Einnahmen/Spenden aus Sponsors Plattformen versteuern

13. Mai 2024 Thema abonnieren
 Von 
TotalerSteuerneuling
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 0x hilfreich)
Einnahmen/Spenden aus Sponsors Plattformen versteuern

Guten Tag,

ich bin aktuell angestellt als Entwickler und habe in der Freizeit einige Open Source Projekte außerhalb der Arbeit entwickelt. Manche Leute "spenden" nun zum Beispiel über Github Sponsor (https://github.com/sponsors), PayPal Me oder buy me a coffee (https://buymeacoffee.com/), um meine Arbeit zu würdigen und mich zu unterstützen, die Projekte weiterzubetreiben zu können.
Eigentlich ist es einfach man klickt auf einen Link und kann einen Betrag eingeben, den man gerne spenden würde. Selbstverständlich alles komplett freiwillig.

Jetzt frage ich mich, ob ich bei der Einkommensteuererklärung etwas beachten muss?

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13 Antworten
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#1
 Von 
reckoner
Status:
Wissender
(14054 Beiträge, 4410x hilfreich)

Hallo,

das sind eindeutig steuerpflichtige Einnahmen. Spenden, Schenkungen oder wie auch immer man es nennt haben keine Gegenleistung, du stellst aber deine Software zur Verfügung.

Kommst du über 410 Euro Gewinn im Jahr?

Stefan

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#2
 Von 
TotalerSteuerneuling
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 0x hilfreich)

Aber die Stelle ich doch auch denjenigen zur Verfügung die nichts spenden, also ist Software doch nicht die Gegenleistung, oder?

Wenn man gegen Bezahlung bevorzugt Sachen oder Feature löst, könnte ich es leichter nachvollziehen.

Bei einer komplett freiwilligen Sache finde ich aktuell sehr schwierig die Definition.
Wenn jemand ein Blättchen/Zeitung austrägt und man demjenigen 5 Euro Trinkgeld in die Hand drückt oder online überweist ;) , wäre das auch steuerpflichtig? Weil die Zeitung ist auch ein Gegenstand.

Seit man keine PV Einnahmen versteuern muss komme ich nicht über die 410€; aber man will ja rechtlich vorbereitet sein.

EDIT: Gerade dein Beispiel mit dem Restaurant Besitzer und dem Gratisessen gelesen. Das verstehe ich schon eher und macht Sinn, aber wie ist es dann mit aufgestellten Spendenkassen bei einem privaten (kostenlosen) Fest, das manche aufstellen?

-- Editiert von User am 14. Mai 2024 00:19

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122810 Beiträge, 40173x hilfreich)

Zitat (von TotalerSteuerneuling):
Aber die Stelle ich doch auch denjenigen zur Verfügung die nichts spenden, also ist Software doch nicht die Gegenleistung, oder?

Doch.
Das man den Käufer den Preis selbst bestimmen lässt, ist da nicht relevant.



Zitat (von TotalerSteuerneuling):
Weil die Zeitung ist auch ein Gegenstand.

Ja, aber keine Gegenleistung des Austrägers.
Im übrigen sind Trinkgelder, die anlässlich einer Arbeitsleistung dem Arbeitnehmer von Dritten freiwillig und ohne dass ein Rechtsanspruch auf sie besteht, zusätzlich zu dem Betrag gegeben werden, der für diese Arbeitsleistung zu zahlen ist per Gesetz steuerfrei.
Insofern nicht tauglich als Vergleich.



Zitat (von TotalerSteuerneuling):
aber wie ist es dann mit aufgestellten Spendenkassen bei einem privaten (kostenlosen) Fest, das manche aufstellen?

Das werden in aller Regel keine Spenden sein, da die Empfänger die rechtlichen Bedingungen für Spenden gar nicht erfüllen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
reckoner
Status:
Wissender
(14054 Beiträge, 4410x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Aber die Stelle ich doch auch denjenigen zur Verfügung die nichts spenden, also ist Software doch nicht die Gegenleistung, oder?
Doch, natürlich.

Zitat:
Bei einer komplett freiwilligen Sache finde ich aktuell sehr schwierig die Definition.
Wenn jemand ein Blättchen/Zeitung austrägt und man demjenigen 5 Euro Trinkgeld in die Hand drückt oder online überweist ;) , wäre das auch steuerpflichtig?
Das wäre ein Trinkgeld, dazu gibt es Regeln und Rechtsprechungen. Hat aber mit deinem Fall nichts zu tun.

