Einheitenwert und Grundsteuermessbetrag aufgehoben?

23. August 2019 Thema abonnieren
 Von 
Vexis
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Einheitenwert und Grundsteuermessbetrag aufgehoben?

Guten Tag zusammen,
ich bräuchte bitte eine Übersetzungshilfe bzgl. eines Schreibens vom Finanzamtes.

Hintergrund: Meine Großmutter ist 2018 verstorben. Als einziger lebender Nachkomme wurde ich Alleinerbe. Unter dem Erbe war auch ein ~18HA großer Acker, den meine Großmutter wiederrum von meinem Großvater geerbt hatte als er starb (sie hatte allerdings das Grundbuch nicht anpassen lassen). Dieser Acker war schon sehr viele Jahre und ist immer noch verpachtet und wird von einem Bauer bewirtschaftet. Ich habe das Erbe auch beim Finanzamt entsprechend angezeigt (nur angezeigt, eine Erbschaftssteuererklärung wollten die bisher nicht von mir und ich bin auch im Rahmen des Freibetrages) und habe das Grundbuch auf mich umschreiben lassen.

So nun das eigentliche (deshalb schreibe mal hier und nicht im Erbrecht Forum):
Gestern erreichte mich ein Schreiben vom Finanzamt mit dessen Inhalt ich so gar nichts Anfangen kann.

Adressiert an mich, darunter "für %Name der Großmutter% (verstorben) %Adresse der Großmutter%.
Inhalt:
"A) Für den Betrieb der Land- und Forstwirtschaft in %Ort%, Flst. xxxx werden der Einheitenwert und der Grundsteuermessbetrag auf den 01.01.2018 aufgehoben.

Bisher waren festgestellt - Einheitenwert 500 DM,
Art - Betrieb der Land- und Forstwirtschaft - Stückländerei - ,
Zurechnung -
%Name der Großmutter% (verstorben), Anteil 1/1
bisheriger Grundsteuermessbetrag 3 DM

B) Erläuterungen
Das Grundstrück ist in der Beleggemeinde (= %Gemarkung%) zu bewerten

Der Einheitenwert ist aufzuheben weil die wirtschaftliche Einheit (Untereinheit) weggefallen ist ( § 24 Abs. 1 Nr. 1 BewG )"


So... und nun steh ich da und guck wie die Sau ins Uhrwerk, weil ich selbst nach etwas Onlinerecherche nicht wirklich verstehe, was das jetzt genau zu bedeuten hat, und ob ich in irgend einer weise tätig werden müsste.

Es wäre super nett, wenn mir hier jemand Hilfestellung geben könnte, was das bedeutet.
Vielen Dank

-- Editiert von Vexis am 23.08.2019 08:04

-- Editiert von Vexis am 23.08.2019 08:05

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
taxpert
Status:
Student
(2322 Beiträge, 627x hilfreich)

Nein, Sie müssen nicht tätig werden!

Die einfachste Art, die Verwirrung aufzulösen, ist ein Anruf in der zuständigen Bewertungsstelle des FA. TelNr sollte auf dem Bescheid stehen.

Hier kann man nur raten.

Vielleicht lagen für den Acker bisher zwei EW's vor und im Rahmen der Bearbeitung der notwendigen Zurechnungsfortschreibung auf Sie wegen des Todes Ihrer Großmutter wurde sozusagen "Aktenbereinigung" betrieben und die beiden bisher getrennt erfassten wirtschaftlichen Einheiten zutreffend zu einer zusammengeführt. Das müssten Sie aus den Unterlagen Ihrer Großmutter ersehen können, denn dann liegen auch zwei GrSt-Bescheide vor. Außerdem sollte dann in den nächsten tagen ein Bescheid über die Zurechnungsfortschreibung der verbleibenden wirtschaftlichen Einheit bei Ihnen ankommen. Zu einer Wertfortschreibung wird es wegen §22 Abs.1 BewG nicht kommen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Sie selber bereits ein L+F-Grundstück als Stückländerei besitzen und der Acker daher hier "zugeschlagen" wir und der alte EW aufzuheben ist. Dagegen spricht allerdings die Aufhebung auf den 01.01.2018, denn wenn Ihre Großmutter in 2018 verstorben ist, wäre die Aufhebung erst auf den 01.01.2019 erfolgt.

taxpert

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and you're working for no one but me!"

The Beatles, Taxman

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