Doppelte Haushaltsführung wurde nicht anerkannt

4. Juni 2015 Thema abonnieren
 Von 
x_25
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)
Doppelte Haushaltsführung wurde nicht anerkannt

Hallo,
ich habe meinen Bescheid zu meiner Einkommensteuererklärung bekommen. In dieser habe ich eine doppelte Haushaltsführung angegeben, da ich beruflich in Stadt A wohne, ich aber in Stadt B (Lebensmittelpunkt) mit meinem Lebenspartner zusammen wohne (ca. 250 km Entfernung). Da ich weitaus mehr als die Hälfte der Wochenenden, die Feiertage und auch Urlaube mit meinem Lebenspartner in Stadt B verbringe, habe ich dort inzwischen auch fast mein gesamtes soziales Leben.

Die doppelte Haushaltsführung wurde nicht anerkannt mit der Begründung dass die "gelegentlichen Fahrten" (nachweislich mindestens 3-4 mal im Monat) "privat veranlasst" seien. Diese Begründung wundert mich sehr, da bei einer doppelten Haushaltsführung meines Verständnisses nach immer ein beruflicher und privater Grund vorliegt, sonst müsste ich ja immer zwischen 2 Arbeitsplätzen hin- und herfahren...

Bevor ich hier Widerspruch einlege, habe ich allerdings noch einige Fragen und hoffe, dass mir hier Jemand Auskunft geben kann:

1. Ich bin in Stadt A (Arbeit) als Wohnsitz gemeldet, in Stadt B (Lebensmittelpunkt und Lebenspartner) gar nicht. Muss ich zwingend bei einer doppelten Haushaltsführung in beiden Städten gemeldet sein?

2. Ist die Begründung des Finanzamtes, dass meine Fahrten nach Stadt B privat veranlasst sind, haltbar? Natürlich sind diese privat veranlasst, da die Fahrten zum Lebensmittelpunkt doch immer privater Natur sind.

3. Mieter im Mietvertrag der gemeinsamen Wohnung in Stadt B ist nur mein Lebenspartner. Ich zahle ihm ca. 20% der Lebenshaltungskosten durch Einkäufe, Barzahlungen, Essen etc.. Muss ich zwingend im Mietvertrag ebenfalls als Mieter aufgeführt sein?

4. Ich bin nicht nicht von unserem gemeinsamen Wohnort (Stadt B) nach Stadt A gezogen, sondern von Stadt C. Wir haben uns kennengelernt, als ich in Stadt C gewohnt habe. Ich habe also eher meinen Lebensmittelpunkt (von Stadt A nach Stadt B) gewechselt, als dass ich berufsbedingt vom gemeinsamen Wohnort weggezogen bin. Ich habe ein Urteil gefunden, wonach nicht unbedingt der Arbeitsort gewechselt werden muss, sondern auch der Lebensmittelpunkt gewechselt werden kann, wie bei mir der Fall.

Habe ich Ihrer Einschätzung nach Möglichkeiten, gegen diesen Bescheid vorzugehen?
Vielen Dank für Ihre Einschätzung und Ihre Unterstützung!


-- Editier von x_25 am 04.06.2015 10:55

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2 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5523 Beiträge, 2495x hilfreich)

Keine Chance.

Es existiert ja überhaupt kein Zweitwohnsitz.
Dazu müsstest du ja erstmal in beiden Städten gemeldet sein.

Die logische Begründung ist auch relativ einfach: wenn das in dieser Form (ohne Meldung, ohne Mietvertrag) anerkannt würde, dann hätte jeder ledige Berufstätige umgehend eine "Freundin" in einem mehrere 100km entfernten Ort.

Daher ist die Hürde, in solchen Fällen eine doppelte Haushaltsführung nachzuweisen, erheblich höher.

2x Hilfreiche Antwort

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