Zitat:
Weil die Zeitung ist auch ein Gegenstand.
Es ist völlig unbedeutend ob es ein Gegenstand, eine Dienstleistung, eine Nutzungsrecht oder was auch immer ist - sobald Geld fließt ist es in den meisten Fällen steuerpflichtiges Einkommen.

Zitat:
Seit man keine PV Einnahmen versteuern muss komme ich nicht über die 410€; aber man will ja rechtlich vorbereitet sein.
Dann würde der Härteausgleich greifen, und es wäre steuerfrei.
Aber Achtung, das ist kein Freibetrag, sondern eine Freigrenze (bis 820 Euro gibt es aber eine Gleitzone).

Zitat:
aber wie ist es dann mit aufgestellten Spendenkassen bei einem privaten (kostenlosen) Fest, das manche aufstellen?
Wer macht denn sowas?
Wenn dann kenne ich das eher von Vereinen, und da könnten es dann wiklich Spenden sein.

Und der rein private Bereich ist nochmal etwas anders, beispielsweise ist eine Mitbringparty völlig steuerfrei, selbst wenn da im Einzelfall einige Geld mitbringen (wohlgemerkt, privater Bereich, man kennt sich und es kann nicht einfach jeder kommen).
Ein typisches Beispiel wäre ein Straßenfest (ich meine eine normale Wohnstraße, nicht die B1). Einige organisieren das und kaufen Getränke und Grillfleisch, ein paar andere bringen Salat mit, und der Rest gibt ein paar Euro für die Unkosten in die Spendenkasse. Das ist steuerfrei, selbst wenn ein kleiner Überschuß hängen bleibt.
Ein Gegenbeispiel wäre ein Dorf- oder Stadtteilfest, das ist nicht mehr privat.

Stefan

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#5
 Von 
TotalerSteuerneuling
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielleicht noch eine weitere Frage. Soll/Muss ich das als Nebentätigkeit beim FA melden?

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#6
 Von 
reckoner
Status:
Wissender
(14054 Beiträge, 4410x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Soll/Muss ich das als Nebentätigkeit beim FA melden?
Wenn dann müsstest du es als Gewerbe anmelden, was indirekt auch eine Meldung beim Finanzamt wäre (von dort bekommst du dann einen Fragebogen).
Imho kommt es aber auch wieder auf die Menge/Größe und die Umstände an; Planmäßigkeit und Gewinnerzielungsabsicht sind da zwei Stichworte (die aber nicht unbedingt beide zutreffen müssen, und auch auf den Einzelfall interpretiert werden müssen).

Persönliches Beispiel: Ich habe ein kleines Exceltool geschrieben (für mich selbst), und in einem Forum veröffentlicht (LINK). Und dafür lässt mir der ein oder andere Nutzer ein paar Euro zukommen.
Da das aber weder meine Absicht war noch nennenswerte Beträge erreicht (<50 Euro p.a.) ist das ganz sicher keine gewerbliche Tätigkeit; und steuerfrei ist es sowieso.

Wenn du unter den besagten 410 Euro bleibst dürfte es dem Finanzamt egal sein (die haben genug mit richtigen Fällen zu tun).
Und liegst du einmal darüber, dann würde ich das in der Anlage SO erklären (das ist das Auffangbecken für alles was nirgendwo richtig hin passt, z.B. Provisionen für Freundschaftswerbungen, gelegentliche Vermietungen beweglicher Gegenstände u.s.w.).
Sind es hingegen regelmäßig mehr als 410 Euro dann ist imho die Grenze überschritten und eine Gewerbeanmeldung erforderlich.

Wohlgemerkt, die 410 Euro gelten pro Jahr (es gibt immer wieder Personen die das als pro Monat verstehen).

Und nochmal was Grundsätzliches: Es hört sich vielleicht so an als ob das alles schwammig und fließend wäre. In der Praxis sind aber sicher 98% der Fälle eindeutig gewerblich oder eindeutig privat. Das ist so ähnlich wie bei den (Schein)Privatverkäufer bei Ebay, meist erkennt man direkt am Angebot und an den Bewertungen was Sache ist (etwa bei den 140 Pelzmänteln - google das mal).

