Bildschirm ...
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#3
 Von 
taxpert
Status:
Lehrling
(1495 Beiträge, 392x hilfreich)

Zitat (von Bille3006):
Ich bin dann nach einigen Jahren mit meiner Tochter in Stadt B mit meinem Hauptwohnsitz gezogen
Daraus schließe ich, dass Sie erstmals die dHHf geltend machen und erstmals das FA für B-Stadt zuständig ist.

Der Bearbeiter muss daher den Vorgang vollständig überprüfen.

Zitat (von Bille3006):
Ich habe sogar meine Meldebescheinigung eingereicht.
Das sagt ihm zunächst nur, dass Sie umgezogen sind!
Zitat (von Bille3006):
bewohne am Arbeitsort meine kleine Eigentumswohnung.
Darüber sind im Normalfall keine Angaben gespeichert und je nach Konstellation kann er es auch nicht überprüfen!

Die Bearbeitung von Steuererklärungen ist Massenabfertigung! Natürlich wäre es möglich/sinnvoll/bürgerfreundlich/... gewesen, entsprechende Nachweise anzufordern und die Bearbeitung der Steuererklärung dadurch natürlich auch zu verzögern! Der Bearbeiter hat sich aber dazu entschieden -vielleicht weil ihm/ihr jede Begründung gefehlt hat- die Kosten nicht anzuerkennen. Kann man auch machen!

Deswegen einfach das ...

Zitat (von Garfield73):
sollte man als ersten Schritt einfach den zuständigen Bearbeiter anrufen ...
... machen! Das ist dann letztendlich bereits der Antrag auf schlichte Änderung nach §172 Abs. Nr.2 AO. Ob und welche Nachweise dann gefordert werden, kann man dann auch gleich klären!

taxpert

Signatur:"Yeah, I'm the taxman and you're working for no one but me!" The Beatles, Taxman
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#4
 Von 
Bille3006
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Finanzbeamtin hatte bereits vor Wochen einen Brief an meinen Steuerberater geschrieben, in dem stand, dass sie anzweifelt, dass ich wirklich meinen Lebensmittelpunkt hier habe, da ich ja an 3 Tagen in der Woche nicht mein Kind alleine lassen könnte. Darauf hin habe ich die Meldebescheinigung hier eingereicht und erklärt, dass meine Tochter vom Partner und von meiner Mutter betreut wird an 3 Tagen und ich an 4 Tagen zuhause bin. Jetzt habe ich heute noch das Zeugnis meiner Tochter eingescannt, dass belegt, dass sie hier zur Schule geht, die Kontoabbuchungen, dass ich hier unter der Woche regelmäßig im Supermarkt einkaufen gehe und die monatlichen Abbuchungen von meinem hiesigen Fitnessstudio. Kann das helfen, zu beweisen, dass mein Lebensmittelpunkt hier ist? Wie sind da die Erfahrungen? Die Eigentumswohnung am Arbeitsort habe ich ja in dem Jahr der Steuererklärung erst angeschafft. Das sieht die Steuerbeamtin doch auch aus den Unterlagen. Ich habe das Haus verkauft, eine kleine Wohnung gekauft, in der Absicht zu meinem Verlobten ins Haus zu ziehen und hier meinen Lebensmittelpunkt zu haben. Es kann doch keiner verlangen, dass man zukünftig eine Ehe mit zwei Wohnsitzen führt... Mein Steuerberater hat heute Widerspruch eingelegt und sieht das Ganze ganz entspannt. Ich hoffe, ich muss nicht noch einen Anwalt einschalten...wie seht Ihr die Erfolgsaussichten?

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(39553 Beiträge, 14206x hilfreich)

Zitat:
Mein Steuerberater hat heute Widerspruch eingelegt und sieht das Ganze ganz entspannt.

Das würde ich auch entspannt sehen.

Zitat:
Ich hoffe, ich muss nicht noch einen Anwalt einschalten

So etwas sollte man besser einem Steuerberater als einem Anwalt überlassen.

Zitat:
wie seht Ihr die Erfolgsaussichten?

Gut

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#6
 Von 
Bille3006
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen, jetzt habe ich das Ablehnungsschreiben vom Finanzamt vorliegen. Darin steht: Die doppelte Haushaltsführung wird nicht anerkannt, weil kein eigener Hausstand vorliegt.
(Das stimmt ja auch, denn ich lebe mit meinem Verlobten und meiner Tochter gemeinsam in seinem Haus. Aber trotzdem ist es doch auch mein Hausstand und mein Haushalt! Denn als ich hier mit eingezogen bin, habe ich erstmal wirklich alles entweder kaufen müssen, bzw. mit einem Umzugsunternehmen hierhergebracht! Ich kaufe hier das Essen ein, ich koche, ich hab die Küche ausgestattet und die Wohnung eingerichtet...vorher war das hier eine reine Junggesellenbude ;-) und nun ist es unser gemeinsames Heim)
Es ist klar, das mir der Betrag für Alleinerziehende aberkannt wird, aber es muss doch anerkannt werden, dass das hier nun auch mein Hausstand ist. Oder hätte ich nicht zu meinem Verlobten ziehen dürfen und mir eine eigene Wohnung nehmen müssen? Wie bekomme ich bewiesen, dass das hier mein Haushalt ist und ich an meiner Arbeitsstätte 250 km entfernt nur eine kleine Wohnung besitze, wo ich 2 Nächte die Woche schlafe... bitte gebt mir Tipps!

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#7
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4837 Beiträge, 2284x hilfreich)

Zitat (von Bille3006):
Aber trotzdem ist es doch auch mein Hausstand und mein Haushalt!

Zahlst du Miete?

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#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(39553 Beiträge, 14206x hilfreich)

Zitat:
jetzt habe ich das Ablehnungsschreiben vom Finanzamt vorliegen.

Ein förmliches Schreiben mit Rechtsbehelfsbelehrung?

Zitat:
kein eigener Hausstand vorliegt.
(Das stimmt ja auch,

Nein, das stimmt nicht, weil Du einen gemeinsamen Hausstand mit Deinem Verlobten hast

Tatsächlich kann ich nicht nachvollziehen, warum bei Dir die dHhf abgelehnt wurde.

Wenn der Einspruch förmlich abgelehnt wurde, bleibt aber nur noch die Klage vor dem Finanzgericht. Die Klage würde ich Dir auch empfehlen.

Das genaue Vorgehen solltest Du mit Deinem Steuerberater besprechen.

Hattest Du eigentlich den Rat von @Garfield73 und @taxpert befolgt und den zuständigen Finanzbeamten angerufen?

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#9
 Von 
Bille3006
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Zahlst du Miete?

Nein, ich zahle keine Miete. Denn es ist doch mein Verlobter, mit welchem ich zusammen lebe in seinem Eigentum. Ich gebe ihm allerdings jeden Monat 200€ als Beteiligung für Strom, Gas, Wasser und Versicherung usw., außerdem bin ich für unseren gefüllten Kühlschrank zuständig- ist unsere Regelung, da ich mich hier nicht in ein „gemachtes Nest" setzen wollte, sondern gerne meinen Beitrag für mich und meine Tochter tragen möchte. Aber einen Mietvertrag habe ich nicht mit ihm gemacht, weil es unser beider Heim ist (auch wenn er im Grundbuch steht)....

-- Editiert von Bille3006 am 08.04.2021 21:20

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#10
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(39553 Beiträge, 14206x hilfreich)

Zitat:
Nein, ich zahle keine Miete.

Eine Mietzahlung ist auch keine Voraussetzung für die DHHF.

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