Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
547.896
Registrierte
Nutzer

Einräumung von Nutzungsrechten online – wo entsteht die MwSt?

19.5.2020 Thema abonnieren
 Von 
Komponist
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Einräumung von Nutzungsrechten online – wo entsteht die MwSt?

Liebe Experten, ist die Einräumung von Nutzungsrechten an musikalischen Kompositionen (über einen Online-Marktplatz) eine elektronisch erbrachte Leistung oder handelt es sich dabei um einen Offline-Umsatz mit ermäßigtem Steuersatz, weil es eben um Urheberrecht geht. Es handelt sich um B2C-Umsätze. Die Endverbraucher können sich gegen Entgelt meine Komposition downloaden (in Form von Instrumentalspuren) und dürfen sie nutzen, indem sie z.B. Gesang dazu aufnehmen oder die Komposition bearbeiten und selbst veröffentlichen.
Mir geht es vor allem darum, ob die MwSt im Land des Kunden abgeführt werden muss oder – was natürlich praktischer wäre – hier in Deutschland, wo ich als Urheber arbeite.
Ich freue mich auf kompetente Einschätzungen.

Verstoß melden



4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
TidoZett
Status:
Schüler
(330 Beiträge, 62x hilfreich)



Enthält eine Leistung sowohl Elemente einer Lieferung (z. B. Übergabe eines Manuskripts an einen Verlag, Übergabe von Plänen oder Skizzen) als auch Elemente einer sonstigen Leistung, die sich aus dem UrhG ergeben, muss beurteilt werden, ob es sich um eine einheitliche Lieferung oder eine einheitliche sonstige Leistung handelt.

Ob die nach dem UrhG vorgesehene Leistung, Rechte einzuräumen, zu übertragen und wahrzunehmen, wesentlich die Leistung im umsatzsteuerlichen Sinn prägt, bestimmt sich nach dem wirtschaftlichen Ergebnis der vertraglichen Vereinbarung. Neben dem vertraglich vereinbarten Leistungsentgelt ist maßgebend, für welchen Teil der Leistung die Gegenleistung erbracht wird.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Komponist
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank. Da die prägende wirtschaftliche Leistung die Einräumung der Nutzungsrechte ist, welche Gegenstand der Vertragsvereinbarung ist und mit einem Nutzungsentgelt vergütet wird, gehe ich davon aus, dass es sich insgesamt um eine einheitliche sonstige Leistung handelt und diese entsprechend begünstigt ist. .Jedoch ist mir unklar, ob die Leistung aufgrund der Nutzung des Internets zur Vertragsvereinbarung/Abwicklung dennoch zu den elektronisch erbrachten Dienstleistungen gezählt wird und entsprechend grundsätzlich das Empfängerlandprinzip gilt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
TidoZett
Status:
Schüler
(330 Beiträge, 62x hilfreich)

Ich denke, es handelt sich um eine Dienstleistung auf elektronischem Weg, also grundsätzlich Steuerpflicht im Empfängerland (wenn über Bagatellgrenze 10 TEUR). Aber man kann sich bei Bundeszentralamt für Steuern anmelden und die Umsatzsteuer dann trotzdem in Deutschland abführen

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Komponist
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Das werde ich mal checken, vielen Dank!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 192.433 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
81.021 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.