Stefan

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#7
 Von 
TotalerSteuerneuling
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die ausführliche Antwort. Aber nun habe ich doch ein paar mehr Fragen :???: :smile:

Zitat (von reckoner):
Wenn dann müsstest du es als Gewerbe anmelden, was indirekt auch eine Meldung beim Finanzamt wäre (von dort bekommst du dann einen Fragebogen).


Warum direkt Gewerbe und kein selbständiger Beruf wie Freelancing oder sowas? Soweit ich mal grob gelesen habe muss ich meinen AG informieren und darf ich nicht mehr als 20h "nebenher" arbeiten. Aber prinzipiell fällt es ja dann eh unter die Kleinunternehmerregelung. Was hätte ich denn -außer der jährlichen Abgabe- noch für einen Nachteil?

Vorteil wäre doch sicher, dass ich ein Arbeitszimmer und andere Werbungskosten (z.B. Arbeitsmittel Laptop) für die nebenberufliche Tätigkeit absetzen könnte. Gilt dann bestimmt auch, das ich eine Gewinnerzielungsabsicht haben muss (zumindest wäre das logisch für mich). Bisher kannte ich das nur bei einer PV-Anlage und da war die Rechnung einfach, weil es ziemlich fixiert ist zum Nachweisen. Aber wie wäre sowas bei so einem "Spenden"-Modell.
Ich kann doch schlecht "nachweisen" bzw. schreiben ich gehe davon aus, dass mir jährlich 100 Leute 5€ zukommen lassen.

Zitat (von reckoner):
Persönliches Beispiel: Ich habe ein kleines Exceltool geschrieben (für mich selbst), und in einem Forum veröffentlicht (LINK). Und dafür lässt mir der ein oder andere Nutzer ein paar Euro zukommen.


Aktuell ist es hier auch so, außer dass es eben ein paar Projekte sind.

Zitat (von reckoner):
Wenn du unter den besagten 410 Euro bleibst dürfte es dem Finanzamt egal sein (die haben genug mit richtigen Fällen zu tun).


Das ist eben schwer vorhersehbar, das es auf freiwilliger Basis ist sowie bei dir. Schwer zu sagen also... Aktuell ist es noch unter den 410€, aber man will ja vorbereitet sein und wegen einem Hobby keinen Ärger.

Zitat (von reckoner):
Wohlgemerkt, die 410 Euro gelten pro Jahr (es gibt immer wieder Personen die das als pro Monat verstehen).


Die Grenze ist mir bekannt, da diese früher auch für die PV relevant war :wink:

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#8
 Von 
reckoner
Status:
Wissender
(14054 Beiträge, 4410x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Warum direkt Gewerbe und kein selbständiger Beruf wie Freelancing oder sowas?
Weil es in Deutschland nur zwei Möglichkeiten gibt, entweder Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit. Und freiberuflich sind nur ganz bestimmte Katalogberufe (z.B. Ärzte, Anwälte, Lehrer, Journalisten), und "Entwickler" gehört in der Regel nicht dazu. Eine Voraussetzung ist schon mal fast grundsätzlich eine akademische Ausbildung, hast du die?

Zitat:
Soweit ich mal grob gelesen habe muss ich meinen AG informieren und darf ich nicht mehr als 20h "nebenher" arbeiten. Aber prinzipiell fällt es ja dann eh unter die Kleinunternehmerregelung. Was hätte ich denn -außer der jährlichen Abgabe- noch für einen Nachteil?
Steuerrechtlich ist das erstmal kein Unterschied (die Kleinunternehmerregelung hast du ja schon genannt, wenn du über 22.000 Umsatz machst würde es deutlich aufwendiger, und wahrscheinlich finanziell schlechter).
Als außersteuerliche Nachteile fallen mir noch ein: Impressumspflicht, Haftungsrisiken, Abmahngefahren.

Zitat:
Vorteil wäre doch sicher, dass ich ein Arbeitszimmer und andere Werbungskosten (z.B. Arbeitsmittel Laptop) für die nebenberufliche Tätigkeit absetzen könnte.
Durchaus, aber anteilig (du nutzt das alles ja sicher auch privat).
Bei Sonstigen Einkünften geht das aber ebenso.

