Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung an den eheähnlichen Partner?

26. August 2004 Thema abonnieren
 Von 
Andreas60
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung an den eheähnlichen Partner?

Meine Freundin lebt seit Januar 04 in meinem Haus, dessen alleiniger Eigentümer ich bin. Da ich für das Haus noch nicht unerhebliche Darlehnsverpflichtungen habe, überweist sie mir monatlich einen Betrag von 300€ als quasi Mietkosten. Ich habe jetzt gelesen, ich könnte diesen Betrag als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ansetzen und gleichzeitig die anfallenden Kosten für das Haus (wie Schuldzinsen) ansetzen. Per Saldo häte ich bei mir einen Verlust aus Vermietung und Verpachtung, was sich ja für mich steuerbegünstigend auswirken würde.
Aber irgendwie fehlt mir der Glaube, das das funktioniert. Hat jemand in einer solchen Sache schon Erfahrung mit dem Finanzamt, gibt es dazu Urteile o.ä. ???

Vielen Dank für eure Antworten.

Andreas

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47919 Beiträge, 16935x hilfreich)

Bei so einer Konstruktion musst Du eine Gewinnerzielungsabsicht nachweisen.

Nur wenn wahrscheinlich ist, dass Du auf Dauer durch diese Art der Vermietung auch einen Gewinn erzielen kannst, darfst Du die anfänglichen Verluste von der Steuer absetzen.

Das Ganze funktioniert aber sowieso nur dann, wenn Deine Freundin Untermieterin ist und der Vertrag so geschlossen wurde, wie er auch unter Fremden geschlossen würde.

Wenn Ihr also im gleichen Zimmer schlaft, wovon ich ausgehe, dann geht das auch nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Der Dan
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
das Thema möchte ich nochmal aufgreifen weil bei mir die Situation ähnlich ist:

Im kurzen: Ich bin Eigentümer, meine Freundin zahlt lediglich eine Unkostenbeteiligung von 100.- (warm) da Sie studiert. Gewinn-Absichten habe ich sicher nicht.
Bei Ihrem Bafög-Antrag muß Sie nun Miete angeben....

Nun meine Fragen:
1) Muß ich diesen Kleinbetrag in der Steuererklärung angeben
2) mit welcher Belastung muß ich rechnen? -vor allem wird es mit dem Amt interessant ob das als regulärer Mietvertrag anerkannt wird weil ich ja nicht annährend die ortsübliche Miete nehme!?

-wenn ich das aus den anderen Posts richtig auffasse sind wir doof weil
1) ich muß Steuer zahlen :bang:
2) Bekommt Sie kein Wohngeld weil ich Sie zu sehr unterstütze.
...sollte es so sein wird Sie sich wohl aus finanziellen Gründen ein WG-Zimmer in der Stadtmitte suchen...


Vielen Dank für Eure Hinweise!
Dan

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
oerdiz.
Status:
Praktikant
(564 Beiträge, 133x hilfreich)

Die Freundin zahlt Ihnen Unkosten, d.h. Verbrauchskosten. Bei 100 € noch neben Verbrauchskosten eine Miete anzusehen, das wäre sehr abenteuerlich. FAzit ist, die Freundin beteiligt sich an Ihren Nebenkosten und somit erzielen Sie keine Einnahmen aus Vermietung und können auch keine Verluste geltend machen wie der ursprüngliche Fragende und gleichzeitig sind die Aufwendungen bei der Freundin und im Bafög-Antrag keinesfalls als Miete anzugeben.

quote:
...sollte es so sein wird Sie sich wohl aus finanziellen Gründen ein WG-Zimmer in der Stadtmitte suchen...
Und wo ist da der Sinn? Wohngeld gibts nur, wenn es auch Kosten gibt. Was bringt es also der Freundin, wenn Sie für Geld ein Zimmer anmietet und dann mit ein wenig Wohngeld unterstützt wird. Doof sind Sie also bestimmt nicht, so einfach lässt sich Vater Staat nämlich auch nicht verarschen wie das immer in den Medien dargestellt wird.

-- Editiert von oerdiz1 am 10.08.2008 22:18:57

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