Beispiel: Man besitzt einen Oldtimer, und vermietet diesen gelegentlich für Hochzeiten, Fotoshootings und Filmaufnahmen. Die Einnahmen erklärt man dann in der Anlage SO. Und natürlich kann dann auch ein Teil der Kosten (Wartung, Abschreibung) als Werbungskosten abgesetzt werden, und in viellen Fällen kommt sogar ein Verlust heraus (ein typisches Beispiel für Liebhaberei, und damit steuerneutral).

Zitat:
Gilt dann bestimmt auch, das ich eine Gewinnerzielungsabsicht haben muss (zumindest wäre das logisch für mich).
Die muss man nicht unbedingt haben, oder besser: das mit dem Gewinn muss nicht gelingen.
Aber wir reden doch sowieso von Gewinn, oder? Denn bei Verlusten braucht man imho in deinem Fall gar nicht zu diskutieren, das wäre dann meiner Ansicht nach einfach ein Hobby.
Aber auch ein Hobby kann sich natürlich zu einem Gewerbe entwickeln, schau dir nur mal ein paar YouTube-Kanäle an (erst nur aus Spaß Videos veröffentlicht, dann kamen immer mehr Follower, und plötzlich schaltet man Werbung und verkauft Produkte, gibt seinen Job auf u.s.w.).

Zitat:
Ich kann doch schlecht "nachweisen" bzw. schreiben ich gehe davon aus, dass mir jährlich 100 Leute 5€ zukommen lassen.
Doch, am Anfang vermutet man immer, und viele liegen dabei völlig falsch (als Gründer kann man das gar nicht einschätzen, selbst in einem lange laufenden Betrieb ist das nicht einfach).
Das ist aber egal, denn am Ende kann man ja schwarz auf weiß nachweisen, wie viel man eingenommen hat.

Zitat:
Das ist eben schwer vorhersehbar, das es auf freiwilliger Basis ist sowie bei dir. Schwer zu sagen also... Aktuell ist es noch unter den 410€, aber man will ja vorbereitet sein und wegen einem Hobby keinen Ärger.
Ich kann dir nicht abnehmen es zu schätzen, das kannst nur du selber.
Aber selbst wenn es mehr als 410 Euro Gewinn(!) sind, solange du es dann ordentlich erklärst (wie gesagt ich würde die Anlage SO nehmen) kann dir nichts passieren. Im schlimmsten Fall sagt dir das Finanzamt, dass das so nicht geht, und dann musst du sehen.
Ich kenne es so, dass man dann eine Aufforderung bekommt, ein Gewerbe anzumelden (aber selten rückwirkend).

Du musst nämlich wissen, dass es unterm Strich egal ist, wie etwas versteuert wird (wir reden ja nicht von Umsatzsteuer oder gar Gewerbesteuer, das sind wirklich ganz andere Dimensionen). Daher reist dir das Finanzamt nicht den Kopf ab, wenn du Einkünfte in einer falschen Kategorie erklärst.
Das Finanzamt ist nicht der Feind, das sind andere Behörden.

Und nochmal was Grundsätzliches zum Schluss: Ich spreche hier von diesem konkreten Fall. Nicht das später jemand kommt und meint, ich hätte gesagt man müsse ein Gewerbe erst nach Aufforderung anmelden etc. - das ist immer eine Einzelfallbetrachtung.

Stefan

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#9
 Von 
TotalerSteuerneuling
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Eine Voraussetzung ist schon mal fast grundsätzlich eine akademische Ausbildung, hast du die?


Nur die zweithöchste. Ich gehe trotzdem von Gewerbe aus, siehe hier
"Wenn deine Arbeitsaufgaben denen eines Ingenieurs ähneln, dann wirst du wahrscheinlich als Freiberufler eingestuft werden. Programmierer und Berater, die Benutzer betreuen und sie bei der Weiterentwicklung und Pflege ihrer Anwendungen unterstützen, sind wiederum gewerblich tätig."

Zitat (von reckoner):
Durchaus, aber anteilig (du nutzt das alles ja sicher auch privat).

Logo das ist soweit klar

Zitat (von reckoner):
Die muss man nicht unbedingt haben, oder besser: das mit dem Gewinn muss nicht gelingen.
Aber wir reden doch sowieso von Gewinn, oder? Denn bei Verlusten braucht man imho in deinem Fall gar nicht zu diskutieren, das wäre dann meiner Ansicht nach einfach ein Hobby.


Ich denke dann brauch ich mir aktuell keine Gedanken machen. Ich hatte einen Denkfehler und habe Einnahmen und Gewinn gleichgesetzt.
Wenn ich zum Beispiel 1 mal die Woche "nur" die Tagespauschale von einem Arbeitszimmer nehmen würde sind das schon 300€, wenn ich das verrechne,
Wenn ich da dann 10-100€ darüber bin, gebe ich das einfach mal an und schaue was das Finanzamt sagt.

Das mit der Gewinnerzielungsabsicht und Verlust machen habe ich ein wenig anders in Erinnerung aus den PV Zeiten. Nur Verluste abschreiben geht nicht, weil es dann Liebhaberei (ohne Gewinnerzielungsabsicht) ist.

-- Editiert von User am 29. Juni 2024 07:47

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
reckoner
Status:
Wissender
(14054 Beiträge, 4410x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Das mit der Gewinnerzielungsabsicht und Verlust machen habe ich ein wenig anders in Erinnerung aus den PV Zeiten. Nur Verluste abschreiben geht nicht, weil es dann Liebhaberei (ohne Gewinnerzielungsabsicht) ist.
So pauschal kann man das nicht sagen.
Ein neu gegründetes Unternehmen macht eigentlich immer erstmal Verluste, das ist kein Problem, selbst wenn die Gewinne dann doch ausbleiben.

Liebhaberei ist, wenn man ein Gewerbe betreibt, ohne das man Gewinn erzielen will. Vielmehr will man andere Vorteile nutzen (meist privater Natur).
Normalerweise schaut sich das Finanzamt das ein paar Jahre an und sagt dir dann, dass mal langsam Gewinne kommen müssen.
Und bei bestimmten Branchen (z.B. Pferdezucht oder Wohnmobilvermietung) besteht von vorn herein der Verdacht, dass es gar keine Gewinnerzielungsabsicht gibt; die Einkommensteuerbescheide ergehen dann mindestens vorläufig, oder die Verluste werden schon direkt nicht anerkannt.

Zitat:
Wenn ich zum Beispiel 1 mal die Woche "nur" die Tagespauschale von einem Arbeitszimmer nehmen würde sind das schon 300€,
Das erscheint mir zwar deutlich zu hoch*, aber wenn du diese Summe benötigst dann ist dein Umsatz schon lange zu hoch, und es ist eindeutig eine gewerbliche Tätigkeit.
Ich dachte wir reden die ganze Zeit von nur ein paar 100 Euro im Jahr.

*und zwar sehr deutlich - 1.260 pro Jahr können beispielsweise pauschal für ein häusliches Arbeitszimmer abgesetzte werden. Und die HomeOffice-Pauschale beträgt auch nur 6 Euro pro Tag.
Klar, ein richtiges Arbeitszimmer darf auch mehr kosten, aber bei einem Nebenjob ... nee.

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
TotalerSteuerneuling
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Ich dachte wir reden die ganze Zeit von nur ein paar 100 Euro im Jahr.


Steht doch oben ca. 300-400€ Einkünfte pro Jahr. Sind auch paar 100 ;)

Zitat (von reckoner):
Und die HomeOffice-Pauschale beträgt auch nur 6 Euro pro Tag.

Darum geht es doch. 50 Wochen (jede Woche 1 Tag nebenberuflich entwicklen) a 6€ = 300€. War nur mal grob als Beispiel.

Es war grob so gemeint:
300€ Einkünfte - 300€ Werbungskosten/Arbeitszimmer = 0€ Gewinn also aktuell kein Problem :)

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
reckoner
Status:
Wissender
(14054 Beiträge, 4410x hilfreich)

Hallo,

alle ok, ich hatte da jetzt irgendwie falsche Vorstellungen.

Deine Überlegungen sind genau das wovon ich die ganze Zeit rede, das Ganze ist praktisch ein Hobby mit nicht nenneswerten Gewinnen. Genau für sowas gibt es den Härteausgleich.

Stefan

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
TotalerSteuerneuling
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 0x hilfreich)

Okay danke :) .
Das hilft mir erstmal weiter, mal schauen wo die Reise hingeht

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

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